Robert Nestmanns Project Sanctuary Happy Donkeys

  • Hallo,


    hier alle relevanten Daten zum Projekt, damit man sie an leicht zu findender Stelle immer parat hat:


    Project Sanctuary Happy Donkeys


    Es geht hier um ein Projekt von Robert Nestmann. Wörtlich übersetzt heißt es "Projekt Auffangstation fröhliche Esel". Robert ist Deutscher, spricht auch Spanisch und Englisch und lernt gerade Portugiesisch.


    Website: http://www.happy-donkeys.com


    alternativ: http://www.happy-donkeys.eu
    Beide Adressen leiten weiter auf: http://project-sanctuary-happy-donkeys.jimdo.com
    E-Mail Robert: acebuchero bei gmail Punkt com (Anti-Spam-Schreibweise, bitte selbst zusammensetzen)


    Örtlichkeit, Adresse, Kontakt
    Der Projektstandort liegt bei Monchique, einer kleinen Stadt in Portugal, ca. 30 Minuten von der Westküste und ebenso 30 Minuten von der Südküste der Algarve entfernt. Die genaue Lage ist am 730 m hohen nicht sehr steilen Berg Picota, am Südhang. Ein Link zu einer - englischsprachigen - sehr schönen Seite über Monchique ist
    http://www.enjoythealgarve.com/one-day-inmonchique
    Das zweite Foto darin zeigt übrigens die Snackbar Choupal, die weiter unten erwähnt wird.
    Mein äußerst angenehmer Aufenthaltsort dort war das Landgut Casa Jaede. Es liegt ungefähr nördlich vom Projekt, auf der anderen Seite des Picota am Nordhang und ca.6,5 km bzw. 12 Minuten mit dem Auto von Robert entfernt.


    Monchique liegt ca. 3,5 km Luftlinie vom Projekt entfernt im Nordwesten, mit dem Auto ungefähr 7 km. Die Satellitenansicht bei Google Maps läßt sehr gut die drei Gebäude des 12 ha großen Grundstücks erkennen. Es liegt am Südhang des 730 m hohen Picota, auf 320 bis 380 m ü.d.M. Die Temperaturen sinken praktisch nie unter 10 °C und es gibt zwei Bäche, einer versiegt nie und liefert reichlich Wasser. Es regnet ausreichend viel.


    Eine direkte Adresse zu Robert gibt es nicht, da die Gebirgsstraße auch keinen Namen hat, von der die ca. 200 m lange Zufahrt abzweigt. In Kürze wird es auch einen Unternehmenseintrag davon auf Google Maps geben. Im Moment findet man es dort direkt durch Eingabe in das Suche-Feld von project sanctuary happy donkeys
    Direktlink zu Google Maps:
    Project Sanctuary Happy Donkeys auf Google Maps


    Es gibt jedoch eine Hilfsadresse seiner vormaligen Unterkunft, bei der er sich aufhielt bis er sein jetziges Land fand:


    Neue Adresse für Briefe und Pakete an Robert:

    Robert Nestmann

    C/o Monchiargo LDA

    Rua Serpa Pinto 103

    8550-467 Monchique


    Bei Auslandsversand ist es möglich und gut, auch eine Telefonnummer anzugeben. Hier die von

    Robert: Tel. 00351-968 681 640


    Und hier die Adresse der sehr freundlichen Inhaber der Landgut-Unterkunft Case Jaede, mit denen Robert regelmäßig in Kontakt steht und die für ihn auch Postsendungen annehmen:


    Briefpost an Casa Jaede:
    Luc & Freya Wauters - Missoorten
    Guesthouse Casa Jaede
    Apt. 55
    8550-228 Monchique
    Algarve
    Portugal


    Pakete an Casa Jaede:
    Snackbar Choupal
    Luc Wauters
    Cabeço de ferro
    Estrada de Alferce
    8550-435 Monchique
    Portugal


    Auch hier für die Hausnummer ggf. einen Strich eintragen!
    Bei Paketen an Casa Jaede am besten auch die zweite untenstehende Telefon-Nr. mit angeben, insbesondere bei Express-Paketen! Wer seine Pakete über die Sendungsverfolgung prüft, sieht nach Übergabe an die Bar den Namen Vanda Rosa oder Mário Coelho.


    E-Mail Casa Jaede: casajaede bei gmail Punkt com
    Tel. 00 351 962 498 711
    Tel. 00 351 925 017 150 (auch für Pakete mit angeben)


    http://www.casajaede.be



    Projektziele
    Robert möchte Esel in gesunder, sauberer Natur möglichst nahe an ihrer natürlichen Lebensweise halten. Das beinhaltet zum Beispiel, daß er mit ihnen in Tagestouren viel in der Gegend umher zieht und sie sich - natürlich kontrolliert - von dem Ernähren sollen, was sie finden. Es muß dabei Rücksicht auf Privatbesitz anderer Leute genommen werden. Ziel ist vor allem auch, andere Leute an dieser Idee teilhaben zu lassen, z.B. indem sie mit auf kleinere oder größere Wanderungen gehen, bevorzugt mit der ganzen im Moment fünfköpfigen Eseltruppe.


