Posts by Eseltrekker

    Hallo,


    Vorankündigung für die nächste TV-Reportage über Robert:


    Im Rahmen der Bustour für die Aktuelle Stunde des WDR wurde auch Robert bei Monchique besucht und eine etwas ausführlichere Reportage über ihn und seine Pläne gemacht. Gesendet wird das Ganze am 21.8.2019 in der Sendung Aktuelle Stunde, Uhrzeit noch nicht bekannt. Aber der Beitrag wird auch beim WDR online herunterladbar sein:


    https://www1.wdr.de/fernsehen/…christian-dassel-102.html


    Grüße,

    Eseltrekker

    Hallo shall007,


    ich hatte mal auf einem Agroturismo auf Mallorca, daß es einen Esel dort gab - seine Partnerin war wenige Monate zuvor gestorben - an den bestenfalls auf dem rund 20 Hektar großen Grundstück auf 50 Meter heranzukommen war. Am zweiten Tag dort, befand er sich in dem mit nur einem Eingang versehenen abgeteilt umzäunten Grundstück bei den Autoparkplätzen neben dem Possessio (dem Gutshaus). Er war es gewohnt, dort über den Zaun Leckerlis von Gästen anzunehmen. Der Zaun war für ihn die Sicherheitsgrenze, aber wehe, man war auf seiner Seite des Zauns, dann ergriff er die Flucht.


    Ich schaffte es, den Eingang des etwa 30 mal 30 Meter großen Areals zu verschließen. Auch dort wuchs genug zu fressen für ihn. Ich setzte mich mit einem Stuhl zu ihm rein, las ein Buch und beachtete ihn scheinbar nicht und das Gleiche tat er. Nach einem Tag, wenn ich mich nicht bewegte, traute er sich, in meiner Nähe zu fressen. Am zweiten Tag traute er sich mich von hinten zu beschnüffeln. Als ich dann noch eine Karotte schon in der Hand hielt und sie ihm anbieten konnte ohne mehr als den Arm zu bewegen, traute er sich nach Kurzem die Karotte zu nehmen. Besser gings mit Äpfeln.


    Er erlaubte dann vorsichtiges Anfassen und ich konnte mehr und mehr zum Kraulen übergehen. Am dritten Tag kam er gleich. Am vierten Tag konnte ich auf ihn zugehen. Und inzwischen konnte er nicht mehr genug bekommen vom gekrault werden. Seine Besitzer, ein deutsches Ehepaar waren völlig baff. So hatten sie ihn noch nie gesehen.


    Ich habe schon öfters bei scheuen Eseln bemerkt, wenn man sich kleiner macht als sie, dann sind sie viel mutiger.


    In einem anderen Jahr bekam ich eine Privateinladung auf eine Groß-Finca mit 800 Hektar Größe. Dort wird die größte Herde der original mallorquinischen schwarzen Rasse Asino Mallorquin gehalten. Sie haben dort nur eine Aufgabe, das Grundstück, den dazugehörigen Berg und die Felder vom Unterholz frei zu halten. Die Esel dort sind annähernd wild und keinen näheren Umgang mit Menschen gewohnt. Die Besitzerin dort hatte die Jungeselherde auf einem kleineren Areal von den anderen separiert und dabei war ein erwachsenes paar Esel als Erzieher, der Hengst groß wie ein Pferd.


    Nachdem ich die Jungesel eine Stunde beobachtet hatte, fiel mir auf, die erwachsenen hatten einen Lieblingsort unter einem alten Olivenbaum. Da an die Esel ebenfalls nicht näher wie 25 Meter heranzukommen war, beschloß ich etwas zu versuchen. Ich setzte mich mitten rein in das "Domizil" der Erwachsenen, der Wurzelstock bot schöne Sitzplätze. Das irritierte sie vollkommen. Nun liefen sie nicht mehr weg, sondern kamen immer wieder in die Nähe, scheuten und liefen wieder weg. Der Hengst war mutiger und wagte an dem nicht mal halb so großen Fremdling irgendwann von hinten zu riechen. Er war sich seiner Dominanz bewußt und lief bei vorsichtigen Bewegungen nicht gleich wieder weg.


    Dann bekam er seine erste Karotte in seinem Leben. Das war schon ein Highlight, mehr wurde gewünscht. Dann kam sein erster Apfel jemals. Das fand er so sensationell, daß er sich anfassen ließ und das auch offenbar mochte, nachdem nichts Schlimmes passierte. Das Ende vom Lied war dann, als ich wieder weg mußte, lief mir das Paar hinterher.


    Die Argumente "kleiner Eindringling" und Leckerlis erwiesen sich als sehr stark. Vielleicht kannst Du daraus für Dich etwas Zielführendes nutzen.


    Grüße,

    Eseltrekker

    Hallo,


    soweit ich mich erinnere, hatten beide Seiten recht ausgeglichen ausgeteilt. Während Robert gegen Ende um Deeskalation bemüht war, zog es die Gegenseite vor, eingeschnappt und nachtragend zu bleiben. Das ist ok, sei jedem unbenommen. Was mich dabei aber verwundert hatte war, während es allgemein anerkannt ist, daß Leute unter Drogeneinfluß sowie mit psychischen Problemen vermindert schuldfähig sind, hat es für einige hier offenbar keine Rolle gespielt, daß Robert während den heftigen Diskussionen unter starken Depressionen litt. Statt dessen wurde jedes Wort auf die Goldwaage gelegt. Manche haben es anscheinend bis heute nicht verstanden. Der größte Teil der Diskussion wurde nicht von Robert, sondern von der Forumsleitung gelöscht.


    Sorry, das funktioniert nicht, wenn jemand solche Probleme hat, da muß man auf Durchzug schalten und die eigentliche Aussage hinter den Worten erkennen. Wenn man mit sowas keine Übung hat, ist das schwierig, ohne Frage. Aber man kann dazu lernen, wenn man es will. Es gab damals in privaten Nachrichten an mich mehr Leute, die Robert verstanden, als die Anzahl derer, die öffentlich gegen ihn schrieben. Das ließ hoffen.


