Robert Nestmanns Project Sanctuary Happy Donkeys

  • Hallo,


    hier nun ein Bericht der dramatischen Ereignisse. Vorab ein Link zu einem Artikel der Online-Zeitung Algarve-Entdecker. Ein Redakteur ist am Morgen nach dem Feuer bei Robert bei ihm vorbei gefahren und hat ein aufschlußreicheres Bild gemacht:


    https://www.algarve-entdecker.…-von-waldbrand-umzingelt/

    bzw. hier der Direkt-Link zur großen Version des Bildes:

    https://www.algarve-entdecker.…hans-joachim-allgaier.jpg


    Auf Facebook hat er heute weitere Bilder hochgeladen, unter anderem eines, das die spärlichen Überreste der tollen Wasserschläuche zeigt. Was war das für ein Aufwand, die zu besorgen, versenden, in Empfang zu nehmen und zu verlegen. Darum hatte er auch geschrieben, daß Bewässerung momentan nicht möglich sei. Er hat nur Eimer, Wasser ist da, die Esel bekommen natürlich welches.


    Und nun O-Ton Robert, was sich abgespielt hat am Abend des 5.8.:


    "Hallo,

    Dein Regner hat mein Haus gerettet. Bin vorher noch schnell zum Tank oben gerannt, Filter gesäubert, Regner aufgestellt und dann wurde es allerhöchste Zeit zu fliehen. ich denke eine Halbe Stunde später ist alles bis auf das beregnete Haus abgebrannt.

    Auch das frische Stroh im Wert von 540€.

    Aber ich bin ok. nehme es gelassen. ... Voll der Stress hier mit Anfragen usw., Wahnsinn."



    Er hatte auf Facebook ja geschrieben, daß er nun mit seinen Eseln in Caldas de Monchique sei und ein paar Bilder dazu gepostet. Ich hatte ihm dann am 6,8 geschrieben, gut daß er da wieder weg sei - offensichtlich, da er zwischenzeitlich Bilder der Zerstörung gepostet hat - denn die portugisischen Medien meldeten überall in Caldas de Monchique würde es brennen. Das war, wie sich herausgestellt hat, übertrieben, der kleine Thermalquellen-Ort war nur fast rundum eingekesselt von Brandherden. Aber die Feuerwehr ließ die Flammen nicht bis in den Ort vordringen, doch auf Kosten von einigen Aussiedlerhäusern.


    "Tja, ich bin halt schlau... . Alle sagten, es sei in Caldas der sicherste Ort. Ich bin schon um 4 Uhr morgens wieder los. Und du kannst dir gar nicht vorstellen, was die Leut für ein Trara machten und mich nicht gehen lassen wollten.

    Auch die vielen Angebote, meine Esel im Stich zu lassen und feige sich zu verpissen. Nicht mit mir.

    Jetzt bei happy donkeys. Alles im Popo. Glück, mein Wohnhaus ist noch ok. Aber alles andere weg. Werde in ein zwei drei Tagen weg gehen. Bin das noch am klären.

    Jetzt totaler Stress mit allen Messages auf Facebook. Bin stundenlang online.

    Das mieseste von allemn, neben allen Maschinen, die du gespendet hast, außer FSl sind auch alle Pack- und Reit-Sättel verbrannt, Das Weidezaungerät mit großem Akku, das Solarpanel dafür, frisches Stroh im Werte von 540 €, einiges Werkzeug usw. Ui, auch die tollen Schläuche, alles hinüber. Gästehaus ebenfalls.


    Alles Gute,

    Robert"


    Wie man auf obigem Foto sieht, die gute Leiter hat überlebt und ein Teil der begrünten Terrassen. Ich denke, FSI steht für den Freischneider von Stihl.


    Roberts spektakuläre Fluchtaktion zu Fuß mit fünf Eseln hat es sogar in zwei portugiesische Zeitungen mit einem ausführlichem Bericht zu seinem Werdegang geschafft.

    Robert will also von dort weg und plant einen Neuanfang an einem Ort, wo er dann bleiben kann. Zunächst mal geht es Richtung Küste. Die Westküste ist ja über hunderte Kilometer Naturschutzgebiet, sehr schöne absolut saubere Strände. Nicht, weil sie jemand reinigt, sondern wegen günstiger Strömungen. Kein Öl, kein Kunstoff, keine Algen, Tang oder sonstiges biologisches Material auf dem Sand. Nur auf den Felsen wächst etwas.

