Posts by Finchen

    In den "Empfehlungen zur Eselhaltung" des Niedersächsischen Umweltministeriums, welches mittlerweile als Sachgutachten gilt, steht auf S. 16:

    "Die Verwendung von ... Knotengittern an Zäunen birgt eine große Verletzungsgefahr und ist daher für Equiden in Deutschland verboten"

    Das Elektronetz ist ja quasi ein Knotengitter. Wenn ein Esel tatsächlich einmal weiter unten mit einem Huf hinein gerät und nicht raus kommt,

    ist das eine Katastrophe.


    Zwei relativ eng beieinander stehende untere Elektrodrähte sind bisher von meinen Eseln immer akzeptiert worden. Muss nur immer "gut Saft" drauf

    sein.


    Gruß uta

    Ich kann zu der Spezifikation nichts sagen - aber dass, wie der Hersteller sagt '"das Esel Müsli ein unverzichtbarer Bestandteil der Tagesration für Esel" ist, kann ich nicht bestätigen. Bei mir leben mehrere Esel, die über 40 sind - bisher auch ohne dieses Müsli gesund.....


    Gruß uta

    P.S. Schaette ist übrigens eine gute Wahl.

    Ach du je - da helfen natürlich alle Salben und Öle nichts. Welch ein Glück, dass die Besitzerin klug genug war, Jonny in die Klinik

    zu bringen. Mit Cortison ist sowas meistens ganz gut einzustellen. Alle guten Wünsche für den Kleinen!

    Rheinkiesel

    Ich ging bei Ivermectin nicht von Nebenwirkungen aus, gab nur zu bedenken, dass es problematisch sein kann, ein solches "Rundum-Medikament"

    einem fremden Tier zu geben, das einem nicht gehört. Julia hatte ja geschrieben, dass der TA "erst mal raus" ist. Davon war ich ausgegangen --- und darauf bezog sich mein Einwand.

    Ivermectin wäre grundsätzlich vermutlich optimal für den Esel. Die Ohren würde ich allerdings "einfachmal" mit Ballistol o.ä. säubern - meistens lösen sich dann die Insektenreste.


    Ich schreibe das deshalb in aller Deutlichkeit, , damit hier nicht schon wieder etwas entsteht, an dem Moritz oder der Medizinradwanderer herummeckern....

    Das hat mir nämlich gereicht. Nichts für ungut.


    uta

    Moin aus dem Wilden Osten Deutschlands nach Südspanien!

    In "solchen Fällen" nehme ich immer Ballistol Animal. Das ist ein feines Öl, das reinigt, desinfiziert und heilend wirkt.

    Ich denke, das ist ein allround-Mittel, mit dem Du auf jeden Fall nichts verkehrt machen kannst.

    Dünn auf ein weiches Baumwolltuch auftragen und die Ohren damit ausstreichen. Die Esel empfinden das meist sofort

    als angenehm, und spätestens nach mehrfacher Anwendung lösen sich auch alle "Klümpchen".


    Gruß uta

    Helfen soll angeblich auch, die betreffenden Stellen mit einer "Sauce" aus Eseläpfeln und Wasser einzuschmieren. Das habe ich aber nicht probiert....


    Die Sache mit den hängenden Ästen kann ich auch bestätigen; besonders, wenn noch Blätter dran sind.


    Fröhliches Fest mit den Eseln!

    uta

    Wenn man sozusagen alles abgeklopft hat, muss man sich mit manchen Dingen aus der Vergangenheit einfach abfinden. Eine Möglichkeit wäre noch, das Holz einzuschmieren als da wäre Ochsengalle (Ähnliches gibt auch auch im Pferdebedarfsgeschäft) oder "Eseläpfel". Das hilft zumindest beim Ablecken von Gegenständen - vielleicht ja auch beim Koppen, denn dann bekommen sie den Geruch auch in die Nase. Die Kolikproblematik ist eben nicht zu unterschätzen.


    uta

    Solche "Angewohnheiten", einmal angewöhnt und längere Zeit durchgeführt, werden später manchmal über Jahre durchgehalten.


