Kolik

  • Kolik.

    Es gibt ja sogenannte stresskoliken auch genannt Krampfkoliken. Auslöser :

    Angst,Stress, ungewohnter plötzlichen Belastung.


    Schlechtes Futter, Futterumstellung, Überfütterung,mangelndes Wasser, können auch Koliken verursachen. Diese denk ich kann ich soweit es geht vermeide.


    Aber die Sandkoliken wie lassen sie sich vermeiden? Ich füttere deswegen auf einem Fließ dass vor dem füttern gekehrt wird. Die wälzecke haben wir schon weg gemacht,da bei einem Unwetter die Hälfte des Sandes auf dem ganzen Paddock verteilt war,was weg ging wurde weg gemacht.

    Was macht man aber wen es trotzdem nicht langt? (Petra hat ja soweit ich weiß im Stall gefüttert und es ist trotzdem passiert.)

    Bzw der Test zuviel Sand anzeigt?

    Will demnächst Mal mit meinem ta sprechen,wenn er kommt. Aber eure Meinung zu dem Thema interessiert mich auch sehr.

    Gruß moni

    Edited once, last by -hexe ().

  • Hallo Moni,

    meine Esel stehen auf Sandboden, sie haben deswegen schon ihre erste Flohsamenschalenkur hinter sich (ähnelt ein bisschen Tapetenkleister, wenn man es anrührt). Mit geraspelten Roten Beten war es soweit interessant, dass sie auch noch die Eimer der anderen inspizierten, ob da noch was zu holen ist ...

    Sollte man Anfang des Winters nochmal wiederholen.

    Esel können Erde fressen, die kommt hinten wieder raus, Der Sand lagert sich im Darm ab und kommt nicht von allein raus, die Flohsamen(schalen) müssen ihn extra nach draußen befördern.

  • Eine Sandkolik kommt nicht nur vom Füttern auf dem Sand; sie kann auch kommen, wenn die Pferde ständig zu kurzes Gras rupfen, in diesem Sommer keine Seltenheit. Auf Lehmböden ist das übrigens weniger gefährlich als auf Sandböden - deshalb heißt sie ja SANDkolik und nicht Bodenkolik.


    uta

    Think positive -

  • Der Link ist gut, danke moni

    Gruß aus Alfter
    Es gibt Tage im Leben eines Mannes, da sollte er seinen Hut nehmen, sein Pferd satteln und der Sonne entgegen reiten.

  • Die Sache mit dem Test ..... Ich denke, es geht hier um den Test, wieviel Sand im Kot enthalten ist? Meines Wissens kann man da Äpfel in Wasser aufweichen, und der schwerere Sand sinkt dann auf den Boden. Was die Aussagekraft dieses Testes angeht - er sagt aus, dass Sand im Darm ist/war, der nach aussen befördert wird. Er sagt aber nicht aus, ob und wieviel Sand noch im Gedärm enthalten ist. Von daher schwierig einzuschätzen.

  • Da gebe ich Dir recht beate, ich glaube eine Beurteilung meines Bodens hilft mir mehr. Wir haben wie Uta schon gesagt hat, eher Lehmboden, da ist das Risiko geringer. ich lasse meine Tiere auch nicht so extrem tief runterfressen und reinige meine Futterrüben sorgfältig. Damit vermeide ich das aufnehmen von Sand bzw. Sandkörnchen oder kleinen Steinchen.

    Wenn ich so einen Test machen würde, währe das Ergebnis vielleicht gut, sagt aber nichts über den Sand der sich im Darm abgesetzt hat.

    Füttern auf Sandboden im Auslauf käme für mich überhaupt nicht in Frage.

    Gruß aus Alfter
    Es gibt Tage im Leben eines Mannes, da sollte er seinen Hut nehmen, sein Pferd satteln und der Sonne entgegen reiten.

  • Benny gern geschehen.