    An Transportangeboten mangelt es Robert nicht. Aber er wird vermutlich erst mal kein Geld verdienen können und von den geringen Ersparnissen leben müssen oder sich etwas leihen. Neben Lebensmittel wird er auch einige Dinge wieder ersetzen müssen, spätestens dann, wenn er den dauerhaften Ort zum Bleiben gefunden hat.


    Wie es der Zufall will, ich bin Ende September für eine gute Woche bei ihm. Da werden wir Einiges organisieren und transportieren.


    Casa Jaede, bei der Unterkunft war ich vor zwei Jahren beim ersten Besuch bei Robert, als er noch kein benutzbares Gästehaus hatte, ist auch abgebrannt bzw. stark beschädigt. Es wird von einem belgischen Ehepaar betrieben. Ebenso eine gleiche Gästeunterkunft wenige Kilometer entfernt, auch von einem belgischen Ehepaar. Und das große Yoga-Ressort nahe Robert namens Karuna hat es auch erwischt. Und noch eine ganze Menge der verstreuten Häuser mehr an den Hängen des Picota. Es gibt noch keine offizielle Zählung.


    Aber ein paar Zahlen hätte ich noch zum Feuer: Gestern wurden 16.500 verbrannte Hektar gemeldet, heute bereits 21.300 Hektar - seit Freitag und nur dieses Feuer. Es gibt noch mehr Feuer in Portugal. Letztes Jahr brannten insgesamt 50.000 Hektar im Land.


    Momentan ist das Feuer an mehreren Fronten außer Kontrolle: Es steht im Osten vor Silves, einer etwas größeren Stadt als Monchique und vor Portimao im Süden, einer Stadt in der Größe Stuttgarts. 1400 Feuerbekämpfer sind aktiv, rund 340 Fahrzeuge und 34 Fluggeräte. Aber die starken Winde fachen immer wieder neue Brandherde an. Wenn Eukalyptus brennt, lösen sich brennende Rindenteile und fliegen brennend hunderte Meter. Deshalb helfen Schneisen kaum. Brennt das Laub am Boden, geht es nie von selbst aus, es produziert etwa 30 cm hohe Flammen.



    Grüße,

    Eseltrekker

    Eselwander-, Asino Mallorquina- und Asino de Miranda-Fan

  • danke für deinen bericht.;(

    liebe grüße magda

    ___________________________________________________________________________
    "es gibt nur eine kette, die uns gefesselt hält. und das ist die liebe zum leben."
    (seneca, epistulae moralis)

  • Hallo,


    die Dramatik bei Robert hat einen neuen Höhepunkt erfahren. Auf https://bombeiros24.pt erschien folgende Meldung:


    https://bombeiros24.pt/militar…no-incendio-em-monchique/


    Und hier die Google-Übersetzung, von mir teilweise etwas verbessert zwecks Verständnisses und an einigen Stellen ergänzende Erklärungen, meist in Klammern oder nicht-kursiv:



    Aggressives GNR-Militär dringt in Haus des Mannes ein, der Esel vor dem Feuer in Monchique rettete

    VERÖFFENTLICHT 10/08/2018



    Der Moment der Invasion wurde während eines direkten Skype-Interviews auf Facebook aufgezeichnet.


    Die Flammen des Monchique-Feuers ließen einen Teil von Roberts Haus in Asche zurück, zusammen mit der Esel-Zuflucht, das er hatte. Robert gab seine Tiere nicht auf und rettete das Leben seiner fünf Esel, die er aus dem Feuer nahm, das näher kam. Die Geschichte von Robert und seinen Eseln erwies sich in sozialen Netzwerken als viral.


    Gestern, am 9. August, wurde Robert eingeladen, einer Facebook-Seite auf der Seite "Ich möchte emigrieren" beizutreten, um seine Lebensgeschichte zu erzählen und über sein Projekt zu sprechen, das als "Sanctuary Happy Donkeys" bekannt ist. Während des direkten Interviews griff eine Gruppe von Soldaten der GNR ohne Genehmigung und ohne Identifizierung in sein Privateigentum ein.