    Meine im hohenAlter von 51 Jahren gestorbene Bosniakenstute hatte ich aus extrem schlechter Haltung und zu neun Zehnteln verhungert zu mir genommen. Sie hatte die Angewohnheit, dass sie alles, was lecker war - also Möhren etc. - zu einem "Lutschbonbon" umfunktionierte, indem sie die Möhre nicht wirklich kaute, sondern über Stunden nur ankaute und dann tranceartig die Wände o.ä. ableckte (besonders "schön", wenn sie Rote Bete bekommen hatte). Sie war über dreißig Jahre bei mir, hatte als Herdenchefin ein gutes soziales Leben, hat diese Abgewohnheit aber nie abgelegt und mich damit manchmal zur stillen Raserei getrieben...

    Es hätte nichts geholfen, ihr einen Maulkorb anzuziehen o.ä., und da es überall Bäume, Holz, Wände oder Alustangen gab, hatte sie immer die Möglichkeit,

    sich in Trance zu lecken. Das könnte eine Parallele zu Deinem Esel sein. Ich sehe keine Möglichkeit, das zu unterbrechen; ich denke das ist wie ein kleiner Joint.


    uta

    Liebe Emily.


    Ich denke Du bist voller Begeisterung über Deinen Plan. Aber Du hast ja schon gelesen, dass keine der Antworten Deine Begeisterung teilt.


    Was Du machen willst, ist - entschuldige bitte den harten Ausdruck - Vermehrung und nicht Zucht. Zur Zulassung zur Zucht gehört erst einmal die Körung, d.h. der Hengst muss gesund und qualitätsvoll genug sein, um sichüberhaupt fortpflanzen zu dürfen.


    Du willst einen dann vermutlich zweijährigen Hengst decken lassen. Das ist genau das Alter, in dem Equiden

    "mal hier, mal da", "mal vorn, mal hinten" wachsen - mit einem Wort: Einen Zweijährigen kann man überhaupt nicht beurteilen. Kein erfahrener

    Käufer kauft einen Zweijährigen. Zuchtverbände lassen manchmal bei außerordentlich qualitätsvollen Hengsten einen Versuchssprung zu, um

    zu sehen, ob sich die bisher gesehenen Qualitäten vererben. In meinen Augen ist das allerdings auch Quatsch - denn ob sich was vererbt, sieht man

    erst bei einem frühestens Dreijährigen, dann ist der Vater mittlerweile auch fünf und deckt vermutlich schon, wenn er durch die Körung gekommen

    ist.


    Züchten bedeutet eine hohe Verantwortung. "Einfach mal so" decken zu lassen, nur weil man gerade einen Hengst hat, ist reine Vermehrung - und

    solche "Ergebnisse" gibt es leider besonders in der Eselpopulation zuhauf.


    Auch die gemeinsame Haltung von Wallachen und Stuten kann problematisch sein. Das habe ich gerade sozusagen "am eigenen Leib" erfahren, als

    ich einen Wallach als Gast in meine kleine Stutenherde brachte. Eine Stute wurde spontan derart rossig, dass sie überhaupt nicht mehr ansprechbar

    war, die anderen nach und nach. Der arme Wallach wusste überhaupt nicht, was "die verrückten Weiber" von ihm wollten und war sozusagen ständig

    auf der Flucht. Ich musste ihn leider schleunigst nach Hause schicken.


    Ich habe aber auch einmal im Tierschutz den umgekehrten Fall erlebt, wo ein Wallach so oft auf eine Stute aufgesprungen ist, dass sie einen offenen Rücken (wörtlich!) hatte. Die Tiere wurde vom VetAmt sofort getrennt - der Besitzer hatte nichts dabei gefunden...


    Ich denke es ist sinnvoller, die Stuten da zu lassen, wo sie sind und den Hengst schnellstmöglich (!) kastrieren zu lassen. Der Wallach wäre nicht der erste, der von seinem Hengstkumpel bei einem ausartenden Spiel oder auch durch überschießende Hormone schwer verletzt oder sogar getötet würde. Eine Freundschaft zwischen Hengst und Wallach funktioniert nicht. Wäre es mein Hengst, würde er, sowie es etwas wärmer wird, kastriert. Damit wäre Ruhe im Stall.