    In der nahezu berichtslosen Zeit seit Anfang des Jahres bis vor dem Feuer gab es öfters problematische Depressionsphasen bei ihm, wenn mal wieder zu viel schief ging. Robert hat sich dann an seinen Eseln wieder aufgerichtet. Das ist auch der Grund, weshalb er heute an der Algarve und darüber hinaus in den sozialen Medien als Held gilt, der sein Leben riskierte, seine Esel vor dem Feuer zu retten. Ein Portugiese drückte es so aus: "Es mußte erst ein Deutscher kommen, um uns Portugiesen zu zeigen, wie wir mit unserem Nationaltier umgehen sollten."


    Jemandem, der gerade seine komplette Existenzgrundlage durch eine Naturkatastrophe verloren hat, zu sagen, er solle sich nach einem Job umsehen statt nach Spenden, ist nicht hilfreich. Es ist zynisch und menschenverachtend. Es geht nicht darum, von Spenden zu leben, sondern einen Neuanfang zu schaffen.


    Damit hier kein falscher Eindruck stehen bleibt, Robert ist seit vielen Jahren selbständig und Arbeit ist ihm nicht unbekannt. Sein Arbeitstag hatte vor dem Waldbrand 14 bis 16 Stunden sieben Tage die Woche. Und auch jetzt ist es ähnlich, die Suche nach einem neuen Platz ist extrem aufwendig, es gibt nach wie vor viel zu organisieren und die Zahl der Kontakte, die er nun zusätzlich pflegen muß, ist geradezu explodiert. Übrigens die Preise für unversehrte Grundstücke in weitem Umkreis seit dem Feuer auch.


    Gruß,

    Eseltrekker

    Hallo,


    hier eine kurze Zusammenfassung der weiteren Ereignisse:


    Roberts erster Eindruck von seiner Zuflucht, der Riesen-Ökofarm Vinha Velha, war nicht gut. Er sei sehr unglücklich dort. Doch zum Glück trog auch hier der erste Eindruck und es ließ sich was draus machen. Im Einzelnen, da er so lärmempfindlich ist, waren die 24 Windkraftanlagen an den Außengrenzen der Quinta, manche deutlich weniger als einen Kilometer entfernt, ein Schock. Diesen Umstand kannte er nicht im Voraus.


    Ergebnis war, er konnte sich nicht überwinden, das große Zelt aufzustellen, weil das ja praktisch das Hierbleiben bestätigt hätte. So schlief er in einem Minizelt, wurde nachts wegen Nahrungsmitteln im Zelt von Ameisen belästigt und für seine Esel sei der Platz auch problematisch, weil sie die Bäume auf der Weide anknabbern würden. Dadurch müßten sie auf einem kleinen Areal sein und das mache sie unglücklich und dies wiederum Robert.


    Daher seine Aussage "Also wie gesagt, ich weiß nicht, wo ich in zwei Wochen sein werde, hoffentlich nicht hier."


    Doch auf den zweiten Blick ergab sich, es fand sich ein Platz, wo die Windräder nicht so laut zu hören waren. Die Esel sind nun doch gut untergebracht. Robert unternahm in der Anfangszeit große Touren auf dem Gelände und darüber hinaus. Einerseits, um seinen Eseln Abwechslung zu verschaffen, andererseits um sich nach einem neuen Quartier umzusehen.


    Nun, wenige Tage später, hatte sich vieles arrangiert:


    "Ich bekomme Gemüse von Vinha Velha, Habe noch viel Reis und anderes Getreide und bereite es in der Außenküche selber zu. Ich habe nun das goße Zelt aufgebaut, welches super ist, habe meine Solaranlage daneben und alles ist soweit ok. Kann auch duschen.

    Die Koch- und Duschmöglichkeit dort ist für Gäste der Farm, die dort z.B. mit Zelt oder Wohnmobil hingehen oder in dem umgebauten mietbaren Bauwagen unterkommen.

    "Die Esel sind nun mit den Kälbern zusammen, sie gewöhnen sich langsam aneinander. Esel sind ängstlich. Esel haben gutes Futter, viel mehr Auslauf und es geht ihnen viel besser als auf dem Picota. Darum bin ich echt froh."


    Damit hatte Robert nun auch Energie und Entlastung gewonnen, sich nach einer neuen Bleibe umsehen zu können. Mittels geliehenem Mofa legte er so einige Kilometer zurück und fand sieben interessante Plätze, von denen momentan noch einer als Kandidat übrig blieb. Ein zweiter, eigentlich ideal gelegen, mit Gebäuden, Ställen, Weiden war leider an eine Gruppe Aussteiger, Robert sagte Punks, für 90,- € im Monat vermietet. Das wäre dort toll gewesen, der Preis ist geradezu lächerlich. Aber mal sehen, was sich ergibt.


    Hier ein Beispiel einer Erkundung zu Fuß:


    "Gestern gegen mittag bin ich mit den Eseln los, Richtung Pedralva, weg von den Windrädern. Dabei durch ein Schluchtensystem mit reicher Vegetation gelaufen. Sehr gute Luft, Ruhe, toll. Bei Punks oberhalb von Pedralva herzlich aufgenommen worden und bei ihnen übernachtet. Wow, die Leute haben echt was Tolles auf die Beine gestellt. Tolle Energie, alle im Frieden. Selbst die Schweine, Hühner, alle kamen um gestreichelt zu werden. Esel und Pferde auch, ganz toll. Dann erst heute Mittag wieder zurück gekommen."


    Ich weiß nicht, ob das die gleichen Punks waren. Es gibt in der Region viele Aussteiger, die sich dort einen Platz gesucht haben, um nahe an der Küste zu sein, um jederzeit Surfen zu können. Es gibt alle Abstufungen. Manche bieten Unterkunft an, manche haben sogar große Quintas für viele Gäste aufgezogen.