    Der Test ist denke Mal gut um zu sehen, ob und wieviel Sand sie ausscheiden. Wenn dieses mehr wie "ein Esslöffel" ist sollte man eine Kur machen. Laut Link der weiter oben ist.

    Bei der Kur sieht man ob es weniger wird mit der Zeit. Wenn kaum noch was drin ist im Test. Hat der Esel wieder Platz falls er neuen Sand aufnimmt.

    Oder habe ich einen Denkfehler?

    Gruß moni

  • So ist es Moni. Wenn Sand ausgeschieden wird, weiß man, dass dieser mit dem Futter aufgenommen wird und sollte davon ausgehen, dass ein Teil des Sandes im Darm verbleibt.

    Besser ist natürlich, die Tiere nicht auf Sandboden zu füttern und eine Überweidung zu vermeiden.

    Liebe Grüße
    Heike

  • Dienstag war ja mein TA da wegen Aidan. Wir sprachen auch über Koliken, er sagte uns nur das zur Zeit viele Pferde und Esel diese haben. Er sagte auch das es sinnvoll ist zweimal im Jahr eine Kur mit Flohsamenschalen zu machen. Also war ich heute bei einem Futterhändler und mal nachgeschaut, da bin ich ja umgefallen was das kostet. Bei 18 Tieren kommt eine menge zusammen, als der Händler auch noch sagte das ich das jeden Tag (100 gr.)und das 4 Wochen lang geben sollte, da fiel ich vom glauben ab. Also bin ich ab nach Hause und habe google befragt, die Preise lagen bei 20-32 € das Kilo. Nach langen suchen bin ich auf einem Hersteller gestoßen der verkauft sein Produkt für 8,80 € das Kilo. Habe es jetzt bestellt, mal sehen wenn es ankommt.


    LG Petra


    P.S. Muß nur sehen wie ich es in meinen Tieren reinbekomme

    Tiere jammern nicht wenn der Mensch fehler macht, sie danken es dir aber wenn du sie mit respekt behandelst.

  • Ja Moni wegen Sand im Darm da ist niemand verschont bei uns jedenfalls.


    LG Petra

    Tiere jammern nicht wenn der Mensch fehler macht, sie danken es dir aber wenn du sie mit respekt behandelst.

  • Er schwört drauf alles aus dem Darm wird raustransportiert. Ist ein altes Heilmittel, so ist er nun mal, auf Ökotrip:)

    Tiere jammern nicht wenn der Mensch fehler macht, sie danken es dir aber wenn du sie mit respekt behandelst.

  • @ Petra

    Hhm.... ich glaube nicht, dass das ein "altes Heilmittel" ist. Meines Wissens ist das erst seit geraumer Zeit "in"; kann mich aber auch irren.


    Ich füttere regelmäßig Leinsamen; der kleidet den Darm ja auch mit einer feinen "Schleimschicht" aus. Früher in reiner Form, jetzt nehme ich sog. '"Leinkuchen", der aber genau genommen kein Leinkuchen ist, sondern eher Trester, also die Reste aus der Ölgewinnung.

    Dabei handelt es sich um getrockneten Trester, der dann gemahlen wird. 25 kg-Sack kostet 5 €. Ich konnte das anfangs gar nicht glauben (sooo billig) und war skeptisch. Jetzt füttere ich es seit Monaten und bin damit sehr zufrieden. Pro kleiner Esel täglich etwas weniger als einen halben Yoghurtbecher. Sie sind alle super über den Fellwechsel gekommen, haben ein glänzendes Fell und gute Verdauung. Für die Pferde ist mir der Leinsamen wichtig wegen des Strohs, das sie leider liebend gern fressen. Da habe ich immer Bedenken wegen einer eventuellen Strohkolik. Ich hoffe mal, dass ich das damit gebannt habe; denn der Kot ist in keiner Weise trocken.