    Auf der anderen Seite geht es um den Menschen. Roberts Angebot, auf Spaziergängen und Wanderungen einige Zeit mit seinen Eseln zu verbringen, soll den Menschen helfen, etwas Abstand vom Alltagsstress zu gewinnen und sich von der von den Eseln ausgestrahlten Ruhe anstecken zu lassen. Entschleunigung und sich wieder auf sich selbst konzentrieren zu können, sind positive Folgen der Eseltherapie für das persönliche Gemüt. Man erlebt intensiven Genuß durch die Erlangung der vorbehaltlosen Freundschaft mit seinen Tieren. Das ist purer Balsam gegen die große Hektik in unserem Dasein.


    Stichworte, wie und was sich Robert für die Zukunft vorstellt:
    Landerwerb, alternativ langfristige Pacht, gemeinnütziges Projekt, später Stiftung, Eselpark, Wohlfühloase für Mensch und Esel, Schwerpunkt auch für Kinder, natürliche Landbewirtschaftung nach Vorbild von Permakultur und Edible Forest Garden, naturnahes Gärtnern, Übernachtungsmöglichkeiten, Hütten, Jurten, Platz für Zelte, Helfer bekommen.


    Die Esel
    Robert besitzt derzeit fünf reinrassige andalusische Riesenesel. Alle sind sehr umgänglich, ruhig, souverän und schmusig. Da sie schon etliche tausend Kilometer gewandert sind, ist ihnen fast nichts fremd. Sie sind somit absolut perfekt ausgebildete Wanderesel. Sie sind es gewohnt, auch aus der Hand gefüttert zu werden - Leckerlis - aber dies ist natürlich immer auf eigenes Risiko. Sie sind erzogen, nicht zu zwicken und nehmen daher, wenn sie zum Beispiel um Zuneigung betteln, nur die Lippen. Man muß mit Eselküssen rechnen. Aber es sind noch richtige Esel, die immer auch mal zu einem Spaß aufgelegt sind, mal ausgelassen spielen, hingehen, wo sie nicht sollen, eben ihren eigenen Kopf haben. Sie lassen sich sehr gut führen und Sturheit kann man ihnen praktisch nicht nachsagen.


    Spazieren gehen und Wandern mit den Eseln
    Die genauen Modalitäten sind noch im Fluß, es gibt Ausnahmen, daß statt mit allen Eseln der kleinen Herde auch mal mit einem einzelnen eine Tour gemacht werden kann. Oder Touren auch mal ohne Roberts Führung stattfinden können. Wie und was hängt zum Beispiel von der Vorerfahrung der Gäste ab. Für alle Touren wird je nach Umfang eine verschieden hohe Vergütung fällig. Diese dient zur Unterstützung und zum am Leben erhalten können des Projektes. Robert tüftelt laufend neue Routen in der Umgebung aus und kann diverse Tourenvorschläge machen.


    Gästeunterkunft beim Projekt
    Derzeit noch nicht gut möglich, da sanitäre Einrichtungen fehlen. Dies ist Robert als Manko sehr bewußt und es wird versucht, das Problem bis zur neuen Saison 2017 zu lösen. Das wäre auch wichtig, um zum Beispiel Wwoofer und ähnliche Leute, also interessierte Helfer anlocken zu können. (Siehe http://www.wwoof.de oder http://www.helpx.net/index.asp oder http://zalp.ch )


    Eine weitere Möglichkeit, nur 3,5 km entfernt, an der selben Straße gelegen wie Robert: Quinta da Idalina. Ist wohl etwas einfacher als Casa Jaede, da eher mit Selbstversorgungsanteil. Die Webseite ist nur in Portugiesisch, ob andere Sprachen verstanden werden, ist unbekannt:
    http://www.quintadaidalina.pt
    https://de-de.facebook.com/quintadaidalina/?_fb_noscript=1


    Laut Robert gibts noch eine weitere Unterkunft in relativer Nähe, ca. 5 km, auch an der selben Straße wie er, nur weiter vorn, wo man von der Landstraße abbbiegt:
    Casa da Paz. Ist etwas einfacher als Casa Jaede, dafür preislich leicht günstiger. Es ist auch ein Hauptausgangspunkt für Eselwanderungen von Robert, wenn man nicht direkt bei seinem Grundstück aus startet.


    Zitat Robert zum Casa da Paz:
    "Die Unterkunft ist sehr schön und In einem Tal gelegen. Gute Einfahrt, eigenes Gästehaus, sehr freundlich von innen. Die Besitzer sind überaus freundlich und sehr bemüht, die Gäste vollauf zufrieden zu stellen. Sehr sehr gutes Frühstück für einen sehr günstigen Preis von 4,50 €. 3 Sorten Brot, 3 Käse, Salami, Schinken, 3 Marmeladen, Butter, Toaster, Honig, Yoghurt, Milch, Sahne, selbstgemachte Erdnussbutter, verschiedene Früchte, Müsli und andere Flocken und Co, frischer Orangen- oder Grapefruitsaft, Kaffee und Tee.