    Zum weiteren Verlauf schrieb Robert nun:


    "Heute über meine Situation in Vinha Velha verhandelt. Einen Monat habe ich ja frei. Danach möchten sie gerne 150€ pro Monat in Geld oder Arbeitsleistung. Zeit zum Arbeiten habe ich nur für mich, habe mehr als genug zu tun."


    Ist natürlich die Frage, wieviel Arbeitsleistung sie wollen. Aber das Thema bringt mich zum Spendenaufruf hier in diesem Thread vom 6.8.2018 für Roberts Wiederaufbauhilfe. Leider hat sich nur eine Person genügend angesprochen gefühlt, zu helfen, meinen Beitrag nicht mitgerechnet, der auf anderer Ebene stattfindet. Das finde ich, ist eine magere Bilanz unter Gleichgesinnten.


    Grüße,

    Eseltrekker

    Hallo,


    hier zwei weitere Videos. Zuerst das, in dem Robert zu dem Polizeieinsatz interviewt wird:


    https://sicnoticias.sapo.pt/pais/2018-08-10-GNR-procura-canabis-em-quinta-de-alemao-afetada-pelo-fogo-em-Monchique


    Die Polizei hat an anderer Stelle mittlerweile den Einsatz bestätigt, verleugnet aber Gewaltanwendung und auf das Eindringen ohne Durchsuchungsbefehl ins Haus, zum Beispiel den Dachboden, geht sie gar nicht ein.


    Und hier der Link zum Video von der Drohne, die seine Esel belästigte. Robert hat versucht, den Drohnenflieger zu verscheuchen, da das Fluggerät die Esel ängstigte. Er wollte sich den Steuermann im Auto auf der Straße schnappen, nicht um ihn anzugehen, sondern, um die Bilder zu bekommen. Aber der Fahrer fuhr rasch weiter. Die größte Annäherung wurde offenbar rausgeschnitten, vermutlich, weil Robert darauf zu erkennen war. Das Anwesen ist zu sehen von 0:55 bis 1:05, also zehn Sekunden:


    https://sicnoticias.sapo.pt/pais/2018-08-10-Os-numeros-da-destruicao-do-incendio-em-Monchique


    Sein Besitz ist inzwischen in Monchique sicher untergebracht. Die wichtigsten Sachen nimmt er morgen mit zur temporären Unterkunft. Die Esel werden offenbar per Transporter hingebracht. Damit wird vermieden, etwa 15 km durch verbranntes Gebiet zu wandern. Insgesamt sind es etwa 40 km bis Vinha Velha bei Barão de São João:


    https://www.vinhavelha.com


    Grüße,

    Eseltrekker

    Hallo,


    die Dramatik bei Robert hat einen neuen Höhepunkt erfahren. Auf https://bombeiros24.pt erschien folgende Meldung:


    https://bombeiros24.pt/militar…no-incendio-em-monchique/


    Und hier die Google-Übersetzung, von mir teilweise etwas verbessert zwecks Verständnisses und an einigen Stellen ergänzende Erklärungen, meist in Klammern oder nicht-kursiv:



    Aggressives GNR-Militär dringt in Haus des Mannes ein, der Esel vor dem Feuer in Monchique rettete

    VERÖFFENTLICHT 10/08/2018



    Der Moment der Invasion wurde während eines direkten Skype-Interviews auf Facebook aufgezeichnet.


    Die Flammen des Monchique-Feuers ließen einen Teil von Roberts Haus in Asche zurück, zusammen mit der Esel-Zuflucht, das er hatte. Robert gab seine Tiere nicht auf und rettete das Leben seiner fünf Esel, die er aus dem Feuer nahm, das näher kam. Die Geschichte von Robert und seinen Eseln erwies sich in sozialen Netzwerken als viral.


    Gestern, am 9. August, wurde Robert eingeladen, einer Facebook-Seite auf der Seite "Ich möchte emigrieren" beizutreten, um seine Lebensgeschichte zu erzählen und über sein Projekt zu sprechen, das als "Sanctuary Happy Donkeys" bekannt ist. Während des direkten Interviews griff eine Gruppe von Soldaten der GNR ohne Genehmigung und ohne Identifizierung in sein Privateigentum ein.


    Wie Sie auf den Bildern sehen können, die aufgezeichnet wurden, war das Militär sehr unpraktisch und aggressiv mit Robert, um ihn schlecht behandeln zu können. Die Invasion folgte einer anonymen Denunzierung, die besagte, dass Robert Cannabispflanzen in seinem Besitz hatte, Pflanzen, die bei der Durchsuchung des Militärs nicht gefunden wurden.


    Alfredo Rodrigues (Facebook: Queromigrarhoje), ehemaliger Kommandant der portugiesischen Marine, Besitzer der Facebook-Seite "Ich möchte auswandern", fragte Robert während des Interviews, um zu schießen, was das GNR-Militär tat, da es nicht möglich war, sie durch die Kamera am Computer zu sehen. Robert nahm sein Handy und zeichnete die folgenden Bilder auf:


    Das extrem aggressive GNR-Militär fiel in die Zuflucht der Esel ein, das durch das Feuer zerstört wurde, fast so, dass sie Robert angriffen und versuchten, ihn zu überfahren. Das Militär weigerte sich, ihre Identifikation zu zeigen.


    Bilder zum Zeitpunkt, als das GNR-Militär in Roberts Haus eindrang, können Sie im folgenden Post im Video ab 5:40 sehen:


    https://www.facebook.com/quero…/videos/2142376292676790/


    Das GNR-Militär verließ schließlich das Gebiet, ohne identifiziert zu werden.



    Textinhalt der Facebook-Seite von Queromigrar, mit dem obigen eineinhalbstündigen Interview mit Robert:


    Der Verantwortliche für die Zuflucht der Tiere, die im Feuer von Monchique zerstört wurde, bittet um Hilfe durch Queromigrar. Lasst uns die Geschichte kennenlernen und dem Mann helfen:

    Robert Fritz Helmut Nestmann

    (dann seine portugiesische Kontoverbindung)


    Zusätzliche Anmerkung:

    Während ich diesen Deutschen interviewte, der ein Zufluchtstätte für Esel in den Bergen von Monchique hatte, erschienen militärische aggressiver GNR, die sich nicht versuchten zu identifizieren und wollten sogar den Mann überfahren, der ein Video zu machte, um zu zeigen, was sie taten.

