Posts by Heike Wulke

    Das Gewicht der Kutsche hängt von verschiedenen Faktoren ab, u.a. vom Trainingszustand der Tiere, wie viele Personen mit welchem Gewicht sitzen auf der Kutsche, Feld- oder Asphaltwege etc. Für deine Größe Esel wird es wohl eher schwierig, eine sichere Kutsche unter 140 kg zu bekommen (dazu gehören auch alle Anbauteile wie Deichsel/Schere etc, die gern von den Verkäufern aus dem Gesamtgewicht rausgenommen werden).

    Da Esel nun mal in vielen Dingen anders sind als Pferde, dient der Kutschenschein der FN tatsächlich "nur" der reinen Fahrlehre. Den Rest muss man sich beim Ausbilder direkt erfragen oder halt zusätzlich bei eselerfahrenen Fahrern eine Zusatzausbildung machen.

    Bewährt haben sich gepolsterte geteilte Holzkummets bei Eseln.

    Du sollst dich natürlich trotzdem nicht stupsen lassen. Aber Esel, die wenig oder wenig positive Erfahrungen mit Menschen gemacht haben, empfinden es ggf als bedrohlich, wenn der große Mensch sich nähert und von oben agiert. In der Natur sind wir das Raubtier, der Esel das Beutetier. Diese Rolle sollte man nicht ganz vernachlässigen. Wenn du dich näherst, dann klein und für den Esel überschaubar. Wenn der Esel dich stupst oder dir näher kommt als du möchtest, machst du dich groß.

    Esel direkt vom Veterinäramt - einen schwierigeren Start hättet ihr euch nicht aussuchen können.


    Wir haben die Erfahrung bei sehr vielen Pflegeeseln der Noteselhilfe gemacht, dass gerade bei solchen Tieren wie eure Stute eine gleichmäßige Routine sehr viel bewirkt. Also immer die gleichen Arbeitsabläufe zur gleichen Zeit mit sehr viel Ruhe und Gelassenheit. So hat sie Zeit und Gelegenheit, euch im normalen Alltag kennenzulernen und eine Chance, Vertrauen aufzubauen. Zwängt euch am Anfang nicht zu sehr auf, beschäftigt euch intensiv mit dem Wallach. Sie wird sehen, dass er euer Tun überlebt und vielleicht sogar genießt. Nähert euch in Ruhe und langsam und macht euch dabei klein. Dann wirkt ihr weniger bedrohlich. Versucht nicht, sie anzufassen, sondern wartet, bis sie Schritt für Schritt von selbst kommt. Vermeidet dabei hektische, schnelle Bewegungen. Auf diese Weise geht es doch recht schnell.


    Kommt ihr gar nicht voran, sucht nach einem Tierheilpraktiker oder Osteopathen bei euch in der Nähe. Tiere, die eher aggressiv reagieren, haben unserer Erfahrung nach meist gesundheitliche Probleme und/oder Schmerzen. Ist wie bei uns Menschen, wenn wir uns nicht wohlfühlen, sind wir auch nicht unbedingt nett zu unserer Umwelt.


    Mach doch mal ein Video vom Kopf-Schwingen. Es könnte ein Fehlverhalten aufgrund schlechter Haltung/Stress sein, lässt sich aber anhand eines Videos besser beurteilen.

    Allein deine Antwort zeigt, dass eine professionelle Fahrausbildung angezeigt ist. Wenn sich ein Esel aus dem Zug nimmt oder nicht in den Zug geht, liegt das nicht am "sturen" Esel, denn Esel sind alles andere als stur. Der Fahrer sollte in der Lage sein, die Ursachen dafür zu erkennen. Ursachen können sein z.B. die unpassende Verschnallung der Leinen, unpassende Geschirre, falsche und somit unklare oder gar schmerzhafte Leinenführung, fehlende Grundausbildung der Esel usw.

    Zum Kunz. Die Sattlerei Miete (http://www.sattlerei-miethe.de), fertigt sehr gute an in sehr guter Qualität. Sehr viele Eselhaltern fahren seit vielen Jahren damit. Er kann die Aufnahmen für den Rest des Geschirrs so fertigen, dass ihr alle anderen Teile weiter nutzen könnt.

    Könnt ihr die Grundlagen zum Fahren? Habt ihr selbst eine entsprechende Fahrausbildung mit Eseln?

    Wie groß sind die Esel? Wie schwer ist die Kutsche? Wie schwer seit ihr?


    Brustblatt und Esel passen zu 95% nicht zusammen. Es drückt entweder auf die Burggelenke oder die Luftröhre. Die meisten Esel haben anatomisch bedingt vielzu wenig bis keine Brustmuskulatur, um die Kutsche damit ziehen zu können. Daher eher mit Kummet.

    Das alles können im einzelnen oder in der Summe die Ursache für die Probleme sein.

    Fotos wären hilfreich.

    Das spielende "Decken" der Mutter gehört zum Lernprozess dazu, ebenso die Abwehr der Mutter. Optimaler Weise lässt man ein Eselfohlen bis zu 12 Monate bei seiner Mutter. So lange sie Milch hat, gibt sie ihm die und die bringt ihm alles bei, was so ein kleiner Esel in einer Herde bringen muss. Wenn ihr ihn behaltet, braucht ihr ihn gar nicht abzusetzen. Das macht die Stute allein.

