Künstliche Besamung von Eselstuten

  • Hallo Miteinander. Es geht um Babette, unsere Großeselstute, die in einer Kinder-und Jugendeinrichtung mit einem weiteren Eselkumpel steht. Sie ist hat ein Stockmaß von 1.45m und wir möchten mit ihr züchten. Sie hat ein sehr schönes Gebäude und ist ausdrucksstark. (13 Jahre - einmal Fohlen bekommen beim Vorbesitzer) Es ist in unserer Region schwierig, an einen passenden Großeselhengst zu kommen. ( Kreis Coesfeld/Münsterland) Lediglich ein Großeselhengst wäre in Frage gekommen. Dessen Deckleistung ist zurzeit jedoch nicht sonderlich hoch (gerade mal 50 % bei mehrwöchigem Aufenthalt) - da ist mir der Aufwand - verbunden mit der dennoch anfallenden Deckgebühr einfach zu groß. Großeselgestüte wie an der Loreley liegen mehr als 200 km von uns entfernt. Vielleicht ist mir der eine oder andere Eselhengst durch die Lappen gegangen und ich bekomme einen Tipp. Wir ziehen einen Natursprung eigentlich vor. Eine Alternative, die künstliche Besamung ist mir kürzlich durch den Kopf gegangen. Hat jemand Erfahrung damit? Oder weiß, ob es überhaupt Eselsamen zu erwerben gibt? Genmaterial von Ponyhengsten zu erhalten, scheint mir nicht das Problem zu sein. Und ein Maulesel ist auch sehr umgänglich. Hatte selbst mal jahrelang einen. Danke für Tipps und Ratschläge. Berthold.

  • Es gibtTG Samen von Christinas Braveheart.

    Aber auch eine künstliche Besamung ist natürlich mit Aufwand und Kosten verbunden.
    Wenn man ernsthaft züchten will sollte das aber auch kein Problem sein. Für Hengsthalter ist die Suche, Auswahl, Aufzucht und gute Haltung dieser Tiere auch mit viel Aufwand verbunden.

  • Hey, wir hätten eine Decktaxe von 400 Euro zahlen müssen. Ein sehr schönes, reinrassiges Tier. Aber wie gesagt, die Aussicht auf Erfolg war eher klein. Und wir hätten sie etliche Wochen dort gelassen, was für ihren Kumpel bei uns in der Einrichtung echt blöd gewesen wäre. Danke für den Hinweis.


  • Hallo Terte,


    als Züchterin von mehreren Eselfohlen schließe ich mich den Aussagen von MOHA an.

    Habt Ihr denn auch mal (zuerst) an eine Tupferprobe bei der Eselin gedacht ?

    Wann hat sie das letzte mal gefohlt ? Es liegt nicht immer am Hengst, wenn es nicht klappt.


    Mit eseligen Grüßen

    Asina

    Wo die Pferde versagen, schaffen es die Esel

  • Hey Asina, die Tupferprobe haben wir vorher (im Frühsommer) machen lassen. Die war ok. Gefohlt hat sie im July vor 5 Jahren. Mit damals knapp 8 Jahren. Aus Sicht des Hengsthalters sehe ich das auch so. TA-Kosten und Kosten für Eselsperma planen wir ggf. natürlich ein.

  • unterschätze den Stressfaktor, den die Stute hat (Transport, Trennung vom Kumpel, ungewohnte Umgebung, Futterumstellung Fremdtiere,-menschen) nicht, das sind Faktoren, die an einer Aufnahme beteiligt sind. Die Genitaluntersuchungen durch den Tierarzt sind einem Esel auch nicht wirklich geheuer. Eine künstliche Besamung ist wahrscheinlich am Stress reduziertesten und somit effektivsten. Auf spanischen Seiten gibt es interessante Beiträge zu diesem Thema, z.B. hier

    http://www.scielo.org.pe/sciel…d=S1609-91172008000200002

  • Ich glaube, hier liegt ein Missverständnis vor. Es geht nicht um die Gesundheit der Stute ( Das letzte Fohlen, auf dem Foto rechts, von ihr habe ich gekauft), sondern um den Poitou Hengst in Olfen. Er hat viele der Stuten im Stever Naturschutzgebiet nicht erfolgreich tragend bekommen, aber die Stadt will trotz der geringen Erfolgsaussichten den vollen Decktarif erheben. Ausserdem müsste die Stute mindestens 6-8 Wochen in einer neuen Umgebung verbringen( wohlmöglich für "nix")

    Tupferprobe und tieräztliche Voruntersuchungen sind also nicht da Problem.

    Aber ein ein vergleichbarer Hengst hier im Münsterland ist nicht so leicht zu finden. Weite Transporte und auch Standortveränderungen muss man den Tieren nicht unbedingt zumuten, wenn es alternativen, wie "Künstl. Befruchtung,". gibt.

  • Hi

    Eine künstliche Besamung ist bei Eselstuten sehr schwer möglich,weil bei Esel der Gebärmutterhals wesentlich kleiner ist wie beim Pferd ,Es ist sehr schwer ,eine Eselstute zu katheterisieren und das Instrument zur Besamung einzuführen.

    Ausserdem müsste die Stute mindestens 6-8 Wochen in einer neuen Umgebung verbringen

    Wenn man eine Eselstute zu einem fremden Hengst bringt zum Decken,ist der Zeitraum von mindesten 4 - 6 Wochen normal. Man schaut,ob die Stute wieder umrosst.Manche Stuten rossen sogar erst nach 8 Wo um.

    Agnes