Rinde von Kastanie

  • Hallo Forum,

    heute ist ein riesiger Ast von einer Kastanie auf unserem Paddock abgebrochen. WIr haben es erst heute Abend entdeckt, so dass unsere Esel sich wahrscheinlich den ganzen Tag an den Blättern bedienen konnten. Jetzt haben wir das Geäst und die Blätter weg geräumt, es liegt aber noch der große Hauptstamm auf dem Paddock, weil der zu schwer ist um ihn mal eben schnell wegzuschaffen. Die Esel knabbern jetzt an der zum Teil schon morschen Rinde rum.

    Muss ich mir Sorgen machen wegen wegen der Blätter die sie gefressen haben? Habe gelesen, dass Kastanienblätter in großen Mengen giftig sein können. Wobei nur wenige Äste abgeknabbert waren, scheinen nicht so wahnsinnig gut zu schmecken. Und was ist mit dem Stamm und der Rinde? Ist die möglicherweise auch giftig oder kann ich ihn liegen lassen?

    Ich bin froh, dass kein Esel erschlagen wurde...

    Gruß

    Barbara

  • Bei Kastanien bin ich mir nicht sicher, bei mir gibt es keine.

    Gruß aus Alfter
    Es gibt Tage im Leben eines Mannes, da sollte er seinen Hut nehmen, sein Pferd satteln und der Sonne entgegen reiten.

  • Ich glaube, sie mögen keine Kastanienblätter; genauso wenig wie Walnussblätter, die sie bei mir gelegentlich auch

    fressen - aber sie hören bald auf damit. Ich vermute mal, sie schmecken ihnen nicht. Mit Kastanien dürfte es ähnlich

    sein. Versuch es mit dem Stamm mal - normalerweise sind Esel ziemlich (nicht wirklich total, leider) instinktsicher

    und meiden Giftiges. Wenn im Zusammenhang mit der Kastanie von Gift die Rede ist, handelt es sich immer um die

    Früchte, Rinde oder Holz werden nie erwähnt.


    uta

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    Diese Art Punkte zu sammeln mag ich nicht, will ich nicht und brauch sie auch nicht. Danke.

  • Stimmt - auch eine von mir bevorzugte Quelle. An die hab ich diesmal gar nicht gedacht. Ich lösche daher mein voriges posting.

    'Andererseits bedeutet "stark giftig" nicht, dass sie es nicht auch wissen. Meistens meiden sie es oder merken schnell, dass es nciht gut schmeckt. Todbringende Ausnahme leider Eibe.


    uta

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  • Bitte denkt auch daran, das Rosskastanien etwas anderes sind als Esskastanien oder Edelkastanien.


    Im Link oben ist m.E. von der Rosskastanie (Aesculus Hippocastanum) die Rede.


    Esskastanien (Castanea sativa) sind nicht giftig, jedenfalls nicht in gerigen Mengen. (Die Menge macht das Gift :-)


    LG

    Marita

  • In Hessen rufen jetzt wieder etliche Wildparks auf, Kastanien zu sammeln und abzugeben gegen kleines Entgelt, es sind ja hier Herbstferien, Rehe und Hirsche vertragen sie wohl.

    Unsere haben Blätter und Früchte nie angerührt, auch von den Walnußbäumen nicht, ich mußte immer alle selber wegräumen. Noch nicht mal die ganz jungen Bäume, kniehoch, (und davon haben wir viele, da "Einflugschneise" von Eichelhähern), nur Eiche ging so leidlich.


    Irene

  • Die Meinen - zumindest die Esel - sind absolut scharf auf Walnüsse und fressen gelegentlich auch Blätter; die

    allerdings in homöopathischen Dosen (sie werden wissen, warum). Gerne sehe ich das nicht, kann es aber nicht

    immer ganz verhindern.

    Seit vor zwei Jahren die Walnussfruchtfliege fast alle Nüsse getroffen hat, gibt es kaum noch Walnüsse. Das hindert

    meine Mauleselchen allerdings nicht, auch die infizierten zu fressen. Bedeutet, dass ich jeden Morgen mit Rechen und

    Schaufel um die Bäume gehen muss. Hab ja sonst nix zu tun. Die Pflaumen muss ich ja auch wegräumen, und die vielen Äpfel auch - sonst würden sie alle platzen oder sonstwas.

    Geschadet haben ihnen die Nüsse nie (sie haben sie auch auf meinem alten Hof in der Eifel gefressen, also über

    30 Jahre), obwohl mirnie wohl dabei ist, wenn sie die harten Schalen zermahlen.


    uta

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  • Hier gibt es jede Menge Esskastanien. Die Esel knabbern die Rinde, aber nur in geringem Maße. Die grünen Blätter haben sie nicht gefressen, aber nun fressen SIe das getrocknete Laub. Die Früchte haben sie noch nicht angerührt, selbst wenn diese aus den stacheligen Hüllen fallen.


    Walnüsse sind wohl wegen des hohen Tanningehaltes in größeren Mengen nicht so bekömmlich. Aber in kleinen Dosen sind Tannine ja recht gesund. Drum trink ich ja auch jeden Abend Rotwein ;)

  • Soweit ich weiß, steckt das Tannin in der äußeren Hülle, also nicht in der, welche die Frucht direkt ummantelt .

    Die äußere HÜlle fressen sie nicht.