    Sie suchten bei dem Deutschen angeblich nach CANNABIS !!!!!!

    Sie kamen ohne Genehmigung in sein Haus, als ob wir in einem diktatorischen Land lebten!

    Am Ende, ohne etwas gesagt zu haben, verließen sie das Eigentum, wie sie hereingekommen waren: kurzerhand!"


    Roberts Aufzeichnung der Abfahrt des GNR:


    https://youtu.be/EhmItk_aKmI



    Bilanz der Facebookseite:


    26.045 Aufrufe

    Gefällt 184 Mal 321 Kommentare 284 Mal geteilt



    Kommentare, zum Beispiel:

    "Das Wichtigste ist Cannabis, nicht die Rettung und Schutz der Tiere! Bestien! Verhältnisse wie in Venezuela!"

    "Entschuldigung Robert, im Namen meines Landes."

    "Großartiger Mann, ich denke du hast das beste Land der Welt zum Leben ausgewählt. Stärke und Mut für Dein Projekt."

    "Hahahahaha der Klingelton, top" (Während des Interviews klingelte das Telefon: I-aaaah)

    "Das Image dieser Polizisten ist die Schande unseres Landes!"

    "So viele Menschen, die Hilfe brauchen und die GNR geht gegen sie vor!"

    "Eine Hausdurchsuchung ohne Mandat, Schande"


    Am nächsten Tag gab Robert noch dem portugiesischen TV-Sender TVi24 ein kurzes Interview bei ihm zu Hause zum Feuer:


    http://www.tvi24.iol.pt/videos…/5b6c9c200cf282952f038c74


    Was auch verbrannte, ist die tolle Bremsenfalle, Ball, Aufhängung und Netz sind weg, Sammelbehälter ist beschädigt. Vielleicht gibt es Ersatzteile.


    Was in diesen Tagen auch übel ist, zig Nachrichtenagenturen klauen Roberts Fotos der Zerstörungen, aber das wird noch ein Nachspiel haben. Er ist im Prinzip der Einzige derzeit, egal, ob Privatbesitz oder gewerblicher betroffen ist, der solche Bilder veröffentlicht. Alle anderen kommen nur von den Nachrichtenagenturen. Das heißt, Robert hat exklusives Material.


    Mich hat noch eine E-Mail mit Bildern erreicht: Das große millionenschwere Yoga-Zentrum Karuna, ungefähr einen Kilometer von Robert entfernt, ist nahezu total zerstört. Dort war sehr viel mit Holz gebaut worden.


    Grüße,


    Eseltrekker

    Hallo,


    hier nun ein Bericht der dramatischen Ereignisse. Vorab ein Link zu einem Artikel der Online-Zeitung Algarve-Entdecker. Ein Redakteur ist am Morgen nach dem Feuer bei Robert bei ihm vorbei gefahren und hat ein aufschlußreicheres Bild gemacht:


    https://www.algarve-entdecker.…-von-waldbrand-umzingelt/

    bzw. hier der Direkt-Link zur großen Version des Bildes:

    https://www.algarve-entdecker.…hans-joachim-allgaier.jpg


    Auf Facebook hat er heute weitere Bilder hochgeladen, unter anderem eines, das die spärlichen Überreste der tollen Wasserschläuche zeigt. Was war das für ein Aufwand, die zu besorgen, versenden, in Empfang zu nehmen und zu verlegen. Darum hatte er auch geschrieben, daß Bewässerung momentan nicht möglich sei. Er hat nur Eimer, Wasser ist da, die Esel bekommen natürlich welches.


    Und nun O-Ton Robert, was sich abgespielt hat am Abend des 5.8.:


    "Hallo,

    Dein Regner hat mein Haus gerettet. Bin vorher noch schnell zum Tank oben gerannt, Filter gesäubert, Regner aufgestellt und dann wurde es allerhöchste Zeit zu fliehen. ich denke eine Halbe Stunde später ist alles bis auf das beregnete Haus abgebrannt.

    Auch das frische Stroh im Wert von 540€.

    Aber ich bin ok. nehme es gelassen. ... Voll der Stress hier mit Anfragen usw., Wahnsinn."



    Er hatte auf Facebook ja geschrieben, daß er nun mit seinen Eseln in Caldas de Monchique sei und ein paar Bilder dazu gepostet. Ich hatte ihm dann am 6,8 geschrieben, gut daß er da wieder weg sei - offensichtlich, da er zwischenzeitlich Bilder der Zerstörung gepostet hat - denn die portugisischen Medien meldeten überall in Caldas de Monchique würde es brennen. Das war, wie sich herausgestellt hat, übertrieben, der kleine Thermalquellen-Ort war nur fast rundum eingekesselt von Brandherden. Aber die Feuerwehr ließ die Flammen nicht bis in den Ort vordringen, doch auf Kosten von einigen Aussiedlerhäusern.


    "Tja, ich bin halt schlau... . Alle sagten, es sei in Caldas der sicherste Ort. Ich bin schon um 4 Uhr morgens wieder los. Und du kannst dir gar nicht vorstellen, was die Leut für ein Trara machten und mich nicht gehen lassen wollten.

    Auch die vielen Angebote, meine Esel im Stich zu lassen und feige sich zu verpissen. Nicht mit mir.

    Jetzt bei happy donkeys. Alles im Popo. Glück, mein Wohnhaus ist noch ok. Aber alles andere weg. Werde in ein zwei drei Tagen weg gehen. Bin das noch am klären.

    Jetzt totaler Stress mit allen Messages auf Facebook. Bin stundenlang online.

    Das mieseste von allemn, neben allen Maschinen, die du gespendet hast, außer FSl sind auch alle Pack- und Reit-Sättel verbrannt, Das Weidezaungerät mit großem Akku, das Solarpanel dafür, frisches Stroh im Werte von 540 €, einiges Werkzeug usw. Ui, auch die tollen Schläuche, alles hinüber. Gästehaus ebenfalls.


