Ungeklärte Lahmheit trotz TA-Besuche

  • Hallo,


    Meine Eselstute (19) ist seit Februar lahm und trotz etlicher Besuche von TA und Hufschmied tritt keine Besserung auf. Sie lief zunächst leicht lahm vorne links, hauptsächlich bergab auf Asphalt und im Trab beobachtbar. Dann wurde dies etwas stärker. Keine Schwellung, nichts warm, keine sichtbaren Verletzungen. Der Assistenztierarzt (unsere eigentliche TÄ war nicht verfügbar) hat im Notdienst im Zuge der Lahmheitsdiagnostik gebeugt und geröntgt. Bei der Beugeprobe lief sie auf allen Gelenken tendenziell mehr lahm, am deutlichsten aber noch beim Hufgelenk. Röntgenbilder ohne Befund, keine Schwellung, offene Wunden o.ä. und nichts warm. Bergab und im Trab deutlicher sichtbare Lahmheit. Er hat eine Hufgelenksprellung vermutet und empfohlen, ihr Probeweise Metacam zu geben und einen Hufverband zur Polsterung anzubringen. Zusätzlich sollte sie auf einem kleineren Bereich laufen zur Einschränkung der Bewegungsfreiheit. Da dadurch nach 2 Wochen keine Besserung eingetreten ist, habe ich den Huf mehrere Tage mit Rivanol angegossen auf Anraten meiner TÄ, welche ich zufällig getroffen habe (ohne dass sie den Esel gesehen hat). Tatsächlich war sie nach mehreren Tagen angießen lahmer, der Huf warm und das Bein im unteren Bereich geschwollen. Daraufhin konnte ein Hufgeschwür geöffnet werden ( auf der Sohle, von aussen nicht sichtbar, kein eingetretener Stein o.ä. ).
    Die Stute hat sehr gute Hufe und hatte erst einmal in ihrem Leben ein Geschwür- am anderen Huf - 2018, nachdem sich ein winzigkleines Steinchen die weisse Linie hochgearbeitet hatte- wir kratzen täglich aus und entfernen die Steinchen mit einem Messer oder einer Haarklammer und desinfizieren, falls mal etwas in der weissen Linie sitzen sollte. Ansonsten hatte sie noch nie Probleme mit Lahmheiten. Bei diesem ersten Geschwür war sie nach kurzer Zeit nach der Öffnung und einigen Tagen Hufverband wieder lahmfrei.
    Das Geschwür, das dieses Jahr geöffnet wurde, war sehr tief und ging bis zur Lederhaut.Direkt nach Öffnung erhielt sie ein Antibiotikum und Flunidol für 4 Tage plus Omeprazol als Magenschutz. Der Huf war danach im Verband mit Socatyl. Der Schmied hat im Anschluss einige Tage später noch den Huf nach aussen geöffnet (die Wand entfernt), und festgestellt, dass wohl eine Lamelle aus der Lamellenschicht schief gewachsen war und das das Geschwür verursacht hat. Er hat daher bis zu der Höhe ausgeschnitten, auf der die Lamelle wieder normal gewachsen ist. Danach hat er uns 2 Wochen Verband verordnet und (langsame) Bewegung. Im Anschluss sollte ein Beschlag geklebt werden bei Lahmfreiheit. Die Tierärztin hat ebenfalls bei einer Nachkontrolle gesagt, wir sollten ruhig Spazieren gehen, falls noch Flüssigkeit/Eiter im Fuß ist sollte dieser dadurch herausgedrückt werden und der Huf animiert, schneller nachzuwachsen. Von diesen 2 Wochen Verband hätte sie eigentlich mindestens die zweite Woche lahmfrei sein sollen. Leider war dies nicht der Fall. Eine Nachkontrolle hat ergeben, dass weiterhin keine Pulsation oder Schwellung vorhanden ist, der Huf reagiert nicht auf eine Zange. Eine erneute Gabe von Metacam wurde empfohlen. Die Tierärztin vermutet, dass die aktuelle Lahmheit ein mechanisches Problem sein könnte, weil ein grosser Teil vom Huf fehlt und dadurch nicht korrekt abgerollt wird (es fehlt ein Teil der inneren Kante, sie knickt dadurch leicht nach innen weg und die weisse Linie am Übergang vom gesunden Horn zu der Stelle, wo das Geschwür saß, wird durch das Laufen aufgedröselt. Sie hat daher ebenfalls den Beschlag empfohlen. Der Schmied war nun gestern erneut da, hat aber aufgrund der immer noch vorhandenen Lahmheit, die nun auch stärker als zu Beginn ist, vermutet, dass vielleicht eine Fissur oder ein weiteres Geschwür vorliegt. Wir haben den Huf mit CleanTrax desinfiziert, falls doch noch eine Infektion vorhanden sein sollte. Heute wurde nun wieder geröntgt, diesmal aus 5 Positionen statt aus 2. Die Röntgenbilder zeigen immer noch keinen Befund am Huf. Der Schmied wird nun morgen einen Klebebeschlag anbringen. Er geht jedoch nicht davon aus, dass dadurch Besserung auftreten wird, wenn sie mit Verband genauso lahm ist wie ohne. Falls dann keine Besserung auftritt, sollen die Gelenke nacheinander abgespritzt werden, um die Ursache ausserhalb des Hufes zu lokalisieren.

