Posts by Finchen

    Hast Du schon mit der Arbeit am langen Zügel / an der langen Leine begonnen?

    Rück- und seitwärts auf Zeichen ist prima, über Bäume steigen beim Fahren eher

    nicht gefragt - der Fahrer sitzt ja hinter dem Gespann. Die Kommandos kommen

    also hauptsächlich mit der Stimme, ansonsten vorsichtig mit den Leinen - aber

    auch von hinten.


    Auf jeden Fall würde ich erst die eigene Ausbildung machen, bevor Du Deinen Jungs was

    beibringen willst. Vermutlich wirst Du schon zu Beginn des Kurses viel lernen oder einfach

    irgendetwas sehen, das Du gleich "ausprobieren" kannst. Ohne eigene fundierte Ausbildung

    ist das - sorry - talmi. Das ist so wie Kindern das Lesen beibringen, wenn man es selbst noch

    nicht richtg kann. Manche Leute machen das ja - aber ich habe in meinem ziemlich langen

    Leben mit Pferden + Eseln sehr selten erlebt, dass das wirklich gut ging. Alles gut, solange die

    Welt drumherum in Ordnung war - aber wenn irgendetwas nicht "passte", kam raus, dass die

    Tiere nicht korrekt und fundiert ausgebildet waren. Die Haftpflichtversicherungen sagen dann

    übrigens auch was dazu.



    uta

    Der Mythos von der Blausäure im Leinsamen hat aber auch schon einen ziemlich langen Bart.... wird aber immer noch von den Futtermittelfirmen verbreitet, die aufbereiteten oder den teureren Goldleinsamen verfüttern. Ein rein wirtschaftliches Interesse und Verkäuferirreführung. Dazu gibt es seit Jahrzehnten klinische Studien.


    uta

    Da niemand geantwortet hat: Frag doch mal in den umliegenden Tierkliniken nach. Ich könnte mich auch nicht entscheiden; und es ist ja doch ein BatzenGeld.

    Wogegen ist Noah denn allergisch? Vielleicht habe ich es überlesen...


    uta

    Also - auf einer Wanderung spielt Stroh ja auch keine Rolle, gelt? Da müsste es schon Heu sein.

    Die Meinen kriegen zwischen den Weidezeiten Zuhause immer Stroh und knibbeln auch dran. Als

    Ballaststoff ist das schon wichtig.


    uta

    Bei uns auch, aber schon vor der Blüte - nach Attis Modell wäre es also noch zu früh, die Esel auf die Weide zu lassen...

    Aber das liegt daran, dass hierzulande dreimal jährlich (mindestens) gemäht wird. Das Land wird immer schlimmer ausgebeutet.



    uta

    mmm.... Warum hattest Du eigentlich gefragt, wenn Du das schon weißt?

    Nur mal so als grundsätzliche Frage.
    Nach meinem Wissensstand laufen noch Studien über die Giftigkeit auch anderer Ahornarten als dem amerik. und dem Bergahorn als Auslöser der Weidemyopathie.

    Sollten sie lieber nicht, denn die sind hochgiftig. Ich würde keinen Esel auf eine Weide mit Robinien lassen,kenne allerdings im Rheinland jemanden, der seine Esel seit Jahrzehnten auf einer Weide mit Robinien hält, und der behauptet, sie knabbern gelegentlich daran. Die Lehrmeinung sagt allerdings, dass Robinien zu den giftigsten Pflanzen für Equiden gehören. Alles an ihnen ist giftig: Blatt, Borke, Samen, Blüte.

    Ich würde sie weiträumig auszäunen.

    Getrocknet verschmähen die Esel das Holz. Meine haltbarsten Weidezaunpfähle sind Robinie. Sie werden viel bei Pferdeleuten verwendet, sind allerdings die teuersten von allen.


    uta

    Seit ich mal ein Pferd gesehen habe, das nach 2 Stücken Zucker reagiert hat, bin ich sehr vorsichtig.

    Aber das muss ja nicht so sein. Ich wünsche gutes Gelingen und mache mit meinen Tieren direkt vor der Tür

    auch manches anders, als es im Lehrbuch steht.


    uta

    Da würde ich mich aber auch SEHR vorsichtig rantasten. Einmal Rehe = nie Gras, weißt Du als Pferdemann ja auch.

    Ich habe auch eine ehemalige Rehe-Eselin dabei; die kommt in der Weide-Anlaufzeit nur mit Maulkorb und die halbe Zeit

    der anderen auf die Weide, dazu in diesen Zeiten dann getränktes Heu. Viel zusätzliche Arbeit, aber ich möchte keinen Rückschlag. Erst im Hochsommer wird sich das ändern.

    uta

    Wenn man Gemähtes dazu füttert, spielt die Zeit des "Anweidens" keine Rolle. Das Gemähte enthält genauso viel Fruktane bzw. Zucker wie das Gras auf der Weide; und die Menge, die die Tiere gemäht aufnehmen, dürfte deutlich höher sein als das, was sie in einigen Minuten auf der Weide fressen.


    Ich finde die ganzen Zeitvergleiche genau genommen überhaupt ziemlich schräg, denn eine wirklich eselgerechte Weide ist nie fett, sondern mager bis dürr. So dürr, dass es auch Disteln etc. darauf gibt und keinen (!) Löwenzahn etc. und kein Deutsches Weidelgras. Um wirklich vergleichen zu können, müsste man eine Grasanalyse angeben können. Ohne das ist ein Zeitvergleich in meinen Augen wenig aussagefähig.


    uta

    Ich schließe mich Flora an: Ein übergewichtiges Tier - zumal einen Esel, er ja nicht viel Lasten tragen kann - würde ich

    auch nicht beladen, sondern ihm lieber eine mühelosere Bewegung verschaffen, und davon viel.

    Damit nimmt er besser ab als mit noch zusätzlicher Last. Das kann übrigens auch zu einer Rehe führen.


    uta

    Dem stimme ich zu - ich habe auch nach einem festen "Baum" gesucht. Die Wirbelsäule des Esels ist wenig tragfähig,

    eine punktuelle Belastung daher eher ungünstig. McClellan ist eine gute Alternative, gibt es auch gebraucht und zumindest bei Maultieren absolut erprobt, wohingegen ein Pferdesattel selten auf den geraden Eselrücken passt.

    Aber eine feste Unterlage, welche neben (!) der Wirbelsäule aufliegt und das Gewicht trägt und nicht auf (!) der Wirbelsäule, wäre unbedingt zu empfehlen.


    uta