    Alles Gute,

    Robert"


    Wie man auf obigem Foto sieht, die gute Leiter hat überlebt und ein Teil der begrünten Terrassen. Ich denke, FSI steht für den Freischneider von Stihl.


    Roberts spektakuläre Fluchtaktion zu Fuß mit fünf Eseln hat es sogar in zwei portugiesische Zeitungen mit einem ausführlichem Bericht zu seinem Werdegang geschafft.

    Robert will also von dort weg und plant einen Neuanfang an einem Ort, wo er dann bleiben kann. Zunächst mal geht es Richtung Küste. Die Westküste ist ja über hunderte Kilometer Naturschutzgebiet, sehr schöne absolut saubere Strände. Nicht, weil sie jemand reinigt, sondern wegen günstiger Strömungen. Kein Öl, kein Kunstoff, keine Algen, Tang oder sonstiges biologisches Material auf dem Sand. Nur auf den Felsen wächst etwas.

    An Transportangeboten mangelt es Robert nicht. Aber er wird vermutlich erst mal kein Geld verdienen können und von den geringen Ersparnissen leben müssen oder sich etwas leihen. Neben Lebensmittel wird er auch einige Dinge wieder ersetzen müssen, spätestens dann, wenn er den dauerhaften Ort zum Bleiben gefunden hat.


    Wie es der Zufall will, ich bin Ende September für eine gute Woche bei ihm. Da werden wir Einiges organisieren und transportieren.


    Casa Jaede, bei der Unterkunft war ich vor zwei Jahren beim ersten Besuch bei Robert, als er noch kein benutzbares Gästehaus hatte, ist auch abgebrannt bzw. stark beschädigt. Es wird von einem belgischen Ehepaar betrieben. Ebenso eine gleiche Gästeunterkunft wenige Kilometer entfernt, auch von einem belgischen Ehepaar. Und das große Yoga-Ressort nahe Robert namens Karuna hat es auch erwischt. Und noch eine ganze Menge der verstreuten Häuser mehr an den Hängen des Picota. Es gibt noch keine offizielle Zählung.


    Aber ein paar Zahlen hätte ich noch zum Feuer: Gestern wurden 16.500 verbrannte Hektar gemeldet, heute bereits 21.300 Hektar - seit Freitag und nur dieses Feuer. Es gibt noch mehr Feuer in Portugal. Letztes Jahr brannten insgesamt 50.000 Hektar im Land.


    Momentan ist das Feuer an mehreren Fronten außer Kontrolle: Es steht im Osten vor Silves, einer etwas größeren Stadt als Monchique und vor Portimao im Süden, einer Stadt in der Größe Stuttgarts. 1400 Feuerbekämpfer sind aktiv, rund 340 Fahrzeuge und 34 Fluggeräte. Aber die starken Winde fachen immer wieder neue Brandherde an. Wenn Eukalyptus brennt, lösen sich brennende Rindenteile und fliegen brennend hunderte Meter. Deshalb helfen Schneisen kaum. Brennt das Laub am Boden, geht es nie von selbst aus, es produziert etwa 30 cm hohe Flammen.



    Grüße,

    Eseltrekker

    Hallo,


    es geschah das Unmögliche, die Katastrophe - Happy Donkeys ist abgebrannt!


    Gegen 14:00 Uhr hat Robert drei Bilder seines durch einen Großbrand in der Gegend total verwüsteten Happy Dokeys-Domizils auf Facebook gepostet. In den Nachrichten war gestern ein Teil des Brandes zu sehen, heute kommt es womöglich nochmal. Ein Geschäftskollege hat mir die Fotos gezeigt, ich selbst habe kein Facebook und finde die aktuellen Bilder nicht. Zu sehen war ein komplett verkohlter Garten, nichts ist übrig, die Selbstversorgung komplett zu Ende, auch das ganze Eselfutter ist abgebrannt. Beim Haus habe ich gesehen, die Gebäude stehen noch, der Gästeteil hat kein Dach mehr, darin ist alles verbrannt. Vielleicht ist ihm im Haupthaus noch etwas geblieben, es hatte Metalltüren. Und in der Küche stand eine Gasflasche, wenn die explodiert wäre, hätte es anders ausgesehen.


    Mit Sicherheit hat er keinen Zaun mehr, das Kunstoffband ist natürlich verbrannt wie auch die Zaunpfosten. Ob der untere neue Stall, in dem er für mehrere hundert Euro Heu für die Esel gestapelt hatte, noch steht, habe ich nicht gesehen. Er hatte noch keinen Kommentar geschrieben, da er sich wohl erst selbst ein Bild machen muß.


    Gestern wurden über 100 Leute aus seiner Gegend evakuiert. Er ging mit seinen Eseln nach Caldas de Monchique, ungefähr vier Kilometer westlich seines Heims und circa drei Kilometer südlich Monchique. Ob er Zeit hatte, das Wichtigste auf seine Esel zu laden, weiß ich nicht. Sein Handy hat er natürlich dabei gehabt. Ob er in seinem Heim noch Solarstrom hat, ist offen. Er bräuchte ihn auch zum Handy laden.


    Ich halte Euch auf dem Laufenden. Mein Geschäftskollege schickt mir die Fotos, dann werde sie genauestens betrachten, um zu sehen, was noch da sein könnte. Wer einen Facebook-Zugang hat wäre nett, neue Einträge hier zu posten.


    Vor gut einem halben Jahr hatte ich ein Spendenkonto für ihn eingerichtet und es bislang nicht verwendet. Das möchte ich nun publik machen und versuchen, für ihn Unterstützung zu erhalten. Wer sich beteiligen möchte, hier die Daten:


    Happy Donkeys

    IBAN: DE80602911200052766047


    oder


    BLZ: 60291120

    Kontonummer: 52766047




    Viele Grüße,

    Eseltrekker

    Hallo,


    die Esel waren verschieden groß, von 1,20 bis 1,45 Meter oder 270 bis 350 kg.