    Abendessen für 12,50 €, Wein unbegrenzt. Essen erste Klasse, mit Vor- und Nachspeise im Familienkreis, internationale Küche, Sonderwünsche werden berücksichtigt. Die Besitzer sind viel gereist und sehr unterhaltsam, hatten Restaurants in einem berühmten Ressort in Spanien und Brasilien. Ich denke, das Casa da Paz schon zur gehobenen Klasse gehört. Dazu kommt noch der Standort in schöner ländlicher Lage, umgeben von Korkeichen und viel Ruhe! Alle Gäste waren sehr zufrieden."
    Zusatz noch von mir: Es gibt auch einen Haushund. Und die Inhaberin des Paares spricht Deutsch.


    https://mobile.facebook.com/Ca…ue-1622705768052267/?_rdr
    https://www.clickstay.com/port…t-house.-monchique-188272


    Spendenkonto

    Happy Donkeys

    IBAN: DE80602911200052766047


    Presselinks
    Das Algarve-Magazin Tomorrow hat im Novemberheft 2016, Edition 5 (das blaue Heft mit der gemalten Fischerin vor dem Ozean), über Roberts Projekt in Monchique berichtet:
    http://www.tomorrowalgarve.com/publications
    Oder der Direktlink zur Online-Anzeige des Gratisheftes, dort auf Seite 12/13 blättern:
    https://issuu.com/tomorrowalga…ortimao_november_edition_

    Eselwander-, Asino Mallorquina- und Asino de Miranda-Fan

    Edited 15 times, last by Eseltrekker ().

  • Danke für den Beitrag. Ich finde es schön das es Menschen gibt die sich dafür einsetzen, das die Esel so sein können wie sie sind.


    LG Petra

    Tiere jammern nicht wenn der Mensch fehler macht, sie danken es dir aber wenn du sie mit respekt behandelst.

  • Hallo,


    hier noch nähere Infos von Robert selbst:


    "Geburtsdaten der Esel
    Erwachsene:
    Camaron: Oktober 2010
    Lucia: 19.10.2008
    Josefina: 2.6.2013
    Kleine:
    Frederico: 14.5.2015
    Luisa: 5.6.2015


    Mein Werdegang:
    Ausbildung zum Bauschlosser, vorher Berufsfachschule für Elektrotechnik besucht. Letzter Job war Fillialleiter bei Norma. Das wurde recht gut bezahlt, hat mich aber so sehr angeödet. Habe schon während meiner Schulzeit in einer Gemüsegärtnerei ausgeholfen, dann in Andalusien 7 Jahre auf einem Selbstversorgerhof gelebt. Dann 3 Jahre alleine – mit Unterstützung von Wwoofern. Dabei mich in Permakultur eingearbeitet.


    Geplante Stiftung oder Verein:
    Muss erst noch ein bisschen mehr zum Vorzeigen haben, damit man sieht, was ich leiste. In 2-3 Monaten werden die Terrassen toll ausschauen. Dann hoffe ich die richtigen Leute zu treffen und auf Investitionen.


    Know how für Zucht:
    Ich habe genug Erfahrung, um gute Zuchttiere auszuwählen. Unterstützung würde ich von mehreren Stellen bekommen können. Bin nach wie vor mit dem Refugio del Burrito befreundet, Teil der Donkey Sanctuary in England. Auch diese würde ich kontaktieren, wenn ich mehr Land habe. Sie unterstützen seriöse Projekte.


    Tiergestützte Therapie:
    Ich habe darüber gelesen und auch Videos geschaut. Einiges hat mir gar nicht gefallen! Dann habe ich mich auch selber therapiert von schweren Depressionen. Natürlich kann man autistische Kinder auf den Eseln reiten oder mit Halftern sie führen lassen.


    Schwerpunkt soll respektvolles Zusammensein mit den Eseln sein, in einer Umgebung mit guter Energie - am besten von alten Korkeichen umgeben. Die Esel beobachten, ihnen nahe ein, Kräuter geben, mit ihnen schmusen. Einen Esel an der Leine haben, ihn grasen lassen und nicht gängeln.


    Den Esel verstehen und respektieren, ganz wichtig. Da haben die meisten Leute, reflexartig, Probleme. Sie wollen den Esel auch am Kopf streicheln, wenn er ihn wegdreht. Wenn man aber schnell die Hand wegzieht, wenn der Esel den Kopf wegdrehen will, erreicht man, dass man ihn doch streicheln darf.


    Wichtige Voraussetzungen, um Eseltherapie anbieten zu können, ist, seine Esel genau zu kennen, zu wissen, wann sie wie reagieren. Die Esel müssen Menschen gewöhnt sein und viele verschiedene Situationen erlebt haben. Ich war mit meinen Eseln Jahre 24 Stunden pro Tag zusammen, bin durch viele Städte und Dörfer, habe unzählige Leute getroffen. Ich habe viele Wanderungen mit Kunden gemacht, auch mit Kindern.


    Hufpflege und Korrektur:
    Das Wissen dazu habe ich mir aus einem Buch angeeignet. Der Hufschmied von Refugio del Burrito ist sehr zufrieden mit dem Ergebnis. In Fern-Zusammenarbeit mit ihm habe ich auch schwierige Fälle behandelt. Ich habe das selbst gelernt, weil ich dem Dorfschmied und allen Eseltreibern im Gebiet nicht traute.


