Viele kahle Stellen bei Esel

  • Hallo alle miteinander!


    Ich bin auf der Suche nach guten Tipps, Ratschlägen,...


    Unser kleiner Esel Ferdinand ist eigentlich immer in einem guten gesundheitlichen Zustand gewesen. Er ist mittlerweile 16 Jahre alt und war noch nie wirklich krank, es gab auch sonst noch nie Probleme mit ihm.


    Vor 2 Jahren hat es dann angefangen, dass er im Frühjahr kahle Stellen bekommen hat. Täglich wurden es mehr. Manchmal macht es den Eindruck, dass es ihn juckt, aber eben nicht immer. Im Herbst kommt das Fell auch wieder komplett und im Winter hat er ein wunderschönes Winterfell ohne kahle Stellen.


    Auch heuer haben wir das Problem wieder :-( Bei uns war es recht lange kalt und er ist gerade mitten im Fellwechsel, sodass er zurzeit ganz schön zerzaust aussieht.


    Habt ihr Tipps für irgendwas, war wir tun können? Wenn geht, bitte keine Chemiekeule! Er mag zwar Wasser nicht so gerne, aber er würde sich auch duschen lassen (mit irgendetwas Pflanzlichem??).


    Liebe Grüße aus Österreich

  • Willkommen hier.Schau mal im Forum nach - gerade wird über Pilz diskutiert. Der tritt im Fellwechsel oft bei Eseln auf. Manchmal ist es aber auch keni Pilz, sondern es sind Parasiten.


    Ich würde Dir raten, einen Tierarzt zu holen, der ein Haut-/Haargeschabsel untersuchen lässt. Es kann SO VIEL sein!

    Viele Leute lassen die Sache einfach laufen, haben dann möglicherweise irgendwann einen halb kahlen Esel, der sich bis zum Winter wieder erholt - und im Frühjahr dasselbe. Das einzig Sichere ist eine sichere Diagnose. Dann kann man weitersehen. Alles andere - besonders aus der Ferne - ist Scharlatanerei.


    Viel Glüc, dass Ihr schnell raus bekommt, was Ferdinand hat.


    Gruß uta

    P.S. Habt Ihr nicht mal an einen eseligen Gefährten für Ferdinand gedacht? Ein Esel allein ist doch einsam - auch wenn er mit Pferden zusammensteht.

    Think positive - aber verschont mich bitte mit "likes".

    Diese Art Punkte zu sammeln mag ich nicht, will ich nicht und brauch sie auch nicht. Danke.

  • Schau mal unter 'Meine Marlene', da habe ich auch Bilder von Ihr. Sie hat dieses Jahr einen Pilz.

    Ich würde auch mal einen TA zu Rate ziehen.

    Gruß aus Alfter
    Es gibt Tage im Leben eines Mannes, da sollte er seinen Hut nehmen, sein Pferd satteln und der Sonne entgegen reiten.

  • Danke Benny, da werd ich gleich mal stöbern!


    Das Problem ist, dass wir in einem kleinen Dörfchen am Land leben. Wir hatten schon alle möglichen Tierärzte da, die geben einem ein Shampoo und fertig. Es gibt bei uns (es klingt ein wenig böse) nur Kuhärzte, die sich mit Pferden und Eseln leider gar nicht auskennen. :-(


    Hab heute mal ein Foto gemacht.

  • P.S. Habt Ihr nicht mal an einen eseligen Gefährten für Ferdinand gedacht? Ein Esel allein ist doch einsam - auch wenn er mit Pferden zusammensteht.

    DAs lässt der Platz leider nicht zu. Und der Frechdachs ist schon früh nach der Geburt vom Züchter zu einem Bauernhof gekommen, wo er mit einem Pferd aufgewachsen ist. Von dem haben wir die zwei gekauft, weil sie sonst zum Schlachter gekommen wären. Und in der Herde ist er mit Sicherheit nicht der letzte in der Rangliste :D

    Also einsam ist er definitiv nicht. :love:

  • Na ja - wie das mit der Einsamkeit von einem Esel unter Pferdenwar, sieht man erst, wenn der Esel einen Gefährten bekommt.