    Wasser für die Esel gibt es unterwegs nur, wenn wir einen Bach finden. Finden wir Luzerne oder größere Mengen Disteln, wollte kein Esel an Bächen noch zusätzlich trinken.


    Eine Ausnahme gab es: Letztes Jahr bei einer 25 km Etappe mit um die Mittagszeit auf einer Straße von oben und unten über 40 °C, sonst aber viel im Wald. Ich konnte ohne Pause am Ende nicht mehr wie 100 Meter am Stück gehen, dann 10 Minuten Pause. Ich trank zu wenig, aber das aufgeheizte Wasser war so widerlich. Und ich sehe es auch meinen Eseln an, ob sie trinken wollen, vor allem diesem. Ihm gings ähnlich. Ich fand 3 km vor Ende der Etappe eine kleine Farm am Wegesrand mit kleinem Wohnhaus. Keiner da, um um Wasser bitten zu können. Aber ich erspähte einen Wasserhahn an der Hausecke mit fest darunter montiertem Metallwaschzuber. Eiskaltes Wasser kam aus dem Hahn, ich füllte meine Aluflaschen.


    Aber der blöde Zuber hatte einen Abfluss und keinen Stopfen und mein Esel glotzte ganz konsterniert auf das permanent abfließende Wasser. Da legte ich meine Hand auf den Abluss und der Wasserspiegel stieg. Eselchen soff ziemlich viel.


    Beim Weg zum Zuber und dem laufenden Wasser bemerkte mein Esel gar nicht, daß er über drei metallene runde Kanaldeckel lief. Als der Durst gelöscht war, sah er die Deckel und der Rückweg war blockiert. Es ging nur noch rückwärts durch ein Gebüsch!


    Pausen mache ich zum Navigieren und wenn ich sehe, daß der Unwilligkeitsgrad beim Esel ob des leeren Bauches weiterzulaufen, eine gewisse Höhe erreicht hat. Inzwischen habe ich ein sehr gutes Gefühl für die benötigte Futtermenge. War der Aufenthalt nachts karg, geht's zum Beispiel morgens erst mal straks zur ersten Wiese, Feld, etc.

    Hallo,


    alle meine Wanderesel, sehr erfahrene Tiere, liefen in der Ebene ungefähr die 3,5 km/h. Bergauf und Bergab ging es jedoch schneller. Einmal schafften wir 250 Höhenmeter rauf in einer halben Stunde. Ein anderes Mal 5 km und 200 Höhenmeter rauf in einer knappen Stunde. Steil runterwärts dagegen mußte in unwegsamem Geröll schon mal gebremst werden, indem man sich vor dem Esel breit machte. Der Esel fing an zu rutschen, erkannte aber nicht die Gefahr, daß er am Limit war. Das alles jeweils mit rund 25 kg Gepäck.


    12 bis 15 km am Tag sind eine gute Etappe. Da hat man am Ziel noch genügend Zeit, sich wieder zu erholen und zu essen. Die Etappenlängen sollte man langsam steigern, denn zu Beginn fällt das Aufstehen am Morgen um so schwerer, je länger die Etappe war und man noch nicht richtig trainiert ist. Und das gilt auch für den Esel und seine Motivation, am Morgen wieder Strecke zu machen. Vor allem die erste Steigung kostet regelmäßig Überwindung. Nicht nur da sollte man einen Plan haben, den Esel zu überreden.


    Pause machen tagsüber ist nicht das Problem. Ist der Esel bergauf zu schnell, bleibt er bei Luftnot einfach stehen und verschnauft und startet wieder von selbst, wenn genügend durchgeatmet ist. Der Mensch kommt erst nach etwas Training soweit, daß die kurzen Verschnaufpausen des Esels für einen selbst auch ausreichen. Andererseits versucht man einen Esel, der so in Schwung ist, nicht unnötig zu bremsen, er bleibt noch oft genug stehen und man versucht irgendwie mitzuhalten.


    Macht man Vesperpause, hatten alle meine Esel auch bei tollster Wiese, Luzerne oder was auch immer grundsätzlich mehr Lust auf das, was ich selbst aß und wenn es ein Stück Salami zum Baguette war. Das Baguette natürlich sowieso. Es muß alles probiert werden, sogar Tomaten-Thunfisch-Reissalat, es ist egal. Esel denkt, der Mensch ernährt sich nur von Leckerlis.


    Eine andere Erfahrung: Eine sehr lange Etappe von rund 23 km brauchte von 8:30 Uhr bis 22:00 Uhr, weil es fast den ganzen Tag regnete. Mein Esel lief nur mit halben Tempo, keine Chance ihn anzutreiben. Darin enthalten höchstens eine Stunde Pause, vor allem zum Navigieren. Keine Zeit für Vesperpause, Essen und Trinken im Gehen.


    Wichtig ist, vorher Stellen zu erkennen, von denen man vermutet, der Esel will sie nicht passieren. Dann sollte eine Alternativroute zur Auswahl stehen. Zum Beispiel Metallbrücken mit Löchern, durch die man auf den Fluß darunter sieht, kleine Holzbrücken über Bäche, Bäche ohne Brücke mit trübem Wasser, wo man nicht sieht, wie tief es ist, etc.


    Wenn man sich etwas in der Knotenkunde auskennt, kann man auch Spannknoten knüpfen, um ein Seil spannen zu können ohne weitere Hilfsmittel. Als ideale Führungsleine haben sich ungefähr 10 mm dickes Kletterseil erwiesen und dazu Schraubkarabiner aus dem Klettersport. Die Karabiner ermöglichen eine sehr rasche Anklipsung, wenn man den Esel mal kurz Abstellen muß, um zum Beispiel die Karte oder das GPS-Gerät zu betrachten oder zum Fotografieren.