    Bio-Lebensmittelproduktion:
    Als ich anfing, selber Olivenöl zu produzieren, wurde ich von überall ausgelacht, weil ich es auf meine Weise tat. Ergebnis: ich habe so viel Geld für meine Öle bekommen, dass Kunden von weither kamen und auf einmal viele andere mit mir zusammen arbeiten wollten. Kam aber nicht in die Tüte.
    Mit der Bienenhaltung genau das Selbe, top Honig und top Preise. Ich habe überwiegend Honig in Waben verkauft, das war der Renner."



    Mein Urlaubsbericht:


    ich kämpfe seit ich wieder zuhause bin, Bilder für dieses Thema klar zu machen. Ich erlebte eine üble Überraschung bei Amazon Cloud. Bisher konnten dort Fotos und Videos gratis eingestellt werden. Jetzt kostet es 70,- EUR im Jahr - oder man nimmt eine Prime-Mitgliedschaft für 49,99 EUR/Jahr.


    Ich nehme nun Google Drive. Jeder kann die freigegebenen Fotos ansehen, der den richtigen Link kennt, siehe jeweils am Ende der Tagesberichte.


    Hier der erste Bericht, so wie ich ihn von Portugal aus mit dem Handy versendet habe.



    Datum: 22.10.2016


    Hallo Ihr,


    diese meine Anreise übertraf alle bisher schlechten meines Lebens, sogar in der Summe. Dabei ging es doch so locker und entspannt am Samstag Nachmittag los.


    Der Flug ließ auch noch nichts Böses ahnen und selbst die Landung in Faro an der Südküste der Algarve, die anscheinend auf einem Feldweg stattfand, konnte meine positive Stimmung nicht nachhaltig trüben. Auch nicht, daß ich mit 14 kg Gewicht an mir dranhängend in Form einer vollgestopften Fototasche und einem 23 kg schweren Koffer - ok, ein Rollkoffer - 200 m vergeblich auf den Parkplatz raus lief, der übrigens 4x so groß wie das Flughafengebäude ist. Was aber keine Kunst ist, da ein Fußballfeld schon doppelt so groß ist wie dieses Bauwerk.


    Aber ich schweife ab. Dort draußen überkam mich ein deutliches Gefühl, daß hier etwas nicht stimmt und ich mir irgendwie sicher war, ich würde auf diese Weise niemals meinen Shuttle-Bus zur Autovermietung finden. Also nochmal den mit winziger Schrift ausgedruckten Schrieb zur Fahrzeugmietbestätigung studiert und tatsächlich, ich hatte mir doch nicht alles Relevante zum Treffpunkt gemerkt. Ich war so fixiert darauf, Meet&Greet oder Drive-on-Holidays zu finden und nachdem ich keinen Stand damit im Gebäude erspähen konnte, mußte es ja wohl draußen sein, also genauso wie auf Mallorca.


    Aber Pustekuchen, das hier ist Portugal und da ticken sie anders. Also wieder drinnen ging ich nochmal die Reihen der Schulter an Schulter stehenden Typen mit ihren auf Schildern handgemalten Namen, Reiseunternehmen und sonstigen Personensammler ab. Besonders Moderne hatten auch leuchtstarke Tablets. Als ich schließlich 80 davon gelesen hatte stand er da: Drive-on-Holidays.


    Ich sprach ihn an und er wollte meinen Voucher, den ausgedruckten DIN A4 Mietwagengutschein. Auf den sudelte er eine 5 und schickte mich auf den Parkplatz zum Abholpunkt des Shuttle-Busses. Weitere 300 m Wanderung erwarteten mich. Durchgeschwitzt stand ich dann dort, entledigte mich meiner Hardshell-Jacke und genoß den Sturm mit der schwülen 21°C warmen Luft. So weit, so gut.


    An dieser Stelle war ich noch stolz darauf, dieses Problem so souverän gelöst zu haben und die Stimmung erreichte einen neuen Höchstwert - nur um in Zeitlupe in den tiefsten Brunnen abzustürzen: Der verfl... Bus kam und kam nicht. Das an sich wäre nicht so stimmungstötend gewesen, jedoch kamen andere solcher Busse alle 10 Minuten, mindestens 4 verschiedene. Und ich war mittlerweile schon eine gute Stunde älter.


    Dann kam er - und ich durfte nicht mit!


    Denn ich hatte eine 5 auf dem Zettel und nur 1 bis 4 zählten zu den Auserwählten. Während wir auf den nächsten eine weitere Viertelstunde warteten, hörte ich vom Vater einer Familie die Frage, wie man denn so eine Zahl bekäme. Oh weh! Bloß, wie hatte er den so außerhalb gelegenen P4-Sammelpunkt überhaupt gefunden? Egal, ich klärte ihn auf, woraufhin er einen Laut tiefempfundener Begeisterung ausstieß, nochmal das gar nicht pittoreske Flughafengebäude aufsuchen zu dürfen.


    Ich kürze nun ab: Die Autovermietung erlaubte mir, die Kaution wegen vergessener Kreditkarte bar zu hinterlegen. Auch gut, kann ich schon 300 € weniger ausgeben.