    Vielleicht wäre das für Dich eine Alternative? Schau doch mal unter http://www.agrarhandel-duerrenhofe.de. Das ist zwar ziemlich weit weg von Dir; aber vielleicht mal ein Sonnabend-Ausflug in den Spreewald. Der Hofladen ist auf jeden Fall toll

    sortiert inkl. frisch gequetschter Hafer/Gerste, ganz viele heimische aber selten angebotene Getreidearten auch in kleineren Abpackungen, superleckere Kleinigkeiten wie Senf in endlosen Variationen, allerlei Stallzubehör etc.

    Ich fahre auch ca. 45 Minuten dahin - aber jede Fahrt lohnt.


    Wenn übrigens der normale Kilopreis für Flohsamenschalen bei 20-23 € liegt, wäre ich bei einem Anbieter mit ca. 8 € sehr skeptisch. Wieso kann er so billig produzieren? Wo kommt die Ware her?


    uta

    Think positive -

  • Oh Danke Uta, das wäre ja auch was für mich. Leinsamen werde mich mal umschauen, ist ja doch viel billiger wie ich sehe, bei so vielen Tieren kommt ja doch eine Summe zusammen. Ich will nicht sagen das ich geizig bin aber bei den vielen Tieren werde ich natürlich das nehmen was auch hilft und nicht so teuer ist. Danke für den Tip und darum bin ich hier im Forum um mich zu erkundigenund auch Tips zu bekommen.


    LG Petra

    Tiere jammern nicht wenn der Mensch fehler macht, sie danken es dir aber wenn du sie mit respekt behandelst.

  • Flohsamenschalen sind so neu gar nicht. Sie werden vor allem dann empfohlen, wenn die Tiere auf sandigem Gelände stehen und sie mit der Nahrung Sand aufnehmen. Der Sand wird oft leider nicht durch dem Darm zum Ausgang befördert, sondern setzt sich zum Darm ab und wird dort hart wie Beton. Die Flohsamenschalen sollen helfen, den im Darm befindlichen Sand aus dem Körper zu bekommen.

    Sandkoliken sind leider sehr häufig. Aber viele betroffene Tiere haben keine Koliken, die auf ein Problem hindeuten und bekommen irgendwann eine, aber dann tödliche Kolik. Obduktionen in diesen Fällen (zumindest bei Eseln) haben gezeigt, dass dann sehr große Mengen Sand im Darm waren und zu einem Darmverschluss und zur Darmperforation führten.


    Daher sollte z.B. Heu etc niemals auf Sandboden/Erde gefüttert werden. Bei sandigen Koppeln raten mittlerweile zu Flohsamenschalenkuren 2-3 x jährlich.

    Liebe Grüße
    Heike

  • Jetzt interessierte es mich doch, seit wann Flohsamenschalen verwendet werden; ich meinte mit meiner Bemerkung, dass sie "in der klassischen Pferdefütterung" nicht bekannt seien. Bei Wikipedia fand ich eine interessante Analyse, die ich hier mal reinkopiere. Sie bezieht sich allerdings nicht auf Equiden, von Darmräumung in Bezug auf Sand ist daher auch nicht die Rede. Das soll jetzt nicht bedeuten, dass ich das bezweifle oder bestreite! Ich habe keine Erfahrung damit, wundere mich nur über die vermehrte Empfehlung von Flohsamenschalen in den letzten Jahren und darüber, dass man sich den Sand über Monate im Darm ansammeln lässt und dann zwei bis drei Mal im Jahr

    "eine Reinigung" durchführt. Irgendwie passt das nicht zu dem empfindlichen Verdauungstrakt der Equiden...


