Posts by aufdemland

    Lady, 12, die jüngste und empfindsamste Stute der Eselgruppe senkt manchmal ihren Kopf in den Schoß eines Menschen im Rollstuhl, wenn eine Gruppe uns auf der Koppel besucht. Dann folgt eine ganze Weile stummer Austausch von Emotionen zwischen den beiden, bis der Mensch im Rollstuhl über das ganz Gesicht strahlt und sich manchmal, wenn er das kann, auf Lady stützt und aufsteht.

    Lady ist danach fertig, wendet sich ab und fängt an zu grasen.

    Ich galube, das wir mit den Wurmkuren auch Schuld daran sind.

    So ist es - schon vor dreißig Jahren lagen alle Mistkäfer tot neben den Pferdeäpfeln bei unseren Waldwanderungen auf Wegen, die auch gern die Reiter nutzten.


    Die Tierhalter haben früher Rainfarn als Wurmmittel für ihre Tiere genommen, habe aber noch nicht untersucht, ob das als Wurmmittel heute ausreichen würde.

    Immerhin, (lebende) Mistkäfer haben die Esel auch auf ihrer Koppel, einen habe ich mal beobachtet, wie er einen sehr kleinen sehr festen Eselapfel versuchte, in seine Höhle zu bugsieren.


    Was die Dungkäfer angeht, habe ich jetzt großen Respekt vor ihrer Arbeit und lasse ihnen an einer Stelle der Koppel ihr zerbröseltes Ergebnis liegen, die Esel sorgen dann schon für Nachschub.


    N.B: Wo der ersten hinäppelt, äppeln die anderen nach ausführlicher Geruchsprobe drauf - für mich der schlagenste Beweis dafür, dass man einen Esel nicht allein halten darf - der Arme muss immer - ohne Geruchsprobe - auf seinen eigenen Haufen äppeln

    Der Dungkäfer, ein winzig kleiner Verwandter der Mistkäfer, hat sich auf der Koppel über die Hinterlassenschaften der Esel hergemacht. Wir fanden nur noch zu einem wuseligen Gemisch verbreitete flache Flächen ehemals fester Eseläpfel und da war ordentlich Leben drin.

    Ein echter ökologischer Mistreiter! Er zerbröselt Pferde- und Eseläpfel, auch Kuhfladen (aber wo findet er die noch?), schleppt sie in gegrabene Höhlen, legt darauf seine Eier für die nächste Generation ab und sorgt so mit dem vergrabenen Dung für die Bodenverbesserung.

    Da hier so gut wie keine Kuh mehr auf der Koppel steht, hat er sich wohl notgedrungen massiv über die Esel- und Pferdeäpfel hergemacht.

    Das Thema hatten wir schon mal - die "Leitlinien für die Pferde- (und Esel-) haltung", sozusagen der Kommentar zum Tierschutzgesetz, schreiben eine "formbare Unterlage" vor, auf der sie sich ablegen können.

    Nun kenne ich zwar Bilder von Zirkuspferden, die sich selbst die Decke über den Körper ziehen - aber ob das Pferde und Esel auch mit Stallmatten können??

    Also sollte/muss man ihnen die "formbare Unterlage" bieten.

    Meine Esel haben - dank Zimmerei in der Nähe - Einstreu aus dem Spänebunker, abends so um diese Zeit höre ich, wie sie sich "ihr Bett bauen" und so sehen die (immer offene) Extra-Box und der Stall mit Einstreu auch am nächsten Morgen aus. Da legen sie sich so zwei bis drei Stunden ab - bis die Nachtschicht anfängt und haben oft am nächsten Tag noch die "Bettfedern" im Fell.

    Meine alte Eselstute, Profi in allen Lebenslagen und mit Cushing, hat jedes Frühjahr das Scheren genossen und ganz still gehalten. Allerdings muss man unbedingt eindecken, wenn die Nächte dann noch kalt werden.

    In der Nachbarschaft unserer Eselkoppel gibt es ein Gästehaus mit Urlaubsangebot für Behinderte. Die Gäste kommen auf die Koppel und besuchen die Esel oder wir gehen mit den Eseln zu ihnen in den Garten.