    Dann fand ich trotz Schildern, aber wegen spinnendem Navi, einem Wolkenbruch, daß ich mich im Tiefsee-U-Boot wähnte, denn es war inzwischen stockfinster, die Scheißautobahn nicht. So schwomm und zockelte ich mit oft nur 50 über die Landstraße, verfuhr mich geschätzt 3 mal - so genau kann ich das nicht sagen, da ich mich von einem Verfahren nahtlos ins nächste stürzte. Zum Glück hatte ich ja nur gut 50 km vor mir, bis ich nach Norden Richtung Monchique abzweigen mußte.


    Doch schon nach 10 km fand ich ein Schild zur Autobahn. Dem folgte ich nun stur und hörte nicht mehr auf das besoffene Navi. Das zeitigte nach weiteren 2 Verfahrungen endlich Erfolg. Nun gings mit 120 über die Autobahn.


    Auf Anhieb erkannte ich die Abzweigung nach Monchique und nachdem ich zwei vollverschnarchte Touri-Mietwagen-PKWs überholt hatte, gings zügig den Berg rauf. Ich kam bald in mir schon gut bekannte Gefilde, denn ich hatte sämtliche Straßen in und um Monchique schon zuhause in Google Streetview abgefahren und mir in Google Earthview die nicht von Streetview gezeigten Straßenverläufe als Satellitenansicht eingeprägt.


    Was soll ich sagen, ich fand wiederum auf Anhieb mein Casa Jaede - nur um mich kurz vor dem Ziel nochmal zu verfahren, aber dafür konnte ich nun nix. Es gibt auf dem 7 Hektar großen Grundstück zwei Häuser und es war vorab nicht zu ermitteln, zu welchem ich mußte. Hätte ich die Ferienwohnung genommen, wäre ich richtig gewesen, als ich das Eingangstor mit den Namensschild passierte.


    Die Leute waren schon in Sorge, wo ich bliebe. Ich hatte 1:45 h Verspätung, bekam aber ein tolles frisch zubereitetes Abendessen und das Zimmer ist auch angenehm. Anbei ein Bild vom Haus mit 2 der 4 Hunden (der zweite versteckt sich hinter dem Geländewagen).


    Heute war ich den ganzen Tag bei Robert und seinen Eseln. Er lebt unter sehr einfachen Bedingungen ohne Bad und WC. Fürs Geschäft geht man mit Hacke in die Natur und vergräbt das Ergebnis. Ich hab das mitbekommen, denn ich hatte Durchfall.


    Doch die Esel waren dafür mehr als Ausgleich. Camaron der Hengst wurde vor 3 Jahren kastriert um Inzuchtnachwuchs zu vermeiden - aber da war er bereits 5 - viel zu alt dafür wie jeder Eselkenner weiß. Daß er nichts vergessen hatte, stellte er den Tag über mindestens 8 mal unter Beweis und wer weiß wie oft noch nachts, sehr zur Freude der beiden Eseldamen, die gerade in Hitze sind. Und das auch noch bevorzugt, wenn menschliche Zuschauer drumherum standen. Bei Robert fand nämlich ab spätem Nachmittag eine Party statt, bei der er Gönner finden und auch Nutzungsbefugnisse für weiteres Gelände und Gebäude des 12 Hektar großen Landgutes auftun wollte. Der Großteil davon ist allerdings voll mit Gestrüpp, gegen das die Maccia auf Korsika nur ein Moosteppich ist.


    Grüße,


    Eseltrekker


    Bild: Casa Jaede von außen, mein Mietwagen, Geländewagen der Inhaber
    https://drive.google.com/open?…c3CNGFSk9RlUCNKd5YmVcnw2g

    Eselwander-, Asino Mallorquina- und Asino de Miranda-Fan

    Edited 2 times, last by Eseltrekker ().

  • Das Foto ist klasse.

    Tiere jammern nicht wenn der Mensch fehler macht, sie danken es dir aber wenn du sie mit respekt behandelst.

  • Das klingt ja sehr abenteuerlich

    Gruß aus Alfter
    Es gibt Tage im Leben eines Mannes, da sollte er seinen Hut nehmen, sein Pferd satteln und der Sonne entgegen reiten.

  • Ich glaube es IST abenteuerlich. Robert ist ja schon lange auf der Suche nach dem richtigen Platz für sich u nd seine Esel. ich wünsche ihm sehr, dass er ihn dort gefunden hat. Grüß ihn bitte mal von mir, Eseltrekker!


    uta

    Think positive - aber verschont mich bitte mit "likes".

    Diese Art Punkte zu sammeln mag ich nicht, will ich nicht und brauch sie auch nicht. Danke.

