Posts by jeverson

    Die ganze Geschichte fing im letzten Jahrtausend an. Meine Frau Bärbel, damals kannten wir uns noch nicht, hatte -fast- ein Maultier, Hesekiel. Sie wohnte in Düsseldorf und in einem Ballungsgebiet ist äh, na,ja Equidenhaltung teuer und eher eine Ausnahme. Ihre Töchter ritten auf einem Reiterhof, der gleichzeitig ein Rennstall war. Allerdings war der Besitzer alles andere als aufgeschlossen und tolerant, er meinte eine solche Schande, also das Maultier, käme nicht in seinen Stall. Also war ihr Traum von einem Maultier erst einmal ausgeträumt.

    Später erinnerte sich Bärbel an ihr Maultier, und wollte gerne wieder eins haben. Internet und Zeitungen gewälzt, aber nix passendes zu finden, jedenfalls nicht in der Größe und zum passenden Preis. Das Ganze haben wir auch mit Freunden diskutiert, da meinte eine, sie wüßte einen Großeselhengst, der bestimmt auch Pferde decken würde. Wir müßten blos noch eine ruhige Pferdestute, am Besten ein Kaltblut viel. Noriker kaufen. Sie empfahl auch gleich einen Pferdedealer, der so etwas hat.

    Wir haben uns dort umgeschaut, aber keine RUHIGE Stute gefunden. Als wir gerade gehen wollten, führte jemand ein altes klappriges Kalblut aus dem Stall. Der Händler meinte, das Pferd ginge in den nächsten Tagen auf einen "Gnadenhof" (warscheinlich in Italien oder so). Wir holten schnell einen Anhänger, packten es ein und fuhren gleich zum Tierarzt, damit er einmal danach guckt, keine teure Aku. Er meinte, als ich das Pferd im Trab vorgeführt habe: "beide haben die Dämpfe, auch das Pferd".

    Da waren noch jede Menge andere Sachen wie Mauke, Räude, Ungeziefer, Zähne, extremes Untergewicht (540Kg), also fast alles was im Lehrbuch für Pferdekrankheiten stand, außer die Knochen und Gelenke, die waren noch ok.

    Daß man mit einem Wallach ein super Maultier machen kann war uns auch schon vor dem TA-Besuch klar:whistling:.

    Aber egal, er hat unsere Herzen auf Anhieb erobert. Unser TA meinte, mit viel Geduld würden wir ihn wieder hinbekommen, die Behandlungen würden sich auch im finanziellen Rahmen halten. Das stimmte auch, das teuerste war die Zahnbehandlung.

    Also erstmal kein Maultier.

    Na, Du (von "na, du Gaul?") ging ein halbes Jahr später über die Regenbogenbrücke;(, Er sah wieder gut aus, wog 750 Kg, und bekam warmen Haferbrei. Er war nur sehr alt, er fiel ab- und zu um und kam nachher nicht mehr von selbst auf die Beine. Es wurde immer schlimmer, hinterher ging es nur noch mit dem Frontlader. Zwischendurch war er immer wieder der kräftige alte Herr, der sich durchaus zu präsentieren wußte. Der TA meinte, das läge an Krämpfe im Gehirn, oder ähnliches. Deshalb haben wir ihn zum Schlachten gebracht, da ja jedes mal zum Sterben dalag:rolleyes:.

    Wir haben keinen Cent bereut, den wir in ihn inverstiert haben, er hat uns so viel beigebracht, vor allem wie man mit Kaltblütern umgeht und wie toll sie sein können.

    Das war unser Eintieg.

    Seitdem ließen und die Kalten nicht mehr los. Aber es gab immer nocht kein Maultier und wir wollten das Nelpferd von dem Eselhengst, der uns empfohlen wurde decken lassen, aber sie jagte ihn mit der Longierpeitsche im Maul über den Platz. Also wurde daraus auch nichts. Das war im Jahr 2010.

    Dann, wir stöberten immer wieder im Internet, lasen wir im Herbst 2013 von Ronja, dem späteren Öö, in Oranienburg.

    Wir besuchten sie und wurden uns schnell einig. Sie war ja noch klein, und sollte Ende Januar von ihrer Mutter abgesetzt werden.

    Ich muß mir den Schuh wohl anziehen, von mir kommen nicht mal "likes"X/:


    Das Ärgerliche ist nur die Unverschämtheit vieler Forenmitglieder, NUR zu konsumieren (oder gelegentlich zu meckern, allerhöchstens mal ein "like" anzuclicken). Die Konsumgesellschaft nimmt nur - und hier erfreulicherweise für sie sogar umsonst Anregungen und Erfahrungen . Ich frage mich manchmal auch , warum ich meine Erfahrungen hier kostenlos weitergebe, normalerweise verdiene ich damit Geld. Hier kriegt man oft nicht mal ein freundliches Wort.

    Also, damit es nicht so langweilig ist, stelle ich mal Öö´s Geschichte, die schon woanders (hauptsächlich von Bärbel, meiner Frau geschrieben) eingestellt worden ist, ein.

    Gute Unterhaltung:)

    Es hat aber soviel geregnet bei dem Sturm, das ich Pfützen auf der Weide habe

    Freu dich, wenn die Pfützen weg sind ist das Wasser im Boden, wo es nötig gebraucht wird. Ich hoffe, daß es in diesem Frühjahr und Sommer nicht so trocken wird, daß wir wieder solche Probleme mit dem wenigen Heu haben wie letztes Jahr....

    Die passende Menge :o)

    Ich habe auch gerne Sonnenschein, aber sooo trockene Wiesen wie letztes Jahr brauche ich wirklich nicht.