    Die jüngste Eselstute der Gruppe, jetzt 12 Jahre alt (sie verlor mit 6 Monaten die Mutter), ist die Empfindsamste der Gruppe. Mit ihr passierte es schon öfter, dass sie ihren Kopf in den Schoß eines Menschen im Rollstuhl senkte und nach einer (gefühlten) Ewigkeit der Mensch im Rollstuhl über das ganze Gesicht strahlte, sich auf die Eselstute stützte und aus seinem Rollstuhl aufrichtete.

    Eine TÄ hatte bei meinem Wallach auch "mal eben so" von EOTRH gesprochen.


    Souel Maleh, dem Vorsitzender der IGFP (http://www.igfp-ev.de) und vom Eselvirus befallen, war zu diesem Zeitpunkt (2014) k e i n Esel mit EOTRH bekannt. Auch alle späteren jährlichen Zahnbehandlungen, für die ich ein IGFP-Mitglied habe, haben die Diagnose nicht bestätigt und der Wallach hat noch seine Schneidezähne.


    Die von der IGFP geprüften (und entsprechend ausgestatteten) Dentisten sind inzwischen doch in angemessener Entfernung zu finden, schaust Du: https://www.igfp-ev.de/pdp-in-…ehe-gepruefte-mitglieder/.

    Wie oft gibts du diese Kur ? Und geht es dazwischen gut?

    Die Abstände waren am Anfang ca. 2-3 Monate, zuletzt 1 Monat. Aber ich habe mich da nicht nach dem Kalender gerichtet, sondern nach ihrem Befinden und dann wie oben beschrieben gegeben.

    Hallo Stefanie

    das ist ein bisschen früh... Meist wird Cushing mit älteren Pferden und Eseln in Verbindung gebracht.


    Problematisch bei Prascend sind die Geldschneiderei (einziges Mittel am Markt) und die Nebenwirkungen bei Tieren und Menschen (s. Beipackzettel).


    Ich fand eine Studie von Tina Wassing https://doczz.net/doc/6194176/…-tiermedizin-zgtm-01-2014.

    Sie unterscheidet zwischen den "verhungerten" und "fetten" Cushing-Typen.


    Bei mir war es eine etwa 40-jährige Eselstute, die mir deutlich zeigte, wenn sie "abfiel". Dann bekam sie ihre Kur.


    Wassing unterscheidet zwischen den "verhungerten" und den "fetten" Typen.

    Meine Stute gehörte zu den "verhungerten" Typen, bekam die entsprechenden Kombinationspräparate zweimal wöchentlich in die Mundschleimhaut (es muss nicht unter die Haut gespritzt werden), bis der Vorrat aufgebraucht war (meist sind 10 Ampullen in der Packung).

    Schon nach der ersten Behandlung lebte sie auf, die Kur hielt dann so 2-3 Monate.

    Nach meiner Erfahrung sind Esel sehr tolerant gegenüber "Neuen", da sie keine Hierarchie kennen. Wenn es von der Größe her passt, würde ich den Versuch wagen, und der Wallach hätte seine Damen, auf die er aufpassen muss.

    wenn so lange Socken nicht zur Hand sind (oder noch gebraucht werden), geht es auch mit Fußballerstumpen.


    Hier Gr. 1 ("junior") für Jessie, die alte Dame, der die Kriebelmücken fürchterlich die Röhrbeine zersägten. Die haben oben auch ein Gummibund, das dann rutschte und wieder vom Servicepersonal hochgezogen werden mußte.

    Da ich die alte Dame letztes Jahr gehen lassen mußte, liegen noch vier saubere in gleicher Farbe im Schrank, PN genügt.


    Und dann gab es im Frühjahr noch blättrige Rosetten, die mich zur Verzweiflung brachten, weil sie aussahen, als wollten sie JKK werden. War aber Wegesenf , haben die Esel gern gefressen, war früher der Senf des kleinen Mannes. Die JKK, die dann kamen, haben die Esel stehen lassen und drum herum gefressen - stinkt wohl auch - ich durfte sie dann ausreißen.

    Kotproben abgeschickt, bin auch gespannt auf das Ergebnis pro Tier - aber ohne Hilfe der Schüler*innen, die ihren "Zukunftstag" bei den Eseln absolvierten, wäre es mir nicht gelungen, die Einzelprobe pro Tier einzusammeln - ich finde meist nur die "gesammelten Werke" vor und denke mir mein Teil, was von wem stammt.


    Die Koppel wird regelmäßig mit abgeäppelt - was den Mistkäfer wahrscheinlich ärgert, der gerade eine neue Höhle darunter gebuddelt hat.