  • Hallo,


    habe oben im Eingangsbeitrag noch etwas ergänzt unter Ziele sowie am Ende dort einen Absatz Presselinks angehängt mit einem Verweis. Und ein weiterer Tag dort:



    Datum: 25.10.2016


    Hallo,


    heute haben wir etwas auf dem Grundstück bei Robert aufgeräumt und Platz zum Parken von zwei Autos geschaffen, da nun vermehrt Besucher kommen und das Wenden am Ende der Zufahrt schwierig war. Jetzt kann man nach dem Umdrehen direkt nach dem Rangierplatz zwei Autos am Wegrand abstellen. Und dann gingen wir sechs Stunden auf Fresstour, Verzeihung, Eselfütterungsspaziergang. Dabei legten wir ungefähr 9 km zurück. Von den sechs Stunden regnete es fünf. Ha, dank High-Tech-Klamotten - ungefütterte Skihose, Hardshell-Goretex-Jacke und ebenso geschützte Wanderstiefel mußte das Wasser draußen bleiben. Die fünf Esel hatten keinen Regenschutz, aber das Füllen der Bäuche war viel wichtiger als alles Wasser von oben. Doch schließlich waren sie doch froh, als am Ende der trockene Stall wieder einlud.


    Viele Bilder konnte ich nicht machen, sonst wäre mir das Handy abgesoffen, guckt einfach in den Anhang.


    Und über Hunde habe ich auch was Neues gelernt: Es kommt nicht darauf an, daß der Hundekorb so groß ist wie der Hund, sondern nur, daß genügend davon vorhanden sind - siehe auch Anhang.


    Unterwegs hatten wir noch Spaß mit einem Schäferhund hinter einem Gittertor einer Villaeinfahrt. Erst blaffte er mich an, doch dann bekam er Stress, als der erste Esel um die Ecke bog. Als dann gleich danach der nächste erschien, herrschte volle Panik und er wich um 3 m zurück. Doch als er dann das ganze Ausmaß der Invasion erkannte und alle fünf "Riesenhunde" ihn nicht nur anstarrten, sondern auch auf das Tor zustürmten, ward er in Sekundenbruchteilen weder gesehen noch gehört. Robert drückte ob dieses Ergebnisses ein gewisses Maß an Genugtuung aus, da er schon öfters Probleme mit dummen aggressiven Hunden hatte. Ansonsten mag er aber alle Tiere, auch Hunde.


    Morgen und vielleicht teilweise am Mittwoch regnet es noch, mal sehen, was wir daraus machen. Roberts Esel jedenfalls sind toll und schon allein deshalb eine Reise wert.


    Inzwischen habe ich erfahren, es gibt außer der Frau weiter westlich Richtung Küste, die geführte Eselwanderungen anbietet und leider auch Bilder von Erwachsenen beim Eselreiten auf ihrer Homepage zeigt, noch weiter nördlich eine gut geführte Eselzucht. Und an der Algarve-Südküste ca. 10 km westlich Portimao und 3,5 km vom Meer entfernt in Porches existiert eine Esel-Auffangstation, vermutlich sowas wie auf Mallorca, aber genau weiß ich es noch nicht. Sie heißt Refugio Dos Burros, beherbergt aber nicht nur Esel. Ich hoffe, in kann nächstes Mal die aus dem Englischen übersetzte ausführliche Anfahrtsbeschreibung liefern und so es gibt auch deren Webseite.


    Grüße,
    Eseltrekker


    Bilder:
    Beim Eselwandern im Regen 1
    https://drive.google.com/open?…Iu3fAZfSmRI38sQ9-psVo5K8Q
    Beim Eselwandern im Regen 2
    https://drive.google.com/open?…dnSBP1TemXzbC8vyzH_eZuIZQ
    Eselwandern im Regen 3: Robert, Camaron und andere
    https://drive.google.com/open?…sV_rSarIh7Kl4tm9RkNMs5o3A
    Hund im Korb
    https://drive.google.com/open?…KXu3sCdS31i0eoLsvny5AbG2Q

    Eselwander-, Asino Mallorquina- und Asino de Miranda-Fan

    Edited once, last by Eseltrekker ().

  • Hallo,


    fast immer. Es kommen vereinzelt Leute, die wollen ausdrücklich nur einen Esel. Darauf läßt sich Robert möglichst nicht ein, es sei denn, er ist gerade am arbeiten. Wenn dagegen alle Esel dabei sind, sind alle auch gleich gefüttert, wenn die Tour zu Ende ist. Frei mitlaufend sind sie immer, wenn Robert mit dabei ist. Ansonsten geht's mit Halfter und Leine.


    Sorry, habe heute ein Express-Care-Paket zu Robert auf den Weg bringen müssen und hatte danach den ganzen Abend Gäste, so daß keine Zeit mehr für ein weiteres Kapitel der Tagesberichte blieb.


    Grüße,
    Eseltrecker

    Eselwander-, Asino Mallorquina- und Asino de Miranda-Fan

  • Hallo Eseltrekker
    Ich freue mich schon auf deine weiteren Berichte ,denn die kann man lesen wie ein spanendes Buch und bekommt dann Fernweh.zum Glück kann ich bei mir zu Hause ja auch mit meinen Tieren spazieren gehen ,aber frei können sie dann nicht laufen ,da für gibt es leider zu viele Strassen mit Verkehr.
    die Eseleule

  • Ich auch. Und ich freue mich, dass Robert offensichtlich "angekommen" ist - er hat so lange gesucht; wir haben das im alten Forum ja immer mal wieder mitbekommen. Hoffentlich kann er dort bleiben und sich eine "Exisenz" aufbauen, die für ihn und seine Esel passt.


    uta

    Think positive - aber verschont mich bitte mit "likes".