    Wie Sie auf den Bildern sehen können, die aufgezeichnet wurden, war das Militär sehr unpraktisch und aggressiv mit Robert, um ihn schlecht behandeln zu können. Die Invasion folgte einer anonymen Denunzierung, die besagte, dass Robert Cannabispflanzen in seinem Besitz hatte, Pflanzen, die bei der Durchsuchung des Militärs nicht gefunden wurden.


    Alfredo Rodrigues (Facebook: Queromigrarhoje), ehemaliger Kommandant der portugiesischen Marine, Besitzer der Facebook-Seite "Ich möchte auswandern", fragte Robert während des Interviews, um zu schießen, was das GNR-Militär tat, da es nicht möglich war, sie durch die Kamera am Computer zu sehen. Robert nahm sein Handy und zeichnete die folgenden Bilder auf:


    Das extrem aggressive GNR-Militär fiel in die Zuflucht der Esel ein, das durch das Feuer zerstört wurde, fast so, dass sie Robert angriffen und versuchten, ihn zu überfahren. Das Militär weigerte sich, ihre Identifikation zu zeigen.


    Bilder zum Zeitpunkt, als das GNR-Militär in Roberts Haus eindrang, können Sie im folgenden Post im Video ab 5:40 sehen:


    https://www.facebook.com/quero…/videos/2142376292676790/


    Das GNR-Militär verließ schließlich das Gebiet, ohne identifiziert zu werden.



    Textinhalt der Facebook-Seite von Queromigrar, mit dem obigen eineinhalbstündigen Interview mit Robert:


    Der Verantwortliche für die Zuflucht der Tiere, die im Feuer von Monchique zerstört wurde, bittet um Hilfe durch Queromigrar. Lasst uns die Geschichte kennenlernen und dem Mann helfen:

    Robert Fritz Helmut Nestmann

    (dann seine portugiesische Kontoverbindung)


    Zusätzliche Anmerkung:

    Während ich diesen Deutschen interviewte, der ein Zufluchtstätte für Esel in den Bergen von Monchique hatte, erschienen militärische aggressiver GNR, die sich nicht versuchten zu identifizieren und wollten sogar den Mann überfahren, der ein Video zu machte, um zu zeigen, was sie taten.

    Sie suchten bei dem Deutschen angeblich nach CANNABIS !!!!!!

    Sie kamen ohne Genehmigung in sein Haus, als ob wir in einem diktatorischen Land lebten!

    Am Ende, ohne etwas gesagt zu haben, verließen sie das Eigentum, wie sie hereingekommen waren: kurzerhand!"


    Roberts Aufzeichnung der Abfahrt des GNR:


    https://youtu.be/EhmItk_aKmI



    Bilanz der Facebookseite:


    26.045 Aufrufe

    Gefällt 184 Mal 321 Kommentare 284 Mal geteilt



    Kommentare, zum Beispiel:

    "Das Wichtigste ist Cannabis, nicht die Rettung und Schutz der Tiere! Bestien! Verhältnisse wie in Venezuela!"

    "Entschuldigung Robert, im Namen meines Landes."

    "Großartiger Mann, ich denke du hast das beste Land der Welt zum Leben ausgewählt. Stärke und Mut für Dein Projekt."

    "Hahahahaha der Klingelton, top" (Während des Interviews klingelte das Telefon: I-aaaah)

    "Das Image dieser Polizisten ist die Schande unseres Landes!"

    "So viele Menschen, die Hilfe brauchen und die GNR geht gegen sie vor!"

    "Eine Hausdurchsuchung ohne Mandat, Schande"


    Am nächsten Tag gab Robert noch dem portugiesischen TV-Sender TVi24 ein kurzes Interview bei ihm zu Hause zum Feuer:


    http://www.tvi24.iol.pt/videos…/5b6c9c200cf282952f038c74


    Was auch verbrannte, ist die tolle Bremsenfalle, Ball, Aufhängung und Netz sind weg, Sammelbehälter ist beschädigt. Vielleicht gibt es Ersatzteile.