    Ich esse Walnüsse, weil sie rundherum gesund sind. Jetzt hoffe ich nur, dass die riesigen Bäume nicht von der

    Walnussfruchtfliege eingehen. Hat jemand Erfahrung damit? Ich weiß war, wie die sich vermehrt und welchen Schaden

    die anrichtet und wie man den eventuell vermeiden kann- aber ob die Bäume das überstehen, steht nirgendwo.


    uta

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  • Hallo Uta,

    ich kannte die Biester gar nicht, hab also zum Glück noch keinerlei Erfahrung.

    Da meine beiden Walnussbäume letztes Jahr zum ersten Mal einen Eimer voll Nüsse hatten, habe ich mich aber gleich schlau gemacht, was da wohl wieder auf mich zukommt.


    Deinen Bäumen passiert garantiert nichts. Die Walnussfruchtfliege ist mit der Kirschessigfliege verwandt und vom Schaden ähnlich wie diese oder Obst- bzw. Himbeermaden. Will sagen, die schädigen rein die Früchte aber nicht den Baum. Die weitere Entwicklung zur adulten Fliege findet im Boden unter dem Baum statt, von wo aus sie im nächsten Jahr wieder bequem die Früchte befallen können.


    Was helfen soll sind Hühner unterm Baum, die die Maden aufpicken (mit einer Fuchsfamilie ums Haus keine gute Idee) oder den Boden unterm Baum abzudecken. Das stelle ich mir bei einem großen Baum nicht wirklich praktikabel vor, bei meinen kleinen ginge es evtl. noch, aber die Wühlmäuse wären bestimmt entzückt über das komfortable Dach. So hoffe ich wenn sie hier auftauchen auf die Mitarbeit meiner Spitzmäuse und Maulwüfe - und vielleicht machen sich hier sogar die Elstern mal nützlich.


    Die Früchte sollen teilweise auch zu retten sein, wenn man die sehr bald trocknet, da nur die innere Fruchthaut befallen wird und man die (mühsam, weil schlotzig) entfernen kann. Außerdem lassen sie sich nicht gut aus den Schalen lösen.


    Hoffentlich finden die meine Bäume nicht so bald :rolleyes:

    Das Pferd zieht, bis die Karre im Dreck steckt - und wird für seinen Fleiß gelobt.

    Der Esel hält rechtzeitig an - und wird für seine Faulheit bestraft.

  • Christine - mögen Deine Bäume Dir erhalten bleiben.

    Alle diese Ratschläge sind praktisch nicht praktikabel, obwohl man sie überall lesen kann (ich habe ich natürlich auch informirert. Es braucht nur in ein paar Metern ein anderer Walnussbaum stehen, den die Fliege besucht, und schon sind dessen Früchte auch befallen. Hier sind ganze Dörfer davon betroffen. In unserem Dorf gibt es keinen gesunden Baum mehr, obwohl mehr als ein Baumbesitzer die üblichen Ratschläge befolgt hat.


    Die Frage ist, was dem Baum "passiert", wenn er jedes Jahr Früchte produziert, sie vor der Reife schon geschädigt werden. Abgesehen davon, dass der Baum - wiederum abgesehen vom Schatten und der Vertreibung von anderen Insekten - relativ "nutzlos" ist. Mein Walnussbrot kann ich damit vergessen. Und die faulen Nüsse muss ich auch alle aufkehren, bevor die Tiere auf die Weide kommen, denn zumindest mien verfressenes Mauleselchen frisst die. Gesund kann das nicht sein.


    Wenn ich so kleine Bäume hätte wie Du, wäre das auch nicht so schlimm und Abdecken oder den Boden abdecken praktikabel. Meine Bäume sind Jahrzehnte alt und riesig. Abdecken kann man da gar nichts.


    Gruß uta

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    Diese Art Punkte zu sammeln mag ich nicht, will ich nicht und brauch sie auch nicht. Danke.

  • Das mit den Hühnern stimmt. Meine Hühner verhindern schon lange das ich Maden in den Kirschen habe. Allerdings steht der Nussbaum zu weit vom Stall weg, da gehen sie nicht hin.

    Gruß aus Alfter
    Es gibt Tage im Leben eines Mannes, da sollte er seinen Hut nehmen, sein Pferd satteln und der Sonne entgegen reiten.

  • Ich hatte mich falsch ausgedrückt. Ich meinte nicht die Walnüsse, sondern die Blätter, die so viel Tannin enthalten.

    Nüsse sind auf jeden Fall ok und gesund, wie Du sagst, Ute.


    Ich wünsche Euch jedenfalls viel Glück, dass die Bäume überleben.

    Habe in Deutschland auch einen 25-30 jährigen Walnußbaum. Dem geht es bislang gut. Das ist im Rheinland.

  • Ja - im Rheinland ist diese Walnussfruchtfliege wohl nicht. Da der Wind meist West-Ost weht, bleibt

    Ihr dort hoffentlich davon verschont. Ich wünsche es Deinem Baum.


    Die Blätter fressen meine - ich glaube, ich hatte es geschrieben - gelegentlich in kleinen Dosen. Die Pferde

    eigentlich kaum, die Esel ab und an einige.


    uta

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  • a - im Rheinland ist diese Walnussfruchtfliege wohl nicht

    Hoffentlich kommt sie nicht irgendwann zu uns.:)


    Meine Bande frisst alles, aber nur die Esel fressen die Nüsse. Allerdings nur die die ich beim aufsammeln übersehe.

    Gruß aus Alfter
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