    Hier das, was bei Wikipedia steht:

    Flohsamenschalen


    [Blocked Image: https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/4/44/Psyllium_seed_husks.JPG/240px-Psyllium_seed_husks.JPG]

    Flohsamenschalen

    Flohsamenschalen sind die Samenschalen der Wegericharten Plantago indica, Plantago afra (Syn.: Plantago psyllium), daher auch der Name Psyllium (lateinisch psyllium Floh). Die Frucht reift zu einer zweifächrigen Deckelkapsel heran mit je zwei kleinen elliptischen, rotbraunen, glänzenden Samen. Diese erinnern an Flöhe, was der Pflanze den deutschen Namen „Flohkraut“ oder „Flohsamen-Wegerich“ eintrug. Sie werden auch unter dem Namen Indische Flohsamenschalen Plantago ovata als Lebens- und Heilmittel vertrieben und zu diesem Zweck hauptsächlich in Indien und Pakistan angebaut.


    Verwendung und Wirkmechanismus



    Flohsamenschalen werden gelegentlich als pflanzliches Quellmittel oder Stuhlaufweicher bezeichnet und dementsprechend als Darmregulans eingesetzt, wobei sie sowohl bei Verstopfung als auch bei Durchfall helfen können. Die in den Flohsamenschalen enthaltenen pflanzlichen Ballaststoffe, die sogenannten Flosine-Schleimpolysaccharide, sind in der Lage, mehr als das 50-fache an Wasser zu binden (Quellzahl > 40), was zu einer Volumenzunahme des Stuhls im Darm führt, durch den entstehenden Druck auf die Darmwand die Peristaltik anregt und schließlich den Darmentleerungsreflex auslöst. Zudem wird dadurch die Darmaktivität (Motilität) reguliert und die Transitzeit (Verweildauer) aufgenommenen Wassers im Darm verlängert, was auch die Wirksamkeit bei Durchfall erklärt.

    Die Europäische Arzneimittelagentur in London hat Flohsamenschalen im Mai 2013 die Sicherheit und Wirksamkeit bei chronischer Verstopfung und als Stuhlaufweicher in Form eines „Community Herbal Monograph“ bescheinigt. Eine Metaanalyse von klinischen Studien aus dem Zeitraum 1966 bis 2003, die sich traditionellen Therapien der chronischen Obstipation widmete, ergab für Flohsamenschalen einen mittelguten Wirkungsnachweis (moderate evidence).

    Flohsamen sollen außerdem das Wachstum darmfreundlicher Bakterien fördern. Durch die Dickdarmbakterien werden die löslichen Ballaststoffe zu kurzkettigen Fettsäuren umgewandelt, und diese seien dann in der Lage, die Cholesterin-Synthese in der Leber zu hemmen und somit den Cholesterinspiegel im Blut zu senken. Außerdem sollen die löslichen Ballaststoffe der Flohsamen die fäkale Gallensäure binden, wodurch es zu einer erhöhten Cholesterinausscheidung kommt. Flohsamenschalen sollen möglicherweise entzündliche Prozesse im Magen-Darm-Trakt schneller zurückbilden. Flohsamenschalen werden aufgrund ihrer Quellwirkung im Magen auch zur Unterstützung der Gewichtskontrolle und Adipositasbehandlung eingesetzt. Diese Wirkungen sind bislang nicht ausreichend belegt und daher überwiegend Gegenstand alternativmedizinischer Anwendungen.


    @ Petra

    Könntest Du nicht eine gewisse Fläche, auf der Du fütterst, betonieren oder mit Stallmatten o.ä. auslegen? Ich füttere Heu draußen auch auf Paddockplatten, die ich abfegen kann.

    Think positive -

    Edited 2 times, last by Finchen ().

  • Ich glaube das Flohsamenschalen bei Menschen angewendet wurden und dann einer die Idee hatte, das geht auch bei Tieren, für viel Geld.

    Bei einem Esel kommt da schon einiges zusammen an Kosten im Jahr. Leinsamenprodukte sind wesentlich billiger.

    Gruß aus Alfter
    Es gibt Tage im Leben eines Mannes, da sollte er seinen Hut nehmen, sein Pferd satteln und der Sonne entgegen reiten.