    Als Zufallsbefund ist heute auf einem Röntgenbild aufgefallen, dass das Fesselgelenk nicht ganz ideal ist - eventuell liegt hier eine leichte arthrotische Veränderung vor. Dem werden wir auch noch nachgehen.

    Mich stören mehrere Dinge an dieser Lahmheit: Die Gabe von Metacam hat keine deutliche Besserung gebracht. Sollte noch eine Reizung der Lederhaut oder Schmerzen durch andere Ursachen vorliegen, sollten diese unter entsprechender Medikation nachlassen. Das Öffnen des Hufgeschwürs hat nicht zu einer Verringerung der Lahmheit geführt. Zwischenzeitlich kam es zu einer Besserung, aber mittlerweile ist es eher noch wesentlich schlechter als am Anfang. Schonung scheint nicht zielführend zu sein (weder weiche Polsterung durch einen Verband noch eingeschränkte Bewegung - Boxenruhe hat sie noch nicht verordnet bekommen, könnten wir aber in unserem Offenstall notfalls auch umsetzen. Wir hatten stattdessen einen Teil vom Paddock abgetrennt. ) Leichte Bewegung, welche bei Arthrose helfen sollte, scheint ebenfalls nicht zielführend. Heute ist sie leider beim Führen mit ihren Verbänden bergab gerutscht und lief im Anschluss schlechter, auch auf flachem Boden. Das könnte für ein (zusätzliches) muskuläres Problem im Sinne einer Zerrung sprechen? Traumeel hatten wir, als noch eine Prellung vermutet wurde, ebenfalls in Tablettenform gegeben, dass hat jedoch keine Verbesserung gebracht. Zu Anfang der Lahmheit lief sie tendentiell lieber und besser auf weichem Boden (Strassenrand), jetzt meidet sie das.

    Sie erträgt alles tapfer und lässt auch die zahllosen Verbandswechsel frei stehend auf dem Paddock problemlos über sich ergehen, aber sie scheint Schmerzen zu haben, sonst würde sie ja nicht lahmen. Ich wäre froh, wenn endlich eine Besserung auftreten würde. Eine deutliche Lahmheit bei den extrem schmerztoleranten Eseln finde ich sehr bedenklich.


    Falls jemand einen Hinweis hat, bin ich sehr dankbar.


    LG

    Edited once, last by Flora01 ().

  • Ich hoffe du kriegst hier Antworten ich drücke dir die Daumen.


    LG Petra

    Tiere jammern nicht wenn der Mensch fehler macht, sie danken es dir aber wenn du sie mit respekt behandelst.

  • Spreche mal deinen TA an ob nicht eine Nervenentzündung oder Reizung vorliegen kann.

    Ich hatte mal das gleiche Problem ,am hinteren Huf und der Esel hatte sich einen Nerv eingeklemmt ,der sich entzündet hatte.

    Bei der Stute hatte mein TA auch alles versucht ,bis sie nicht mehr aufstehen wollte.

    Er hat dann mit einem bestimmten Griff in die Lendenwirbelsäule gegriffen und war froh das sie aufschreckte und weg lief.Darauf meinte er das es ein eingeklemmter Nerv sei.Sie bekam dann an der Stelle ein Schmerzmittel und ein Medikament zum entkrampfen gespritzt und danach konnte man sehen wie es ihr besser ging.

    So wie du das von deiner Stute beschreibst erinnert es mich genau an meine Stute.

    die Eseleule

  • Hallo Flora.