    Der Karabiner wird idealerweise mit einem doppeltem Achterknoten mit Schlaufe am Seil befestigt. Ein Karabiner gleitet natürlich sehr gut an einer langen aufgespannten Laufleine. Trotzdem gibt es Esel, die schaffen es, bei einer am Boden liegenden Laufleine nachts irgendwo mittendrin einen Knoten mit dem Karabiner zu machen, der größer als eine Faust ist. Dann haben sie als Bewegungsfreiheit nur noch die vier Meter der Führungsleine plus den paar Metern, die sie die Laufleine ziehen können.


    Ansonsten habe ich aber gelernt, geübte Wanderesel sind unglaublich geschickt, im Normalfall Seilverwirrungen selbst wieder aufzulösen. Vor allem alles, was irgendwie die Beine berührt. Andererseits schaffen sie es aber auch, hängen sie am Ende einer längeren Führungsleine, dann so oft um Bäume und Büsche rumzulaufen, bis sie mit der Nase an den Busch stoßen. Dann wird ordentlich gezogen, damit sich die Wicklungen auch richtig zuziehen und dann kommt bald das große Jammern.


    Andererseits habe ich noch nie gesehen, spannt man eine lange Laufleine, klipst darauf die kurze Führungsleine, daß der Esel um die Endpunkte rumgelaufen wäre und dort seine Führungsleine drumgewickelt hätte. Irgendwie scheinen sie zu blicken, nicht über die Laufleine drüberzusteigen an den Enden. Vielleicht war es auch wieder Übung.


    Beim Wandern lieben es Esel, wenn sich der Führer zwischen den Esel und die Gefahr begibt, zum Beispiel Fahrrad oder Motorrad. Aber bei Hunden übernehmen sie dagegen selbst oft gerne die Regie, die Devise heißt Angriff, wenn der Hund zu frech ist. Und Wölfe mochte einer gar nicht, er wurde zum Kampfesel. Nur die Laufleine an der Hütte befestigt, hielt ihn zurück, den Wolf zu verfolgen.


    Meine Esel wußten immer sehr genau, wie breit sie mit Packtaschen sind, blieben bei Engstellen stehen. Abladen, Gepäck umtragen, Esel holen, Aufladen waren dann die Schritte zur Lösung. Oder Baum fällen. Aber sie wissen nicht, wie hoch der Packsattel ist. Einmal blieb mein Esel an einem umgestürzten Baum hängen und akzeptierte nicht, daß es nicht weiter geht. Mit Gewalt wurde gedrückt, es ging so schnell, ich hatte keine Chance zum Bremsen. Ein Lederriemen riß und alles Gepäck lag am Boden. Zum Glück war der Riemen überlang und hatte noch weitere Löcher, so daß eine provisorische Durchfädelung die weitere Wanderung ermöglichte.


    Unterkünfteplanung im Voraus ist sehr ratsam. Es von unterwegs zu versuchen erzeugt auf jeden Fall Streß und gerade von dem möchte man doch mit der Wanderung wegkommen, oder? Je länger die Wanderung, desto eher schätzt man auch eine warme Dusche. Man verbraucht viel Energie, schwitzt und kann trotz Sommerhitze total durchgefroren ankommen. Heißes Wasser ist da die Rettung. Das heißt, wenn Zelten, dann sollten die Etappen nur mäßig anstrengend sein. Es hebt grundsätzlich die eigene Motivation ungemein, wenn man das Salz, das man tagsüber ausgeschwitzt hat, wieder abwaschen kann. Leider gibt es keine wirklich empfehlenswerte Solardusche - schwarzer Plastikwassersack mit Schlauch und Duschkopf. Da ist selber Wasser kochen, in einer großen Faltschüssel mit kaltem verdünnen und sich dann mit einem Becher zu übergießen besser.


    Grüße,

    Eseltrekker

    Hallo,


    in den nächsten Tagen finden sich auf ARTE folgende zwei Dokumentationen:


    5.6.2018, 15:30 Uhr: "animalisch. Das Tier und Wir - Der Esel" - Thema 'Begegnung Mensch ... Esel'

    8.6.2018, 11:50 Uhr: Wiederholung "animalisch. Das Tier und Wir - Der Esel" - Thema 'Begegnung Mensch ... Esel'

    Online ansehbar unter https://www.arte.tv/de/videos/…malisch-das-tier-und-wir/

    einschließlich folgende Informationen zur Sendung:


    "Die Beziehung zwischen Mensch und Esel ist durch Ecken und Kanten geprägt. Folge 2 der Dokureihe bietet überraschende und faszinierende Einblicke in die Beziehung zu dem unbeugsamen Tier. Die Doku zeigt, wie der Mensch in Interaktion mit den "störrischen" Eseln tritt.


    Judith Schmidt ist Tiertrainerin, lebt in Belgien und hat sich bewusst gegen Kinder und für Esel entschieden, wie sie im Film erzählt. Zu ihren Tieren hat sie eine so enge, vertrauensvolle Beziehung, dass die Esel für sie sogar durchs Feuer gehen. Der ehemalige Unternehmer Daniel Coppey hat sich derart in die freundliche Sanftheit der französischen Eselrasse Baudet du Poitou verliebt, dass er ihnen inzwischen fast seine ganze Zeit und beinahe sein gesamtes Vermögen widmet. Im französischen Bressuire züchtet er diese selten gewordenen Tiere. Und ausgerechnet Esel haben sich die Schwestern Andrea und Gabriele Duchek aus Rullstorf bei Lüneburg als Arbeitspartner gewählt, um Seminare für Führungskräfte zu geben. Ihre unbeugsamen Tiere sind eine Herausforderung für jeden Manager. Visuell hochwertig und berührend, informativ und unterhaltsam gibt „Animalisch Das Tier und wir“ überraschende und faszinierende neue Einblicke in eine Beziehung mit Ecken und Kanten: die Begegnung von Mensch und Esel."

    Dauer: 27 min



    8.6.2018, 7:15 Uhr (im Programminfotext, 7:20 Uhr auf ARTEs Homepage): 360° Geo Reportage "Die fliegenden Wildesel von Kasachstan".