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    Keine Ahnung, sie fressen auch keine Hagebutten. Möhren etc bekommen sie nicht.

    Aber ehrlich gesagt, mache ich mir darüber keine Gedanken. Unsere regelmäßigen Kotproben zeigen keine Versandung.

    Nicht unbedingt. In meine Esel bekomme ich Leinsamen nicht rein, egal in welcher Form. Flohsamenschalen fressen sie. Und da das ganze (zumindest bei uns) nur2x im Jahr als Kur verabreicht wird, hält sich die finanzielle Belastung in Grenzen.

    Flohsamenschalen sind so neu gar nicht. Sie werden vor allem dann empfohlen, wenn die Tiere auf sandigem Gelände stehen und sie mit der Nahrung Sand aufnehmen. Der Sand wird oft leider nicht durch dem Darm zum Ausgang befördert, sondern setzt sich zum Darm ab und wird dort hart wie Beton. Die Flohsamenschalen sollen helfen, den im Darm befindlichen Sand aus dem Körper zu bekommen.

    Sandkoliken sind leider sehr häufig. Aber viele betroffene Tiere haben keine Koliken, die auf ein Problem hindeuten und bekommen irgendwann eine, aber dann tödliche Kolik. Obduktionen in diesen Fällen (zumindest bei Eseln) haben gezeigt, dass dann sehr große Mengen Sand im Darm waren und zu einem Darmverschluss und zur Darmperforation führten.


    Daher sollte z.B. Heu etc niemals auf Sandboden/Erde gefüttert werden. Bei sandigen Koppeln raten mittlerweile zu Flohsamenschalenkuren 2-3 x jährlich.

    Ich habe den Stall mit Eco-Raster ausgelegt das ich mit Sand aufgefüllt habe, einstreuen tue ich gar nicht. ich vermeide alles, was unnötig Mist macht. Außerdem, bei 16m2 Größe meine Offenstalles uns 5 Tieren kann ich eine Einstreu fast täglich wechseln, was wiederrum noch mehr Mist ergibt.

    Selbst die Größe des Stalls solltest du nicht so öffentlich darstellen, denn die wäre (sollten es um 5 Esel gehen, selbst bei Zwergeseln nur halb so große wie im Tierschutzgesetz als Mindestgröße vorgeschrieben.


    Und noch ein Tipp zu den Stallmatten. Auch hier steht eindeutig im Tierschutzgesetz, dass diese nur mit Einstreu zu verwenden sind. Es gibt auch fast keinen Hersteller, der das Weglassen der Einstreu empfiehlt, sondern nur eine starke Reduzierung der Einstreu. Ausgenommen sind die Stallbetten.

    Bei uns herrschte heute kurz etwas Aufregung unter unseren Tieren. 2 neue Notesel sind bei uns eingezogen - die 10jährigen Stuten Flikka und Luthy. Sie stammen aus einem Zoo, der die Hausesel-Haltung aufgegeben hat. Unser Senior-Wallach hat den beiden kurz klar gemacht, dass sie nichts in der Herde zu suchen haben und sie kurzer Hand ins Abseits gestellt. Dann war die Aufregung auch schon vorbei.

    Zum Glück haben wir ausreichend Ställe und Unterstände, so dass die Beiden in der Nacht trotzdem eine Unterstellmöglichkeit finden werden und auch morgen, wenn Sturm und Regen angesagt ist. Es wird wieder ein paar Tage dauern, bis sich die Neuankömmlinge der Herde nähern dürfen.

    Für die beiden Mädels ist es auch eine völlig neue Situation. In einer solch großen Eselherde standen sie noch nie.


    Aber sie sind ganz toll, laufen am Halfter, geben Hufe, lassen sich putzen, sind wahnsinnig neugierig.



    Bei einer Schicht von 30 cm bleibt nichts, was Durchsickert, der Boden saugt ja alles auf.

    Bei richtiger Pflege braucht man normalerweise den Boden auch nicht regelmäßig austauschen. Unser liegt jetzt ca. 1,5 Jahre drin. Wir füllen nur immer wieder neu auf.


    Aber wichtig ist die Pflege. Der Boden darf nicht vollständig austrocknen, dann sterben die Mikroorganismen ab. Wir gießen regelmäßig mit EM, man kann auch den Rotteförderer von Plocher nehmen. Wenn der Boden zu fest wird, lockern wir ihn mit der Motorfräse auf. Sehr nasse Stellen werden ausgegraben und auf sehr trockene Stellen verteilt. Hört sich nach viel Arbeit an, ist es aber nicht. Alle 4-6 Wochen ca. 2 Stunden. Dafür hat man ein angenehmes Stallklima, eine arttypische Liegefläche, im Winter Wärme von unten.


    Bei uns kommt nichts anderes mehr in den Stall.


    @Moni - 2 unserer Esel bekommen ihre Heucobs im Stall. Auf den Futterplätzen haben wir Gummimatten liegen, damit sie das rausgefallene Futter nicht von der Erde fressen.

    Wir haben den Boden rausgenommen, weil wir sonst mit der Höhe nicht hingekommen wären.

    Bei Betonboden würde ich auf 30 cm gehen, da nie Nässe nicht fort kann. Ansonsten hat man irgendwann Matsch