    Was in diesen Tagen auch übel ist, zig Nachrichtenagenturen klauen Roberts Fotos der Zerstörungen, aber das wird noch ein Nachspiel haben. Er ist im Prinzip der Einzige derzeit, egal, ob Privatbesitz oder gewerblicher betroffen ist, der solche Bilder veröffentlicht. Alle anderen kommen nur von den Nachrichtenagenturen. Das heißt, Robert hat exklusives Material.


    Mich hat noch eine E-Mail mit Bildern erreicht: Das große millionenschwere Yoga-Zentrum Karuna, ungefähr einen Kilometer von Robert entfernt, ist nahezu total zerstört. Dort war sehr viel mit Holz gebaut worden.


    Grüße,


    Eseltrekker

    Eselwander-, Asino Mallorquina- und Asino de Miranda-Fan

  • Hallo,


    hier zwei weitere Videos. Zuerst das, in dem Robert zu dem Polizeieinsatz interviewt wird:


    https://sicnoticias.sapo.pt/pais/2018-08-10-GNR-procura-canabis-em-quinta-de-alemao-afetada-pelo-fogo-em-Monchique


    Die Polizei hat an anderer Stelle mittlerweile den Einsatz bestätigt, verleugnet aber Gewaltanwendung und auf das Eindringen ohne Durchsuchungsbefehl ins Haus, zum Beispiel den Dachboden, geht sie gar nicht ein.


    Und hier der Link zum Video von der Drohne, die seine Esel belästigte. Robert hat versucht, den Drohnenflieger zu verscheuchen, da das Fluggerät die Esel ängstigte. Er wollte sich den Steuermann im Auto auf der Straße schnappen, nicht um ihn anzugehen, sondern, um die Bilder zu bekommen. Aber der Fahrer fuhr rasch weiter. Die größte Annäherung wurde offenbar rausgeschnitten, vermutlich, weil Robert darauf zu erkennen war. Das Anwesen ist zu sehen von 0:55 bis 1:05, also zehn Sekunden:


    https://sicnoticias.sapo.pt/pais/2018-08-10-Os-numeros-da-destruicao-do-incendio-em-Monchique


    Sein Besitz ist inzwischen in Monchique sicher untergebracht. Die wichtigsten Sachen nimmt er morgen mit zur temporären Unterkunft. Die Esel werden offenbar per Transporter hingebracht. Damit wird vermieden, etwa 15 km durch verbranntes Gebiet zu wandern. Insgesamt sind es etwa 40 km bis Vinha Velha bei Barão de São João:


    https://www.vinhavelha.com


    Grüße,

    Eseltrekker

    Eselwander-, Asino Mallorquina- und Asino de Miranda-Fan

  • danke für deinen bericht und die verlinkten videos.

    wie robert sagte, ist es unglaublich das militär derzeit in solche aktionen zu schicken, anstatt der bevölkerung zu helfen!

    liebe grüße magda

    ___________________________________________________________________________
    "es gibt nur eine kette, die uns gefesselt hält. und das ist die liebe zum leben."
    (seneca, epistulae moralis)

  • Hallo,


    hier eine kurze Zusammenfassung der weiteren Ereignisse:


    Roberts erster Eindruck von seiner Zuflucht, der Riesen-Ökofarm Vinha Velha, war nicht gut. Er sei sehr unglücklich dort. Doch zum Glück trog auch hier der erste Eindruck und es ließ sich was draus machen. Im Einzelnen, da er so lärmempfindlich ist, waren die 24 Windkraftanlagen an den Außengrenzen der Quinta, manche deutlich weniger als einen Kilometer entfernt, ein Schock. Diesen Umstand kannte er nicht im Voraus.


    Ergebnis war, er konnte sich nicht überwinden, das große Zelt aufzustellen, weil das ja praktisch das Hierbleiben bestätigt hätte. So schlief er in einem Minizelt, wurde nachts wegen Nahrungsmitteln im Zelt von Ameisen belästigt und für seine Esel sei der Platz auch problematisch, weil sie die Bäume auf der Weide anknabbern würden. Dadurch müßten sie auf einem kleinen Areal sein und das mache sie unglücklich und dies wiederum Robert.


    Daher seine Aussage "Also wie gesagt, ich weiß nicht, wo ich in zwei Wochen sein werde, hoffentlich nicht hier."