    Laut vielen Studien ist Metacam beim Esel relativ wirkungslos; es wird eigentlich gar nicht mehr eingesetzt. Es wundert ich etwas, dass Deine TÄ das immer wieder eingesetzt haben.


    Ich mache Dir einen Vorschlag: An der Internationalen Fortbildungstagung für Vets betr. Esel im Jahre 2019

    haben - gesponsort von der Noteselhilfe - auch zwei meiner besten Freunde teilgenommen. Durch die Teilnahme

    haben sie sich verpflichtet, anderen TÄ spezielle Auskünfte betr. Eseln zu geben. Dazu gehört die (Nicht-)Anwendung von

    Metacam schon mal als Basiswissen . sag ich mal so.


    Wenn Du möchtest, spreche ich sie an und frage, ob sie bereit sind, auch Dir als "Laien" Auskunft zu geben; oder

    Du sprichst Deine TÄ an, ob sie die beiden kontaktieren möchten. Beide sind FachVets für Pferde, haben aber

    große Erfahrungen auch mit Eseln.


    Sag mal was. Alle Spekulationen unsererseits sind... naja, eben Spekulationen.


    Gruß uta

    P.S. Bevor Du Deinem Esell die Hufe kleben lässt, könntest Du Dich vielleicht mal über die wirklich guten Hufschuhe der Firma Engl informieren? Meinen Eseln haben sie bei Hufgeschwüren etc. immer gut geholfen. Mittlerweile habe ich je einen Satz der beiden bei mir gängigen Größen im Stall... das sammelt sich ja an und ist gut, bei der Hand zu haben. dann braucht man ggf. die kleinen Eselhufe nicht zu beschlagen oder sonst zu beschweren. Die Hufschuhe sind auch nicht billig, halten aber "ewig".

    Think positive -

    Edited once, last by Finchen ().

  • Hallo Uta,

    Hufschuhe hatte der Schmied auch erwähnt. Ich hatte bisher nur an die von Atelier Cuire in der Schweiz gedacht - da es aber wegen Corona mit dem Versand lange dauern kann und Maßanfertigungen ja auch eine Weile brauchen habe ich das erstmal verworfen. An die Sattlerei Engl habe ich tatsächlich gar nicht gedacht, von deren Schuhen habe ich aber auch schon mal gehört. Ich werde diese heute direkt kontaktieren.


    Der Beschlag ist auch nicht gerade mein Favorit - stoßdämpfend wirken der auch nicht (Rehepolster lassen sich in Klebebeschlag meines Wissens nach nicht einarbeiten), nur formgebend für den Huf, gegen spitze Steine und als Unterstützung beim Abrollen. Dass er aber auch recht schwer ist, da hast du Recht. Und Klebebeschlag zu entfernen ist auch nicht so lustig......


    Deine Info über Metacam ist ja sehr interessant! Hast du vielleicht die Studien für mich irgendwo zum Nachlesen?


    Ich schreibe dir noch privat.


    LG

  • Ich glaube, ich bin fündig geworden bzgl. der Studien. Für alle, die es auch interessiert, hier die entsprechenden Paper (Meloxicam ist der Wirkstoff in Metacam):


    - Sinclair, Mealy, Matthews, Peck, Taylor, & Bennett (2006). Comparative pharmacokinetics of meloxicam in clinically normal horses and donkeys. AMJ Vet Res, 67(6),1082-1085.


    "the even shorter MRT and greater CL(T) of meloxicam in donkeys, compared with horses, may make the use of the drug in this species impractical"


    - Khawaja Tahir Mahmood, &Muhammad Ashraf (2011). Pharmacokinetics of Meloxicam in Healthy Donkeys.Pakistan J. Zool., 43 (5), pp. 897-901.

    "A fast elimination with short half life and higher clearance are suggestive that current dosage regimens of meloxicam may not be clinically effective in donkeys"


    Eine Review mit etwas allgemeinerem Fokus auf Esel und Pharmakologie ist auch sehr interessant und gut für einen ersten Überblick:


    Grosenbaugh, Reinemeyer, & Figueiredo (2011). Pharmacology and therapeutics in donkeys. Equine Veterinary Education, 523-530.





    Gruß

  • Hallo Flora, wo wohnt ihr denn?

    Mein Mann ist Hufschmied, der sich, auch durch unsere eigenen Tiere außgezeichnet mit Eseln auskennt.