    Online ansehbar unter https://www.arte.tv/de/videos/…-002-F/360-geo-reportage/

    einschließlich folgende Informationen zur Sendung:


    "Nur noch etwa 3.000 asiatische Wildesel, auch Kulane genannt, ziehen im riesigen Altyn-Emel-Nationalpark in Kasachstan umher. In freier Wildbahn besiedeln sie noch ein Prozent ihres ursprünglichen Lebensraums. Um dem Aussterben entgegenzuwirken, sollen die Kulane eingefangen und mit dem größten Transporthubschrauber der Welt in die zentralasiatische Torgai-Steppe geflogen werden.


    Die Umsiedlung von Wildeseln ist ein riskantes Unterfangen. Bei einem Versuch in der Vergangenheit starben alle Tiere. Jetzt will in Kasachstan ein erfahrenes, internationales Team aus Tierärzten und Biologen das Wagnis eingehen und einen Teil der im Altyn-Emel-Nationalpark beheimateten und vom Aussterben bedrohten Kulane in die zentralasiatische Torgai-Steppe umsiedeln – in einem der größten Transporthubschrauber der Welt.

    Schon das Einfangen ist ein Kraftakt: Logistisch ist es kaum möglich, eine größere Anzahl der extrem scheuen Tiere in kurzer Zeit zu fangen – erst im Oktober, wenn die Nahrung knapp wird, begeben sie sich ins Tal des Flusses Ili. Für einen erfolgreichen Fang muss sich eine Kulanherde von mindestens 40 Tieren nahe des Fangkorrals aufhalten. Nur im Schutz der Dunkelheit können die kasachischen Ranger sie im Scheinwerferlicht ihrer Geländewagen in ein kleines Schutzgehege treiben. Dabei sollten Stuten und Fohlen möglichst nicht getrennt werden. Auch wenige Hengste müssen dabei sein, um eine neue Population aufzubauen. Im Korral werden die Tiere betäubt, ihnen werden Blutproben genommen, ein Gesundheitscheck gemacht, ein Langzeitberuhigungsmittel für den Transport gespritzt und ein Senderhalsband angelegt, um ihre Entwicklung in ihrer neuen Heimat, der Torgai-Steppe, verfolgen zu können. Erst dann kommen die Tiere in ihre Transportbox und das Abenteuer des Fluges steht bevor. Wird die Aktion gelingen, und werden die Tiere die Strapazen gut überstehen? „360° Geo Reportage“ begleitet ein Team aus Tierärzten und Biologen bei dieser einzigartigen Aktion."

    Dauer: 43 min



    Grüße,

    Eseltrekker

    Hallo,


    ich denke, Du wirst die Antwort finden, wenn Du weiter liest. Zu einem allgemeinen Überblick empfehle ich die ersten beiden Beiträge dieses Themas. Roberts Homepage erklärt es viel besser, was sein Projekt ist, als ich es jemals wiederholen könnte. Zum Verständnis sind seine eigenen Worte ein wesentliches Element.


    Grüße,

    Eseltrecker

    Hallo,


    eine Unterscheidung tut Not:


    Betteln dient der persönlichen Bereicherung.

    Spenden dient immer einem Zweck. Bei Roberts Projekt lautet der Gemeinnützigkeit.


    Zusätzlich denkt Robert darüber nach, Spendern irgendwelche Privilegien einzuräumen. Eines wird wahrscheinlich sein, regelmäßige Infos zu versenden, die deutlich über das hinausgehen, was hier im Forum berichtet wird. Zum Beispiel Paten für Esel könnten über ihren Patenesel auf dem Laufenden gehalten werden. Für konkrete Angebote muß aber Robert direkt angesprochen werden.


    Grüße,

    Eseltrecker

    Hallo Birgid,


    ich habe kein Facebook und kenne leider die Gruppen nicht, aber ich werde nachfragen.


    Robert bietet verschiedene kostenpflichtige Wanderungen an. Er bezeichnet die Bezahlung dafür grundsätzlich als Spenden, was sie im eigentlichen Sinne aber nicht sind, denn die Leute bekommen dafür ja einen Gegenwert. Wenn er das speziell hervorhebt, heißt das, sie haben noch ein Trinkgeld draufgelegt. Echte Spenden ohne Gegenwert, egal ob bar oder über das Konto gab es noch nicht.


    Grüße,

    Eseltrecker

    Hallo,


    da Robert die letzten Wochen sehr gestresst ist und dauernd mit seiner Zeit rumknappst - viel zu tun einschließlich drei Helfer anleiten - nehme ich ihm hiermit etwas ab, womit er an mich herangetreten ist, wobei ich ihn ohnehin nicht aus eigener Erfahrung beraten kann. Da dachte ich, das ist doch perfekt fürs Forum. Er schreibt:


    "Hallo,

    aktuell steht folgendes an, ich brauche ein neues Hufmesser. Und dieses Mal möchte ich doch gerne ein vernünftiges Hufmesser haben. Es sollte etwas kleiner sein als das für Pferde und damit möchte ich vor allem die Strahlfurchen so schneiden, dass ich bei der morgendlichen Hufreinigung nicht 1 Minute oder gar länger pro Huf brauche, was Minimum 20 Minuten gebückter Haltung erfordert. Danach habe schon die ersten Rückenschmerzen am Tag. Das ist nicht gerade der beste Beginn für einen Morgen, an dem noch sehr vieles erledigt werden will.

    Hast du Lust ein bisschen zu recherchieren? Ich habe mir nur die Angebote bei Amazon angeschaut und meine Wahl wären folgende zwei Artikel:

    https://www.amazon.de/gp/product/B01N32YV3E/ref=ox_sc_act_title_3?smid=A370741VITUHQ5&psc=1
    https://www.amazon.de/gp/product/B002B5EB4I/ref=ox_sc_act_title_2?smid=AOC3G2PBG3IY7&psc=1


    Alles Gute,
    Robert"

    Da wäre nun die Frage, hat Robert was Sinnvolles gewählt oder was wären bessere Empfehlungen für seine Anforderung?


    Grüße,

    Eseltrekker