    Doch auf den zweiten Blick ergab sich, es fand sich ein Platz, wo die Windräder nicht so laut zu hören waren. Die Esel sind nun doch gut untergebracht. Robert unternahm in der Anfangszeit große Touren auf dem Gelände und darüber hinaus. Einerseits, um seinen Eseln Abwechslung zu verschaffen, andererseits um sich nach einem neuen Quartier umzusehen.


    Nun, wenige Tage später, hatte sich vieles arrangiert:


    "Ich bekomme Gemüse von Vinha Velha, Habe noch viel Reis und anderes Getreide und bereite es in der Außenküche selber zu. Ich habe nun das goße Zelt aufgebaut, welches super ist, habe meine Solaranlage daneben und alles ist soweit ok. Kann auch duschen.

    Die Koch- und Duschmöglichkeit dort ist für Gäste der Farm, die dort z.B. mit Zelt oder Wohnmobil hingehen oder in dem umgebauten mietbaren Bauwagen unterkommen.

    "Die Esel sind nun mit den Kälbern zusammen, sie gewöhnen sich langsam aneinander. Esel sind ängstlich. Esel haben gutes Futter, viel mehr Auslauf und es geht ihnen viel besser als auf dem Picota. Darum bin ich echt froh."


    Damit hatte Robert nun auch Energie und Entlastung gewonnen, sich nach einer neuen Bleibe umsehen zu können. Mittels geliehenem Mofa legte er so einige Kilometer zurück und fand sieben interessante Plätze, von denen momentan noch einer als Kandidat übrig blieb. Ein zweiter, eigentlich ideal gelegen, mit Gebäuden, Ställen, Weiden war leider an eine Gruppe Aussteiger, Robert sagte Punks, für 90,- € im Monat vermietet. Das wäre dort toll gewesen, der Preis ist geradezu lächerlich. Aber mal sehen, was sich ergibt.


    Hier ein Beispiel einer Erkundung zu Fuß:


    "Gestern gegen mittag bin ich mit den Eseln los, Richtung Pedralva, weg von den Windrädern. Dabei durch ein Schluchtensystem mit reicher Vegetation gelaufen. Sehr gute Luft, Ruhe, toll. Bei Punks oberhalb von Pedralva herzlich aufgenommen worden und bei ihnen übernachtet. Wow, die Leute haben echt was Tolles auf die Beine gestellt. Tolle Energie, alle im Frieden. Selbst die Schweine, Hühner, alle kamen um gestreichelt zu werden. Esel und Pferde auch, ganz toll. Dann erst heute Mittag wieder zurück gekommen."


    Ich weiß nicht, ob das die gleichen Punks waren. Es gibt in der Region viele Aussteiger, die sich dort einen Platz gesucht haben, um nahe an der Küste zu sein, um jederzeit Surfen zu können. Es gibt alle Abstufungen. Manche bieten Unterkunft an, manche haben sogar große Quintas für viele Gäste aufgezogen.


    Zum weiteren Verlauf schrieb Robert nun:


    "Heute über meine Situation in Vinha Velha verhandelt. Einen Monat habe ich ja frei. Danach möchten sie gerne 150€ pro Monat in Geld oder Arbeitsleistung. Zeit zum Arbeiten habe ich nur für mich, habe mehr als genug zu tun."


    Ist natürlich die Frage, wieviel Arbeitsleistung sie wollen. Aber das Thema bringt mich zum Spendenaufruf hier in diesem Thread vom 6.8.2018 für Roberts Wiederaufbauhilfe. Leider hat sich nur eine Person genügend angesprochen gefühlt, zu helfen, meinen Beitrag nicht mitgerechnet, der auf anderer Ebene stattfindet. Das finde ich, ist eine magere Bilanz unter Gleichgesinnten.


    Grüße,

    Eseltrekker

    Eselwander-, Asino Mallorquina- und Asino de Miranda-Fan

  • Eseltrekker die magere Bilanz kommt evt. Daher weil einige die Beleidigungen von Robert zu uns eselhalter in Deutschland z.b. nicht vergessen können.

    Ich weiß nicht ob dass alles beim löschen ( hier wurde Mal einiges gelöscht weil eine Diskussion über Versicherung und "Esel bespaßen/beschäftigen" außer Ruder lief)

    noch für die Neulinge erkennbar ist.