    Du bist hier in keiner einfachen Situation. Aber Du hast die Verantwortung für das Wohl der Tiere. So leicht es ist, die Stuten zu holen und den Hengst decken zu lassen... ich denke, Du wirst danach in jeder Beziehung eine Reihe von Schwierigkeiten bekommen, die Du dann nur durch die Trennung der Tiere bewältigen kannst.


    Schade, wenn man einen Traum beerdigen muss - aber hier wäre es im Sinne des Wohls der Esel das Beste.


    Sehr herzlich

    uta

    Kopper-Riemen halte ich für moralisch nicht vertretbar. Sie stellen die Symptome ab, geben dem Tier dadurch aber nicht einmal die Möglichkeit, seine psychische Not "darzustellen".


    Leider hat Bianca sich nach ihrer Frage ja nicht mehr gemeldet. Ich hatte ihr einen Tag darauf geantwortet... aber es kam nichts. Schade.

    Dann kann man ja nur mit dem antworten, was man sowieso überall nachlesen kann...


    uta

    Erst mal die Frage: Wie lange koppt das Eselchen denn schon? Und wie - frei oder aufgesetzt? Und wenn aufgesetzt - worauf?

    Du müsstest schon ein bisschen die Lebenstände des Eselchens beschreiben wie z.B. Beschäftigung, Art der Weide ("einfach nur"

    oder mit Trail o.ä.).

    Sonst kann man keine sinnvolle Auskunft geben (außer allgemeine Bemerkungen zum Auslöser von Koppen etc.).

    Schreib doch mal ein bisschen mehr.


    Gruß uta

    Nicht die passende Jahreszeit, sich mit einem Buch auf die Wiese zu legen und zu warten, bis er ankommt...

    Aber vielleicht kannst Du so etwas Ähnliches im Stall machen = lange Zeit sich relativ ruhig verhalten;

    meistens kommen sie dann an. Und dann nicht den Fehler begehen, gleich anfassen zu wollen. Meine alte

    rumänische Arbeitseselin hat Monate gebraucht, bis ich sie anfassen durfte. Wirklich genießen tut sie es jetzt

    selbst nach fast 30 Jahren nicht. Es gibt eben solche und solche (mein neuer Riesenhund gingegen würde am

    liebsten "auf Schoß" kommen...).


    Hab Geduld, Du kriegst das schon hin. Aber wem sag ich das.... :) .

    uta

    Stefan Vierhaus kann man auch ansprechen.Er züchtet seit Jahrzehnten Maultiere, bildet sie aus und handelt gelegentlich auch mit ihnen.

    Der weiß sozusagen "alles" über die und ist auch sehr nett.

    Glückwunsch, dass Du so gut mit Deinem Muli hinkommst - da gehört ja auch immer eine gute Portion "wir passen zusammen" zu.

    Aber Mulis lehren einen nochmehr Geduld und liebevolle Konequenz als Esel. Ich habe zwar eine Mauleselstute - aber von der habe ich

    auch Etliches gelernt...


    uta

    Herzlichen Glückwunsch zum Zuwachs, Marita!


    Wenn es Dir nicht zu weit ist, frag doch mal bei der Noteselhilfe nach; ich glaube da

    gibt es noch viele Vermittlungstiere. Ein zweiter Wallach als Spielgefährte für Emile

    zwischen den Weibern wäre doch schön. Euch läuft da bestimmt was übern Weg.


    Gruß uta

    Dann ist ja sozusagen "alles in Butter". Und wenn die Hufschmiedin sagt, dass der Huf zu weich geworden und das der Grund ist, ist das ja abzustellen.


    Vielleicht könntest Du Dir überlegen, sie für die Übergangszeit Hufschuhe der Firma Engl tragen zu lassen. Die sind innen mit Filz gefüttert, als Krankenschuhe wie auch zum Wandern geeignet und "in der Szene" allgemein anerkannt. Ich habe sie mittlerweile in einigen Größen (weil einige Esel) und war bei Verletzungen bzw. Hufgeschwür immer ganz froh, einen griffbereit zu haben. Die Dinger sind super.


    uta