    Hab ich oft genug gesehen. Aber in Deutschland ist es ja leider immer noch erlaubt, ein Tier einer Art allein bzw. unter anderen Tieren zu halten. In anderen Ländern denkt man da schon anders.

    Insofern....



    uta

    Think positive - aber verschont mich bitte mit "likes".

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  • aber dann hätte er sich ja auch schon die letzten 13 jahre einsam fühlen und es hätte ihm das fell ausgehen müssen. das tuts aber erst das zweite mal :-(

  • Ach du je - Das hatte ich damit gar nicht in Zusammenhang gesehen! Das war für mich ein exta-Thema.


    Es gibt Menschen, die nehmen psychische Belastung als Grund für Pilz und viele sonstige Krankheiten - ich denke eher, dass es mit den klimatischen Gegebenheiten nördlich der Alpen zusammenhängt, wo die Esel ja eigentlich gar nicht hin gehören bzw. noch gar nicht so lange sind; was sind schon 2000 Jahre im Vergleich zur Evolution.

    Und dann kommt es noch auf die Region an. In meiner Umgebung im kontintalklima-trockenen Brandenburg habe ich noch keinen Pilz bei Eseln gesehen (na ja - sooo viele gibt es auch nicht).


    In welcher Gegend wohnst Du eigentlich? Aus Deiner Vorstellung kann man ja nix entnehmen.


    uta

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  • Guten Morgen!


    Kahle Stellen können, wie Uta sagt, vieles sein. Pilz, Haarlinge, Stoffwechselstörungen...wir hatten schon mal Pilz, auch mal Haarlinge, der Esel einer Freundin verliert regelmäßig ohne dass man die Ursache herausfinden kann im Fellwechsel zum Sommerfell große Flecken Fell, die dann wunderbar nachwachsen - als ob er es übertreiben würde mit dem Abwerfen der Winterhaare. Bei Pilz wird die Haut blank und ganz kahl, bei Haarlingen hat der Esel sehr kurz abgebrochene Haare auf den Kahlstellen. Kann auch beides im Frühjahr verstärkt auftreten und den Rest des Jahres Ruhe geben.


    Chemiekeule kann das schnellste und effektivste sein, wenn man die Ursache kennt - z.B. bei Haarlingen ist es tatsächlich am besten, 2-3 x im Abstand von 10 Tagen mit einem Pyrethroid zu behandeln, dann ist der Kleine die Parasiten und deren Brut los. Pilz dauert, auch da haben wir nach alternativen Versuchen beim 2. Mal zur Chemie gegriffen und mit Imaverol behandelt.


    Auch wenn ihr "Kuh-Ärzte" habt - Hautgeschabsel einsenden, mal ein Blutbild machen lassen oder Haarlinge erkennen sollten die auch können.


    Esel allein unter Pferden - ja, das hatten wir auch. Es ist tatsächlich so, dass man erst so richtig sieht, wie gut ihm die eselige Gesellschaft tut. Er wurde auch von den Pferden nicht gemobbt, bekam seine Futterration ab, konnte bei Regen in die Hütte gehen - aber erst jetzt, im Alter mit Eselpartnern lebt er so richtig auf. Überlegt es euch, so viel Platz braucht ein kleiner Esel nicht.