    Diese Art Punkte zu sammeln mag ich nicht, will ich nicht und brauch sie auch nicht. Danke.

  • Hallo,


    wegen des nassen Wetters entstand am selben Tag noch ein zweiter Bericht, hier ist er:


    Datum: Dienstag, 25.10.2016


    Hallo Ihr,


    ja, also das Wetter ist hier immer noch ziemlich düster. Entweder hängt das Wasser in der Luft – siehe Anhang – oder es fällt sturzbachartig runter. Zur Abwechslung auch mal beides gleichzeitig. Die Zufahrt zum Haus Casa Jaede wird immer schwieriger, da immer mehr ausgewaschen. Ich sollte vielleicht noch dazu erwähnen, daß mein Auto dabei bis zu mindestens 25% Steigung überwinden muß. Aber auch die Teersträßchen im Gebirge hier stehen dem nicht nach, über 20% kommen regelmäßig vor. Zu Robert geht's fast nur runter – sehr spannend bei nasser dreckiger Straße und Sichtweiten im Nebel von maximal 30 Metern. Dann noch die Schlaglöcher, die bei mehr als 20 km/h das Auto totalvernichten können.


    A propos Auto: Obwohl erst 8600 km drauf, geht schon die Bordsteckdose nicht mehr – keine Lademöglichkeit für mein Navi! Zum Glück habe ich einen zweiten Akku dabei und ein Ladegerät für die Steckdose.


    Heute war ich mit Luc auf geheimer Einkaufsfahrt, Freya seine Frau durfte davon nichts mitbekommen. Die beiden sind ja die Eigentümer des Casa Jaede. Luc hat offenbar aus meinen Schilderungen über die Lebensumstände von Robert und seinen Eseln die Konsequenz gezogen, selbst mal helfend einzugreifen. Erschwerend kommt vermutlich hinzu, daß er ein verkappter Eselfan ist. Erstens wollte er wissen, ob ich glaube, daß es mit seinen Hunden zusammen gut gehen kann, wenn er hier ein paar Esel hielte. Zweitens, drittens und viertens weiß er von einer Esel-Auffangstation an der Südküste, einer Eselzucht weiter weg im Nordwesten von hier und von der schon erwähnte eselvermietenden Frau westlich, die die Sondererlaubnis fürs Eselwandern im Naturschutzgebiet an der Küste hat.


    Wir kauften in der landwirtschaftlichen Kooperative von Monchique zwei 30 kg Säcke Pferde-Kraftfutter, ein Paar kräftige Arbeitshandschuhe und eine gute stabile knallorangene Schubkarre. Robert wußte nicht wie ihm geschah bei all den Geschenken. Was er jetzt noch bräuchte, ist eine kräftige Motorsense und leihweise erst mal für einen Tag einen großen Profihäxler. Letzteres um aus all den herumliegenden Ästen Holzschnitzel als trockenen Untergrund für die von Huffäule bedrohten Esel herstellen zu können, siehe Anhang.


    Morgen bin ich wahrscheinlich nochmal längers bei Robert, diesmal jedoch in kurzen Hosen, da bis zu 26°C möglich sind. Und weil alles so naß ist, wird's sicher richtig schwül. Heute hatten wir 19°C Treibhausklima. Am Donnerstag ist dann endlich Küste angesagt.


    Grüße,
    Eseltrekker


    Bilder:
    Casa Jaedes Hunde im Nebel 1
    https://drive.google.com/open?…iXjVGieBfloAH6aCAw_pFpD7Q
    Casa Jaedes Hunde im Nebel 2
    https://drive.google.com/open?…NLxM9iCAA2Xrv3jOdHbqLZACg
    Happy Donkeys vor dem Stall 1
    https://drive.google.com/open?…pb3-a7j-uZmtBH_30_dgKUxDw
    Happy Donkeys vor dem Stall 2
    https://drive.google.com/open?…iRoLaF0YJVPQT9M9nXH43_ctg

    Eselwander-, Asino Mallorquina- und Asino de Miranda-Fan

    Edited once, last by Eseltrekker ().

  • Da schliesse ich mich an.


    LG Petra

    Tiere jammern nicht wenn der Mensch fehler macht, sie danken es dir aber wenn du sie mit respekt behandelst.

  • Hallo,


    gerne, ist ja kein großer Aufwand. Ich habe noch einen Bericht vom nächsten Tag fertig:



    Datum: Mittwoch, 26.10.2016


    Hallo Ihr,


    heute Morgen sammelte ich auf dem Casa Jaede-Gelände einen Sack voll Äpfel für die Esel, doch wie sich herausstellte, ißt die Robert genauso gerne. Er ernährt sich zwangsläufig vegan, weil er aus Kosten- und Mobilitätsgründen kaum an Fleisch- Eier-, Milch- und Wurstprodukte kommt. Außerdem hat er weder Kühlschrank noch Kochstelle, die kommt erst demnächst von einem Freund und dann schafft er eine richtige Gasflasche an. Er kann schon was kochen, auf einem Kartuschen-Campingkocher halt. Im Moment säht er ums Haus herum auf durch ihn freigeräumten Terassenfeldern allerlei Sachen.