    Vielleicht ist die Entfernung im Rahmen und er kann mal vorbeikommen.

  • Hallo Asinus,


    Vielen Dank für dein Angebot.

    Die Esel stehen im Saarland. Unser Hufschmied ist ebenfalls erfahren mit Esel- und Mulihufen, ich glaube nicht, dass es an seiner Bearbeitung liegt. Das Geschwür wurde auch komplett entfernt und sie reagiert überhaupt nicht auf Druck durch die Zange und die Röntgenbilder vom Huf sind unauffällig. Statt Beschlag bekommt sie nun erst einmal Hufschuhe von der Sattlerei Engl, welche hoffentlich noch diese Woche ankommen (Corona und DHL....).


    Gruß

  • Das Saarland ist schon eine Ecke zu weit, da kennt er auch keinen.

    Mit Erfahrung und einem guten Tierarzt an der Seite kann ein Hufschmied anhand des Gangbildes und des Gesamteindrucks einen Befund erstellen. Gesamtheitlich sozusagen - darin ist mein Mann super.

    Ansonsten wünsche ich deiner Eselstute eine beschwerdefreie Zukunft und eine Diagnose die das ermöglicht!


    Falls es mit den Hufschuhen nicht klappen sollte - es gibt auch einige Möglichkeiten den Huf zu polstern ohne zu nageln. Strohm hat da einiges im Sortiment, ist aber teuer. Aber wahrscheinlich bist du dahingehend schon alle Möglichkeiten mit deinem Hufschmied durchgegangen.

  • Hallo.

    Ich hatte Mal bei einem Esel probeweise Klebebeschläge auf den hufen. Die gingen super einfach wieder ab.

    Gruß Moni

  • Vielleicht wurde bei euch ein anderer Kleber verwendet als bei uns?


    Wir hatten bei der anderen Stute mehrfach Klebebeschläge (Platten und Eisen) an den Vorderhufen (wir haben sie mit hochgradiger WLD übernommen). Da konnten die Beschläge mit der Zange abgeknipst oder heruntergesägt werden, es bleiben aber die Kleberreste in den (WLD-bedingten) Löchern im Huf , die sitzen bombenfest und wachsen dann irgendwann raus oder laufen sich ab.


    Grüße

  • Ein kurzes Update: Mit korrekter Dosierung von Flunidol war Flora umgehend komplett lahmfrei. Da Schmerzmittel dieser Art aber nur für wenige Tage gegeben werden dürfen, schleichen wir jetzt langsam die Dosis aus. Derzeit bekommt sie 2x täglich Flunidol für 50kg, diese Dosis wird sie bis Sonntag bekommen. Am Montag müssen wir dann weitersehen und je nachdem wird uns noch eine andere Tierärztin besuchen.


    Bei den Hufschuhen von Engl versuchen wir nun noch eine andere Grösse. Die Betreuung durch die Sattlerei Engl ist super, die Lieferung schnell und der Schuh macht einen qualitativ hochwertigen Eindruck (ich bin bei unserem Schuh nur nicht sicher, ob wir eventuell eine Nummer größer wählen sollten, deshalb probieren wir noch die andere Größe aus zum Vergleich).


    Ein Bekannter meinte, vielleicht könnten wir auch mal Blutegel versuchen. Deren abschwellende, entzündungshemmende, schmerzstillende Wirkung ist mir bei anderen Fällen, zB Sehnenverletzungen bekannt, aber als Nachsorge für ein Hufgeschwür sind sie mir noch nicht untergekommen. Hat jemand Erfahrung damit?


    Der nächste Schritt im Rahmen der Diagnostik wäre sonst eine Leitungsanästhesie, und da bei Eseln deren Eignung zur Diagnostik scheinbar nicht bestätigt ist, tendiere ich dazu, diese nicht durchführen zu lassen. Ultraschall wäre noch eine Option, aber "wild drauf los schallen" ohne Anhaltspunkt ist selbst bei so einem kleinen Esel wahrscheinlich wenig zielführend.


    Drückt die Daumen, dass die arme Flora endlich bald wieder fit ist!


    Gruß

  • Ich kenne den Einsatz von Blutegeln nur an bereits eröffneten Hufgeschwüren.

    Dieses hier - wenn es denn eines ist - ist ja im Huf. Ich kann mir nicht vorstellen,

    dass die Blutegel dabei etwas bewegen könnten.