    LG Anke

  • Hallo Lili

    Ich weiß jetzt nicht ,was du fütterst.Aber eins ist sicher,dein Eselchen ist inzwischen "schon" 16 J alt.Seine Bedürfnisse ändern sich.Sind zB seine Zähne in Ordnung ? Steht ihm ausreichend Raufutter zur Verfügung ? Bekommt er genug Äste zum knabbern? Bekommt er, zumindest im Winter, Mineralfutter ? Seine Hauterscheinungen sehen dem von Bennys Eselstute sehr ähnlich und ich meine,es ist Pilz. Wenn du bei euch solche Schwierigkeiten mit den TÄ hast,füttere ihm erst für ca 4 Wochen 2 x am Tag eine Handvoll Luzerne.Damit unterstützt du den Stoffwechsel ,sein Immunsystem und kannst auch nichts falsch machen.Auch wenn man durch den Fellwechsel jetzt nicht unbedingt den Heilungsprozess sieht,solltest du ihm im nächsten Winter auf jedenfall Mineralfutter oder auch konstant eine Handvoll Luzernepellets geben. Du brauchst ihm jetzt keine Waschungen etc antun, Die Sonne ist zusätzlich der Feind von Pilzerkrankungen. Daher ist es im Sommer auch meist nicht ersichtlich. Aber Pilz haben allgemein sehr viele Esel,weil sie oft, entweder als Jungtier oder als ältere, zu karg,mager gehalten werden .Wenn man dann meint, es reicht Heu , Stroh und ein Mineralleckstein,der wird oft dann von Ektoparasiten und Pilz am Tier überrascht.

    LG Agnes

  • Vielleicht doch erst mal genauer feststellen, was es ist?


    Zu karge Haltung kann sicher ein Tier anfällig machen, aber der Umkehrschluss, dass Tiere, die Pilz haben oder Parasiten immer falsch/zu kanpp gefüttert werden ist ein bisschen gewagt.


    LG Anke

  • Es kann auch am plötzlich sehr warmen Wetter liegen.Dann haben Haarlinge Hochkonjunktur. besonders schonend finde ich: Esel scheren, mehrmals abwaschen mit Shampoo und die kahlen Stellen mit Aegidienberger Emulsion behandeln.(Ätherisches Öl,pflegt die Haut wehrt Inskten ab).Eigentlich für Isländer gedacht, wirkt aber beimeinen Langohren auch im Bedarfsfall.18 Euro pro Flasche, reicht für eine Saison.

  • Wo kommen eigentlich die Haarlinge her.

    Gruß aus Alfter
    Es gibt Tage im Leben eines Mannes, da sollte er seinen Hut nehmen, sein Pferd satteln und der Sonne entgegen reiten.

  • Thomas - das Tier auf dem Foto von Lilli hat aber mit Sicherheit keine Haarlinge.

    Statt Aegidienberger Emulsion ist "mein Hausmittel" eher Ballistol Animal. Wirkt ähnlich,

    ist aber feiner in der Konsistenz.


    uta

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  • Das Fell wächst dann stellenweise ja auch wieder nach. Bei einigen Stellen dauert es auch länger. :(


    Wir werden dem ganzen auf jeden Fall mal nachgehen. An der Fütterung kann es nicht liegen (hoffe ich), da bekommt er normalerweise alles, was er braucht (also nicht nur Heu und einen Leckstein :D ).


    Weil die Frage aufkam!!! Ich bin aus Österreich, aus dem Süden. Wenn man ganz genau ist, sind es Luftlinie (quer über die Berge) nur ca 20 km bis zur italienischen Grenze :) Vielleicht spielt es auch eine Rolle, dass unsere Koppel neben einem Badesee liegt. Also es ist eher ein sumpfiges Gebiet. Aber unsere Pferde haben nie solche kahlen Stellen.

  • Bei Eseln tritt das bevorzugt im Fellwechsel auf. Vielleicht solltest Du doch mal ein Blutbild machen lassen. Manchmal kommt da ja Erstaunliches heraus.


    uta

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  • Da kannst du recht haben Uta.Auf Fotos kann man eh nur raten.Aber als Betroffener klammert man sich an jeden Strohhalm.

    Unsere Kleine Cilla macht sich.

    VG Thomas

  • :*

    Oh wie lieb.


    LG Petra

    Tiere jammern nicht wenn der Mensch fehler macht, sie danken es dir aber wenn du sie mit respekt behandelst.

  • Da hast Du wiederum recht, Thomas. Aber Du weißt ja auch, was herauskommt, wenn man sich ausgerechnet an einen Strohhalm klammert - nüch?


    Cilla ist ja (ich scheue den Ausdruck sonst) süß! Ein Eselchen, wie es jedes Kind gern haben möchte.


    uta

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