    Es gibt hier übrigens eine Verordnung, daß man sein Grundstück ordentlich halten muß, andernfalls drohen drakonische Strafen. Ich vermute, das gilt für landwirtschaftlich genutzte Flächen. Eigentlich müßten die Besitzer des Anwesens schon längst zur Kasse gebeten worden sein, denn dort ist alles verwildert. Daher hofft Robert, daß ihm der Besitzer des Teils in dem er gerade wohnt, eine Motorsense sowie eine Motorhacke zur Verfügung stellt, anders ist dem Dickicht nicht mit übersehbarem Aufwand beizukommen. Überall sind Brombeerranken reinverwoben.


    Heute gingen wir bei sonnigen schwülen 24°C die Touri-Tagestour, die Robert auf seiner Homepage des Project Sanctuary Happy Donkeys anbietet. Dabei legten wir ungefähr 9 km und 500 Höhenmeter in sechs Stunden zurück. Für die Esel gabs auf der Tour unter anderem Karuben (Schotenfrüchte des Johannisbrotbaums), Chinaschilf (fälschlich Elefantengras genannt) und allerlei frisch sprießendes Grün.


    Meine Unterkunft liegt am 730 m hohen Bergchen Picota auf 670 m. Anbei ein Bild mit Blick aus dem Zimmer und ein zweites mit Blick aus dem Bad - und natürlich eines von der Tour, auf dem die Esel Erdbeerbäume abernten und auch runtergefallene Früchte fressen. Aus den Früchten wird der berühmte Medronho (sprich: Medronje)-Schnaps hergestellt und die Blüten liefern einen ziemlich bitteren Honig.


    Morgen kann wie angekündigt der Entdeckungstrip an Küste und Strand erfolgen. Muß nur zuerst den halbvollen Tank meines weißen Ford Fiesta Mietwagens mit Diesel zu ca. 1,53 € den Liter auffüllen.



    Grüße,
    Eseltrekker


    Bilder:
    Blick aus der Balkontür meines Zimmers
    https://drive.google.com/open?…47lqj9swvVDJUJverCGCLLiYQ
    Blick aus meinem Bad auf den solarbeheizten Whirlpool
    https://drive.google.com/open?…L-grHBYNk0StmNIQAY0r5VmzQ
    Roberts Esel helfen bei der Erdbeerbaumernte
    https://drive.google.com/open?…QmxHMjdUTTZTfbglOPzIqMwZg

    Eselwander-, Asino Mallorquina- und Asino de Miranda-Fan

  • Ein traumhafter Ausblick. Ich wußte gar nicht das es Erdbeerbäume gibt, ich kenne nur Sträucher. Hm gibt es solche Bäume auch in Deutschland? Man sieht das es den Eseln schmeckt, ich bewundere das die Esel so frei herum laufen und auch zusammen bleiben. Sage mal toben sie auch mal rum bei euren Wanderungen? Wie alt sind die Esel (oder habe ich es mal wieder überlesen)?


    LG Petra

    Tiere jammern nicht wenn der Mensch fehler macht, sie danken es dir aber wenn du sie mit respekt behandelst.

  • Trotz Nebel, wunderschöne Bilder.

    Gruß aus Alfter
    Es gibt Tage im Leben eines Mannes, da sollte er seinen Hut nehmen, sein Pferd satteln und der Sonne entgegen reiten.

  • Hallo,


    erst mal danke für Lob und Kommentare. Alle Fotos hier sind vom Smart Phone, aber Nachbearbeiten.


    Zu den Fragen:


    Erdbeerbaum: siehe Wikipedia. Er trägt Früchte, die entfernt Erdbeeren ähnlich sehen, aber schon anders schmecken. Ich glaube, für Esel reicht es, daß sie süß sind, um sie zu mögen. Der Baum ist wohl nicht winterfest. Bei Robert gibt's davon zig tausend und angeblich gehört jeder jemandem. Aber die, die mitten im undurchdringlichen Dickicht stehen, wird vermutlich niemand abernten. Dumm nur, daß sich die Esel auch nur die leicht zugänglichen an den Wegen vornehmen. Robert weiß, daß er hier sehr aufpassen muß, um es sich nicht mit der ortsansässigen Bevölkerung zu verderben.


    Die Esel sehen sich als Herde und bleiben deshalb zusammen. Aber derjenige, der etwas Gutes erspäht wird kurzzeitig zum Führer, läuft hin und alle folgen.


    Robert nutzt dies, indem er einen der beiden höchstrangigen Hauptesel immer bei sich behält, dann rennen die anderen nicht total weg, kommen sogar zurück, vor allem, wenn er einen Teil der Gruppe bei sich behält. Außerdem hören die meisten sehr gut auf ein scharfes Kommando und bleiben selbst beim Rennen fast auf einen Schlag wie angewurzelt stehen und wagen sich erst dann wieder zu bewegen, wenn ein weiteres Kommando kommt - sehr eindrucksvoll!


    Wenn Kinder reiten, wird derjenige Esel mit Halfter und Leine geführt.


    Das Alter der Esel kenne ich nicht genau, muß ich nachfragen.


    Grüße,
    Eseltrecker

    Eselwander-, Asino Mallorquina- und Asino de Miranda-Fan