    Unser Pferde stehen normalerweise im Sommer 24h, 7Tage auf der Weide. Letztes Jahr waren sie nur im Stall, und nachts auf dem Paddock, der eine kleine Stallwiese war. Jetzt wächst da nix mehr...

    Sprich vorher mit den Nachbarn, das beugt Eskalationen vor. Das haben wir gemacht, bevor wir uns Pfauen angeschafft haben, die sind auch sehr laut und das sehr früh (kurz vor der Morgendämmeerung) und oft. Die Gänse des einen Nachbarn hören wir auch intensiver als die Esel des anderen, obwohl der näher ist.

    das man rechtlich dagegen nichts machen kann. Kaugummi ausspucken oder Kippe wegwerfen gibt wenigstens noch ein Bußgeld, aber fremde Tier füttern ist egal.

    Und wenn die ganz dreist gewesen wären, hätten sie dir noch eins wegen Nötigung reindrücken können :o(

    Sieht wirklich toll aus, ist mal was anderes als mit "naja langweiligen" Pferden". Wir sind Hochzeiten mit unseren Kaltblütern gefahren, sah auch schon anders aus.

    Schade, daß es keine Bilder von der Seite, also komplett, gibt?


    Da fällt mir gerade ein: Bei uns im Dorf müssen Junggesellen an ihrem 40sten Geburtstag verkehrt herum auf einem Esel durchs Dorf reiten, und dabei bei allen möglichen Leuten einen Schluck trinken.

    Der Esel ist Gottseidank aus Holz und läuft auf Rädern :o)

    Wir streuen meist mit Miscanthus. Das saugt gut, nimmt sofort dem Geruch weg und das ausäppeln geht sehr einfach. Wir haben eine enorme Zeitersparnis, die Kosten sind ähnlich dem Stroh. Stroh benutzen wir nur noch wenn wir Fohlen haben, oder es nicht kaufen müssen. Ein wichtiger Faktor ist, es verrottet am schnellsten. Deshalb dürfen wir auch keine Holzspähne benutzen, dann würden wir den Mist nicht los.

    Fressen tun die Tiere das auch nicht wie kurzes Stroh, deshalb gibt es auch keine Gefahr für Schlundverstopfung.

    Andererseits kann es nicht schaden, wenn man mal sieht, wie was aussieht, was jedem Eselwallachhalter

    Das sehe ich auch so. Auch wie es vor der OP aussah wäre interessant.

    Solange das nicht aus Sensationsgier ist, ist es völlig ok.

    Tjaaa sogar das eigene Leben, das ist ja auch sehr unbequem.

    Morgens aufstehen, dann sogar noch zur Arbeit gehen, immer wieder krank werden, Rückenschmerzen oder Ärger mit dem Finanzamt, usw.

    Lohnt sich denn da das Leben überhaupt noch?

    nicht dass sich nach dem Mulchen die Samen auf unsere einen großen heufläche verteilt

    Nach dem Mähen/ Mulchen bilden sie Notblüten, wenige cm hoch, und sähen sich dann trotzdem aus :o(

    Ich hoffe, ihr habt alle erwischt.

    Hallo Mike,

    eineinhalb Jahre und komplett roh, also kein anfassen und so. Wie sehen die Hufe aus? Wenn nicht unbedingt Handlungsbedarf besteht und er sie bei dir auch weiterhin ablaufen kann, hast du ja etwas Zeit Vertrauen aufzubauen. Wenn die aber schon schnabelig sind, müßte dringend etwas gemacht werden. Dann darfst du und andere Leute die sonst mit ihm Kontakt haben sollen nicht anwesend sein. Dann müßte er evtl. sediert werden, damit der Hufschmied/Pfleger arbeiten kann.

    Du hast ja geschrieben "den kleinen..." Ist er noch Hengst?

    Stell ihn nicht gleich mit den anderen zusammen, sondern

    in einen Laufpaddock mit Sicht- und Geruchskontakt zu den Pferden

    Er spricht einen anderen Dialekt als deine Pferde, das könnte anfangs zu Mißverständnisse führen.


    Wir haben unsere Mulinette, das Öö, direkt als Absetzer mit einem halben Jahr bei unseren "vergesellschaftet". Sie hatte den Riesenvorteil, sie hat ihr erstes halbes Jahr in Pferdegesllschaft verbracht, ist als wohl nicht direkt vergleichbar. Pferd ist sie trotzdem nicht geworden, soziale Rangfolge ist ihr sch...egal, wie auch andere Dinge. Sie gehorcht nicht direkt, sie läßt sich aber von Vertrauenspersonen leicht und schnell überzeugen.

    Im Frühjahr hatten wir sie zum Anreiten weggegeben. Die Bereiterin konnte nach einer Eingewöhnungsphase alles mit ihr machen, wobei sie wesentlich schneller lernte als Pferde. Hat allerdings jemand anderes versucht sie zu Führen, ging sie ruhig in die Richtung die sie interessant fand los, als ob niemand am anderen Ende des Strickes hing. Oder jemand anderes versuchte die Hufe auszukratzen, da gab es dann Tritte.


    Also, laß ihm sehr viel Zeit, bedränge ihn nicht und biete ihm öfter was leckeres an, aber so, daß er zu dir kommen muß. Sei nicht entäuscht, wenn es nicht gleich klappt.

    Er muß halt merken, daß, wenn du kommst, es interessant wird und nichts böses passiert. Ist ja beim Pferd auch so.

    Bei ihm wird es nur etwas länger dauern....


    Gruß, Harald,

    der mit seinen Tips, die er von seinem Öö abgeleitet hat voll daneben liegen kann, zumal er von den Verhältnissen deiner Tiere nicht viel weiß.