    Ansonsten bin ich ein Fan von ihnen, hab bei meiner alten Stute eine Fesselringband-

    entzündung damit prima hingekriegt. Alle Vets wollten operieren; wollte ich bei einem

    damals 45 Jahre alten Pferd aber nicht.


    uta

    Think positive -

  • Hallo Uta


    Im März wurde ja ein Geschwür an Floras Huf eröffnet. Die Frage ist, ob noch ein weiterer Eiterherd im Huf ist und/oder ob noch eine Reizung/Entzündung besteht, weil eventuell nicht alles geöffnet wurde bzw. weil bei der Öffnung nicht mit Entzündungshemmer in richtiger Dosis (damals habe ich Flunidol 1x tgl gegeben, ich ärgere mich darüber, nicht dort schon nachgeforscht zu haben) behandelt wurde. Das Geschwür war vermutlich > 4 Wochen im Huf, bevor es geöffnet wurde, weil ja erst auf Prellung behandelt wurde.

    Die Zangenprobe am Huf zeigte vor zwei Wochen keine besonders empfindliche Stelle mehr, sie reagiert aber tatsächlich sowieso nicht zuverlässig auf die Zange, auch bei der ersten Untersuchung, als das Geschwür noch drin war, und in der Vergangenheit bei anderen Untersuchungen nicht.

  • Esel und Hufzange sind so eine Sache.... ich habe auch schon dicke (!) Geschwüre erlebt, auf die der Esel

    auch bei festem Drücken nicht reagiert hat.

    Es kann aber auch sein, dass sich ein möglicherweise vorhandenes Geschwür verkapselt und kommt erst

    nach dem Runterwachsen des Hufes raus. Dann lahmt der Esel anfangs noch eine Zeitlang, später lässt

    der Schmerz offensichtlich nach.Bei meinem Mauleselchen war das einmal der Fall; als man es sah, war

    der akute Schub ca. 3/4 Jahr her.


    uta

    Think positive -

  • Hallo zusammen,


    ich wollte ein kurzes Update geben:

    Letzten Dienstag wurden die Hufe bei unseren Eseln ausgeschnitten, das Horn bei Flora ist sehr gut nachgewachsen. Unser Schmied fand auch, dass sie schon besser läuft als bei seinem letzten Besuch.

    Am Freitag war dann die Pferdephysiotherapeutin bei uns und hat Blutegel angesetzt. Drei Egel haben angebissen (am Kronrand, die Fessel wurde verschmäht, was ein Hinweis darauf ist, dass das Problem wirklich noch vom Huf kommt). Flora läuft nun subjektiv betrachtet auch schon etwas besser. Diesen Freitag folgt eine zweite Behandlung mit den Blutegeln.


    Gruß

  • Schön, dass es Flora besser geht. Sind die neuen Hufschuhe jetzt passend?


    Es ist mir neu, dass Blutegel nur an kranken Stellen beißen. Meines Wissens beißen sie überall,

    wo sie ran kommen. Oder liege ich da falsch?


    uta

    Think positive -

  • Gute Frage - die Physiotherapeutin meinte, sie beißen nur an den "problematischen" Stellen, wo Entzündungen sitzen. Sie hat sie auch mehrfach an der Fessel angesetzt, sie sind dann aber immer zum Kronrand gekrochen oder haben einfach gesessen, ohne zu beißen. Sie hatte auch nirgends die Haut angeritzt, um die Blutegel irgendwo "hinzulenken". Ich habe aber wie gesagt noch keine Erfahrungen mit Blutegeln gemacht vorher.


    Wir sind momentan beim Ausprobieren der "Sockenlösung" für die Schuhe.


    LG

  • Hat die Physiotherapeutin denn die jeweiige Stelle, an der sie beißen sollten, gut rasiert? Normalerweise beißen sie dann dort

    anstatt auf dem Fell herumzukrabbeln. Wie dem auch sei: Wenn's geholfen hat...


    Dass Ihr mit den Engl-Hufschuhen bei Flora nicht zurecht kommt, ist ja wirklich ärgerlich.

    Soweit ich weiß, haben hier im Forum auch viele diese Hufschuhe; bisher habe ich noch nicht

    gelesen, dass es Probleme gab. Die Dinger sind zu teuer, um selbst Problemlösungen auszuprobieren...


    uta

    Think positive -