    Ich hatte auch einigentlich geschrieben dass ich hierzu nichts/oder kaum noch was sage. Die Anspielung von dir oben wollte ich aber nicht auf mir ruhen lassen. Zumal sich evt. Die später dazu gekommen hier im Forum sich wundern warum eine magere Bilanz ist.


    Gruß moni

  • Ich schließe mich Moni an. Robert hat die Eselhalter im Forum in seinen letzten postings massiv beschimpft und ihre Eselhaltung pauschal verunglimpft. Die Beleidungen waren "nicht ohne" und sind zwei Tage später dann von ihm ja wie alle anderen Texte auch komplett gelöscht worden. Er hatte sehr deutlich zum Ausdruck gebracht, dass er "mit solchen Menschen" nichts mehr zu tun haben möchte.


    Ich kann es mir kaum vorstellen, dass er nach diesen verbalen Fußtritten von " solchen Menschen" überhaupt etwas annehmen möchte; das passt ja nicht zu seiner überheblichen Ethik.


    Meine Empfehlung wäre: Job suchen. Machen andere Menschen auch.


    Dies war ein statement, KEINE Diskussionsgrundlage mit wem auch immer.


    uta

    Think positive -

  • Hallo,


    soweit ich mich erinnere, hatten beide Seiten recht ausgeglichen ausgeteilt. Während Robert gegen Ende um Deeskalation bemüht war, zog es die Gegenseite vor, eingeschnappt und nachtragend zu bleiben. Das ist ok, sei jedem unbenommen. Was mich dabei aber verwundert hatte war, während es allgemein anerkannt ist, daß Leute unter Drogeneinfluß sowie mit psychischen Problemen vermindert schuldfähig sind, hat es für einige hier offenbar keine Rolle gespielt, daß Robert während den heftigen Diskussionen unter starken Depressionen litt. Statt dessen wurde jedes Wort auf die Goldwaage gelegt. Manche haben es anscheinend bis heute nicht verstanden. Der größte Teil der Diskussion wurde nicht von Robert, sondern von der Forumsleitung gelöscht.


    Sorry, das funktioniert nicht, wenn jemand solche Probleme hat, da muß man auf Durchzug schalten und die eigentliche Aussage hinter den Worten erkennen. Wenn man mit sowas keine Übung hat, ist das schwierig, ohne Frage. Aber man kann dazu lernen, wenn man es will. Es gab damals in privaten Nachrichten an mich mehr Leute, die Robert verstanden, als die Anzahl derer, die öffentlich gegen ihn schrieben. Das ließ hoffen.


    In der nahezu berichtslosen Zeit seit Anfang des Jahres bis vor dem Feuer gab es öfters problematische Depressionsphasen bei ihm, wenn mal wieder zu viel schief ging. Robert hat sich dann an seinen Eseln wieder aufgerichtet. Das ist auch der Grund, weshalb er heute an der Algarve und darüber hinaus in den sozialen Medien als Held gilt, der sein Leben riskierte, seine Esel vor dem Feuer zu retten. Ein Portugiese drückte es so aus: "Es mußte erst ein Deutscher kommen, um uns Portugiesen zu zeigen, wie wir mit unserem Nationaltier umgehen sollten."


    Jemandem, der gerade seine komplette Existenzgrundlage durch eine Naturkatastrophe verloren hat, zu sagen, er solle sich nach einem Job umsehen statt nach Spenden, ist nicht hilfreich. Es ist zynisch und menschenverachtend. Es geht nicht darum, von Spenden zu leben, sondern einen Neuanfang zu schaffen.


    Damit hier kein falscher Eindruck stehen bleibt, Robert ist seit vielen Jahren selbständig und Arbeit ist ihm nicht unbekannt. Sein Arbeitstag hatte vor dem Waldbrand 14 bis 16 Stunden sieben Tage die Woche. Und auch jetzt ist es ähnlich, die Suche nach einem neuen Platz ist extrem aufwendig, es gibt nach wie vor viel zu organisieren und die Zahl der Kontakte, die er nun zusätzlich pflegen muß, ist geradezu explodiert. Übrigens die Preise für unversehrte Grundstücke in weitem Umkreis seit dem Feuer auch.


    Gruß,

    Eseltrekker

    Eselwander-, Asino Mallorquina- und Asino de Miranda-Fan

  • Auch ich wollte hier nicht mehr Antworten, wo sind denn die Leute die dich damals angeschrieben haben? Haben sie gespendet? Nein! Jeder von uns braucht sein Geld auch für die Tiere, denken manche weil wir in Deutschland leben, leben wir im überfluß? Ich kenne keinen, jeder ist zufrieden (mit viel arbeit) wenn er überlebt. Wenn es dir so gut geht dann freue ich mich für dich das du es anders machen kannst. Ich meine dich jetzt und nicht Robert, du verurteilst Menschen die du nicht kennst. Weist du was andere hier durch gemacht haben an Krankheiten? Nicht jeder jammert hier ( Robert hat auch nicht gejammert), denke mal darüber nach. Deine Argumente sind einfach lächerlich und auch nichtssagend. Weiter möchte ich dazu nichts sagen, nur soviel behalte deine Finger mit Krankheit lieber bei dir .

    Tiere jammern nicht wenn der Mensch fehler macht, sie danken es dir aber wenn du sie mit respekt behandelst.

  • Hallo eseltrekker.


    Angefangen hat es mit einer normalen einfachen Frage. Ob die Tiere versichert sind. Es wurde erst wenn ich mich dran erinnern kann nicht beantwortet später soweit ich es in Erinnerung habe verneint.

    ( Weil er kein Geld nimmt oder so ähnlich) weiß es nicht mehr so genau, ist ja auch egal.

    Erst da kam dann raus dass er burn Out hat oder hatte. Kann man nicht wissen sonst.

    Ich arbeite auch sehr viel auch am Wochenende, um unter anderem den Esel ein angenehmes leben zu bieten.( Andere selbständige und angestellte bestimmt auch. )

    Wir waren alle nach der Löschung hier in dem Thema freundlich und haben dass ein oder andere geschrieben. Warum hast du wieder angefangen gegen uns zu gehen?

    Hätte es nicht gelangt noch Mal ein Spendenaufruf zu machen?

    Gruß moni

    P.s. nein ich will keine Diskussion hier entfachen, habe ich keine Lust dazu.

  • Lieber Stephan.

    Du hast wohl auch vergessen, wie Roberto und auch Eseltrekker und Forumsmitglieder beschimpft, verunglimpft und beleidigt haben, als von uns keine Spenden für Roberto kamen. Roberto wurde daraufhin ja gesperrt. Ich dachte, der Eseltrekker eigentlich auch. DAss er sich jetzt hier in dieser SAche nochmal meldet, wundert mich tatsächlich sehr. Ich würde mich schämen, wenn ich mich derart benommen hätte.


    uta

    Think positive -

  • Das hatte ich nicht mehr auf dem Schirm, Uta. Das Robert gesperrt wurde auch nicht, an den Ärger mit ihm kann ich mich aber erinnern. Sorry

    Gruß aus Alfter
    Es gibt Tage im Leben eines Mannes, da sollte er seinen Hut nehmen, sein Pferd satteln und der Sonne entgegen reiten.

  • Lieber Stephan.

    Du hast wohl auch vergessen, wie Roberto und auch Eseltrekker und Forumsmitglieder beschimpft, verunglimpft und beleidigt haben, als von uns keine Spenden für Roberto kamen. Roberto wurde daraufhin ja gesperrt. Ich dachte, der Eseltrekker eigentlich auch. DAss er sich jetzt hier in dieser SAche nochmal meldet, wundert mich tatsächlich sehr. Ich würde mich schämen, wenn ich mich derart benommen hätte.


    uta

    :thumbup:

    Edited once, last by -hexe ().

  • Hallo,


    Vorankündigung für die nächste TV-Reportage über Robert:


    Im Rahmen der Bustour für die Aktuelle Stunde des WDR wurde auch Robert bei Monchique besucht und eine etwas ausführlichere Reportage über ihn und seine Pläne gemacht. Gesendet wird das Ganze am 21.8.2019 in der Sendung Aktuelle Stunde, Uhrzeit noch nicht bekannt. Aber der Beitrag wird auch beim WDR online herunterladbar sein:


    https://www1.wdr.de/fernsehen/…christian-dassel-102.html


    Grüße,

    Eseltrekker

    Eselwander-, Asino Mallorquina- und Asino de Miranda-Fan